, Martin Kradolfer / Bild: Martin Kradolfer

Herren 1 mit leistungsgerechtem Unentschieden in Neuhausen

Im Wochentagsspiel der 1. Liga-Handballmeisterschaft durfte der TV Appenzell bei den Pfader Neuhausen nach einer mittelmässigen Leistung mit einem 27:27 (13:13) zufrieden sein.

Appenzell musste auf Kreisspieler Sven Sutter verzichten, dafür erhielt Rouven Bischof Urlaub vom Militär. Beide Mannschaften konnten mit 14 Akteuren antreten und die Pfader spielten erstmal in neuen Tenues. Die Partie vor rund 50 Zuschauern stand oft Unentschieden und wurde von Nationalliga-Schiedsrichtern gepfiffen, die streng aber korrekt leiteten. So kam es zu nicht weniger als 12 Zweiminutenstrafen, dabei doppelt soviele gegen Appenzell als gegen die Schaffhauser. Zu viele unnötige Strafen bemängelte denn auch der Innerrhoder Trainer Christian Hamm, wie auch zu viele technische Fehler und Ballverluste etc. In Unterzahl spielend wurde oft zu hastig abgeschlossen. Die Innerrhoder kamen nicht ganz an die Leistung wie im Hinspiel gegen die Pfader heran. Jungen Spielern unterlaufen halt noch Fehler, räumt der Coach ein und es fehlt ihnen noch die notwenige Raffinesse. Aber es gab gegen die gut verteidigenden und körperlich überlegenen Schaffhauser auch Gutes zu sehen, wenn auch die Gäste nie ganz so richtig in die Gänge kamen und die Spieler am Ende doch enttäuscht waren, nicht gewonnen zu haben. Denn in einigen Phasen schien es, als wären sie die bessere Mannschaft und Simon Manser erwischte mit 12 Treffern einen Supertag, aber auch anderen Akteuren gelangen einige schöne Tore. Appenzell hätte knapp gewinnen aber auch knapp verlieren können. Es gilt für die nächsten Spiele aus dieser Partie das Positive herauszunehmen.

Innerrhoder holten wieder auf

Die Appenzeller schienen zu Beginn noch nicht ganz bereit gewesen zu sein und nach zwei Minuten musste bereits der zweite Akteur auf die Strafbank und in der 10. Minute folgte bereits die dritte Zweiminutenstrafe. Appenzell geriet mit 3:5 in Rückstand blieb aber dran. Dann folgte ein kleiner Einbruch der Gäste und nach 17 Minuten führten die Pfader mit vier Treffern Differenz. Die Appenzeller holten aber wieder auf und in der 24. Minute glichen sie nach vier Toren in Folge wieder zum 10:10 aus. Die Partie blieb hart umkämpft, und bis zum Ende führte keine Mannschaft mehr als mit zwei Toren Vorsprung. So stand die Partie auch zur Halbzeit 13:13 Unentschieden, wobei dieser Ausgleich durch einen Treffer von Torhüter Jan Bischof ins leere Tor gelang.

Zeichensprache für Torhüter vom Vater

Für die zweite Hälfte kam Flavio de Carli ins Tor, welcher zwischendurch von seinem Vater Paulo auf der Zuschauer-Galerie per Zeichensprache auch Hinweise erhielt, in welche Torecke die Schaffhauser vor allem zielten. Auch Appenzell ging zwischendurch wieder in Führung bevor wieder Gleichstand herrschte. Der Innerrhoder Torhüter hielt unter anderem auch einen Siebenmeter. In den letzten sieben Minuten wurde die Partie noch spannender und dramatischer. Nach dem Jan Bischof wieder ins Tor zurückgekehrt war, konnte er sich erneut als Torschütze feiern lassen. 80 Sekunden vor dem Ende glich Simon Manser in Unterzahl zum 27:27 aus. Als die Einheimischen nach 59 Minuten und 40 Sekunden nach einer Abwehr durch den Kreis zu einem Siebenmeter kamen, schien die Niederlage der Innerrhoder besiegelt zu sein, doch Jan Bischof hielt. Nun waren die Gäste im Ballbesitz, wurden aber durch zwei Fouls gestoppt und konnten keinen Treffer mehr realisieren. Und so blieb es beim insgesamt gerechten Remis.

Appenzell spielte mit: Jan Bischof (2 Treffer) / Flavio de Carli; Vince Fritsche, Lukas Manser (5), Yannick Inauen (3), Tim Thür (1), Pascal Hilfiker, Simon Manser (12), Rouven Bischof (1), Rouven Inauen (1), Laurin Manser, René Rigas, Fabrice Oberle, Elisa Valaulta (2/1). Acht Zweiminutenstrafen gegen Appenzell - vier gegen Pfader Neuhausen