U13-Mädchen bringen Gegner arg ins Schwitzen27.03.2011

Zum letzten Spieltag der Saison hätte die Mannschaft in Bestbesetzung antreten können, wäre da nicht die Zeitumstellung gewesen, die grad beiden Torhüterinnen einige Schwierigkeiten machte. Was die Mädchen Cristel Palmisano in der Kabine versprochen haben, das bleibt ihr Geheimnis. Auf jeden Fall stellte sie sich wagemutig zwischen die Pfosten. Es darf vorweggenommen werden; sie machte ihr Sache sehr gut und ihrem breiten Lachen nach zu beurteilen, hat es ihr sogar noch Spass gemacht. Das 3 Phasen-System des Teams sollte auch diesen Sonntag wieder greifen.

Wie schon bei jedem Spieltag hielt man auch heute die Tradition hoch und tat im ersten Spiel dem SV Fides gar nicht weh. Die Partie ging dann auch ganz knapp verloren, dies obwohl Appenzell in spielerischen Belangen die klar bessere Mannschaft war. Die Kleinen glänzten durch viel Spielwitz kamen nach schönen Ballstafetten immer wieder zu guten Torchancen, die aber viel zu oft vergeben wurden. Ein Mangel über den ganzen Spieltag war auch die Ausbeute vom 7m-Punkt. Von 11 Penaltys wurde nur einer verwertet. Nach der unnötigen Niederlage nahmen sich die Mädchen vor (entgegen aller Gewohnheiten) in Phase zwei schon eine Partie zu gewinnen.

Nach der Niederlage vor gut einem Monat war aber die gegnerische Mannschaft der SG Unterland/Buchs-Vaduz nicht untätig gewesen. Es wird gemunkelt, dass sie Rheintal auf und ab nach Nachkommen von Gulliver gesucht haben. Wer sucht, der findet, dies wurde allen klar, als sie ihre Aufmerksamkeit dem Spiel von Familie Riese gegen die sieben Zwergenfräulein zuwandten. Für die Appenzeller Wirbelwinde war es eine neue Herausforderung, den steifen, ungelenken, übergrossen Spielerinnen und Spielern zu zeigen, wie man auf der unteren Ebene Handball spielt. Im Angriff agierte Appenzell sehr erfolgreich. Schwieriger wurde es, wenn es um das Verhindern von Toren ging. Nur mit hohen Sprüngen kamen die Kleinen in die Nähe des Wurfarmes. Meistens waren sie aber chancenlos, wenn die Hünen abdrückten. Immerhin darf festgehalten werden, dass die Appenzellerinnen Halbzeit zwei unentschieden gestalten konnten und den Grobianen einige Male den Meister zeigten.

Nun, wie immer kam es so, wie es kommen musste. Phase 3 trat in Kraft und gegen das Heimteam HC Goldach-Rorschach sah es dann auch betreffend Proportionen wieder etwas ausgeglichener aus. Diese Chance packten die Appenzellerinnen und lagen nach anfänglichen Schwierigkeiten bald schon in Führung. Leider mangelte in den entscheidenden Spielsituationen an der notwendigen Präzision und bei den Torschüssen wurde auch ganz schlecht gezielt. So gelang es Appenzell nicht, sich entscheidend abzusetzen. Kurz vor Schluss konnte Goldach-Rorschach ausgleichen und stand nahe am Führungstreffer. Dann Sekunden vor Schluss ein 7m für Appenzell. Es sollte der zehnte und letzte verschossene Penalty sein. Es blieb beim Unentschieden. Über den ganzen Tag gesehen dürfen sich die Mädchen U13 der Handballriege aber als klare Siegerinnen betrachten. Als weitaus jüngstes Team (die Hälfte der Truppe könnte noch U11 spielen) haben sie in allen Partien immer ihr Bestes gegeben und aufopferungsvoll um jeden Ball gekämpft. Und grad in den Partien gegen körperlich überlegene Spieler konnten die treue und lautstark unterstützende Fangemeinde erkennen, wem die Zukunft gehört.

Bericht: Hansruedi Rohner

»Zurück zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk