FU13 und der späte Sonnenaufgang27.02.2011

Der Tag, an dem die Sonne erst am Mittag aufging!

Sie werden wohl nicht als Frühaufsteherinnen mit grosser morgendlicher Leistungsbereitschaft in die Clubgeschichte eingehen, und es ist keine neue Erkenntnis dieses Spieltages, dass die Mädchen U13 der Handballriege vor 11.00 Uhr keine Spiele bestreiten sollten. Der Wille ist zwar immer da, doch der Körper möchte jeweils nicht so recht. Es liegt wohl auch daran, dass sich die ehrgeizigen Mädchen nicht schon in den frühen Morgenstunden mit grösseren und stärkeren Knaben messen wollen. Dafür braucht es etwas Anlaufzeit. Wenn dann aber der Motor auf Hochtouren läuft, dann muss sich das männliche Geschlecht ganz warm anziehen.

Auch diesen Sonntag traf sich die Mannschaft im Morgengrauen und machte sich auf nach St. Gallen, wo renommierte Teams wie Fortitudo Gossau, Fides und die starke Mannschaft von Goldach/Rorschach ihre Aufwartung machten. Nun, die Zeitspanne von 08.30 – 11.00 Uhr haben Spielerinnen, Trainer und die lautstark mitgehende Fangemeinde aus ihrem Gedächtnis gestrichen.

Steigen wir also in den Morgen ein, als um 11.18 Uhr die Sonne für den Appenzeller Nachwuchs aufging. Die Ausgangslage war klar: rotweiss trat als klarer Aussenseiter gegen Goldach/Rorschach an, um dann aber schon in den ersten Minuten das Spielgeschehen zu überstrahlen. Die Zuschauer rieben sich die Augen ob des Spielwitzes, den die Appenzellerinnen an den Tag legten. Dazu kam, dass sich alle Spielerinnen endlich einmal trauten, ihr wahres Können zum Besten zu geben. Der Ball lief jeweils schnell über mehrere Stationen, es wurde in die freien Räume gestartet und die Schüsse aufs Tor waren für den gegnerischen Torhüter nicht zu lesen. Nachdem sich die gegnerische Knabenmannschaft gegenseitig gekniffen hatte und zur Überzeugung gekommen war, dass nicht sie, sondern die kleinen, schmächtigen Mädchen mit 5:1 Toren in Front lagen, konnten sie den Orkan, der über sie hinwegfegte nicht mehr stoppen. Meistens blieb ihnen nur noch das Lesen von Rückennummern der Gegnerinnen, bevor es wieder einschlug. Zwar kam das Team vom Bodensee ab Mitte der Partie etwas besser ins Spiel, fand aber nie ein Rezept gegen die schnellen, flinken und selbstsicher auftretenden Appenzellerinnen. Der gegnerische Trainer konnte schon Minuten vor Schluss die Komplimente im Kopf formulieren, die er nach dem Schlusspfiff an die Adresse der dominierenden Mannschaft weitergeben wollte. Er wird sich gewünscht haben, dass seine Mannschaft es beim nächsten Spieltag schon in den frühen Morgenstunden mit der U13 Mädchenmannschaft der Handballriege zu tun bekommt. Denn wenn die Sonne am Mittag aufgeht und die Mädchen mit strahlen beginnen, dann gehen bei den Gegnern meistens die Lichter aus!

Bericht: Hansruedi Rohner

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