U13-Mädchen im rauhen Wind12.12.2010

Schon beim Studium des ersten Gegners wurde den jungen U13-Mädchen bei ihrem erst dritten Spieltag klar, dass so kurz vor Weihnachten wohl keine Geschenke zu erwarten waren.

Die Vertreter des TSV St. Otmar liessen keinen Zweifel aufkommen, wer im ersten Spiel den Ton angeben wollte. Wer geglaubt hatte, dass die harten Jungs dem zarten Geschlecht den roten Teppich ausrollen würden und sie ohne Gegenwehr in die Nähe des Tores liessen, der wurde schon nach wenigen Minuten eines besseren belehrt. Die Appenzellerinnen, die an diesem Tag ohne Auswechselspielerin auskommen mussten, wurden von den körperlich überlegenen St. Gallern immer wieder in die Verteidigung gedrängt. Sie wehrten sich zwar mit Händen und Füssen, konnten es aber nicht verhindern, dass Otmar bald schon im Schnellzugstempo auf der Siegerstrasse dahinglitt. Kam hinzu, dass die jungen Mädchen nicht ins Spiel fanden und mit zu vielen Fehlern dem Gegner das Tore schiessen erleichterte. Die Partie ging klar verloren und wurde nach einer kurzen Analyse im Ordner „Lehrgeld bezahlen“ abgelegt.

Gegner Nummer 2 hiess Vorderland und die Windstärke, die den Innerrhoderinnen entgegen blies, war nicht mehr ganz so stark wie in der ersten Partie. Die Begegnung war lange Zeit ausgeglichen und vieles deutete darauf hin, dass die glücklichere Mannschaft wohl gewinnen würde. Einige überhastete Abschlüsse und schon war’s geschehen; der erhoffte Sieg wurde in den letzten Minuten aus der Hand gegeben, die Glücklicheren waren das gemischte Team aus Heiden.

Es blieb noch eine Chance, um diesen Spieltag zu krönen. Gegen die Spielgemeinschaft Unterland/Buchs-Vaduz deutete nach 6 gespielten Minuten nichts darauf hin, dass Appenzell den Sieg realisieren könnte. Ab diesem Zeitpunkt zeigte sich dann aber, dass die Rotweissen über gewaltige Kämpferherzen verfügen. Obwohl die Spielerinnen alle Partien ohne Pause durchspielen mussten, gaben sie auch nach einem deutlichen Rückstand nie auf. Vor allem in der zweiten Halbzeit packten sie ihr bestes Handballspiel aus und plötzlich spielte sich die Begegnung auf Messers Schneide ab. Mit viel Glück – der Penalty in letzter Sekunde wurde nicht gegeben - kam Appenzell zum vielumjubelten Sieg. Die Mannschaft hat sich diesen Sieg redlich verdient. Die Mädchen kämpften bis zur letzten Sekunde und liessen sich nie den Schneid abkaufen. Eine tolle Leistung, die nach weiteren grossen Taten ruft.

Bericht von Hansruedi Rohner

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