U13-Mädchen mit Kampf und Leidenschaft14.11.2010

Romanshorn, Kantonsschule, 08.00 Uhr. Einer von vielen Anpfiffe zu einem Handballspiel an diesem Wochenende. Ein Spieltag der U13 wie viele andere. Bei weitem nicht!

Aus Appenzell waren sie frühmorgens angereist um sich zum ersten Mal der Konkurrenz zu stellen. Die neu zusammen gestellte Mädchenmannschaft U13 der Handballriege feierte Premiere. Letzten Sonntag hatten sich viele der Spielerinnen noch auf dem kleinen Feld der U11 getummelt und jetzt durften sie die weiten Wege auf dem grossen Feld unter die kleinsten Füsse an diesem Turnier nehmen. Weder die Namen der Gegner, noch die Tatsache, dass einige der Spielerinnen ihre Augen auf Höhe der Hüfte der Konkurrenten hatten, liess die einzige Mädchenmannschaft schrecken. Voller Tatendrang harrten sie der Dinge, die da auf sie zukommen werden. Der Schlachtruf in höherer Stimmlage schüchterte die Gegnerschaft noch nicht so richtig ein.

Also fuhren die Mädchen grössere Geschütze auf und warfen ihre nie erlahmende Kampfkraft in die Waagschale. Da zuckten dann die männlichen Nachwuchshoffnungen schon mal zusammen und manchmal kam es sogar vor, dass das starke Geschlecht ob der flink vorgetragenen Angriffe der Rotweissen resignierte und nur noch beschämt den Blick senken konnte. Natürlich war die Überlegenheit der Gegnerschaft zu gross, als die Appenzeller Kampfkraft gereicht hätte, um den ersten Sieg bejubeln zu dürfen. Wenn dann die Mädchen, wie in der zweiten Partie gesehen, noch 30 Minuten lang Leidenschaft ihrem Spiel beifügten, dann wurde es bis zum Schluss der Partie richtig eng. Da blieb dem Gegner nur noch das Einschlagen einer härteren Gangart um den Schnellzug aus Appenzell stoppen zu können. Schmerzliche Erfahrungen waren in dieser Situation unvermeidbar, die Tränen trockneten aber schnell wieder und beim nächsten Einsatz wurde wieder unverdrossen der Weg Richtung gegnerisches Tor gesucht. Es war oft ein Kampf David gegen Goliath und wir wissen ja, David schickte Goliath zu Boden, noch nicht an diesem Sonntag, aber wir kommen wieder!

Die Resultate dieses ersten Spieltages lassen sich sehen: 3 Spiele gegen viel ältere, grössere und stärkere Spieler bis zum Schluss (fast bis zum Schluss) durchgehalten, nie aufgegeben, einen grossartigen Zusammenhalt an den Tag gelegt und vor allem das Tagesmotto voll ausgelebt: wir verlieren nie unsere gute Laune, mögen uns noch so viele Bälle um die Köpfe fliegen! Die Bilanz des ersten Spieltages der reinen Mädchenmannschaft fällt durchwegs positiv aus: Leidenschaftlich gekämpft, nie aufgegeben und ein erster Schritt in eine erfolgreiche Zukunft mit einigen Tränen und viel, viel Freude hinter sich gebracht!

Bericht von Hansruedi Rohner

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