Heimspieltag U11 - "Protokoll" 04.09.2016

Da jeweils unzählige Augen auf einen solchen Spieltag gerichtet sind, entstehen natürlich auch verschiedene Blickwinkel. Für unsere Freunde der lockeren Unterhaltung ist nun auch ein Bericht in einer etwas anderen Betrachtungsweise entstanden. Viel Spass!

Handballfoto

08.00 Uhr

Emsiges Treiben. Der schmucken Wühre wird der letzte Glanz verliehen. Kleinere Handballtore auf einem, Streethandballtore auf dem zweiten Feld warten etwas unruhig auf die ersten Bälle, die ihre Netze strapazieren werden. Zur Freude der ersten, meist schon leicht nervösen Eltern, ist der Duft frisch gemahlener Kaffeebohnen deutlich auszumachen. "Ich möchte die Nummer 7", "die Nummer 7 geht dir bis zu den Fussknöcheln", "hier hast du Nummer 4" - "Schade, aber ich wachse in die 7". Das Verteilen der Leibchen und Hosen wird für die Teamverantwortlichen ein wahres Geduldsspiel, im Verlauf des Tages aber abgelöst von Schuhe schnüren, Tränen trocknen, auf Fairplay hinweisen, Jubel geniessen und vor allem immer wieder die richtige Taktik fürs nächste Spiel finden.

08.30 Uhr

Schiedsrichter werden instruiert, Zeitnehmer auf die Tücken ihres Amtes hingewiesen und Buffetdamen mit der Tatsache konfrontiert, dass sich Butter aus dem Kühlschrank gar nicht gut eignet, um auf die Sandwichbrote gestrichen zu werden. Die verschiedenen Fangemeinden treffen ein. Suchende Blicke, ob ihre Schützlinge die Leibchen richtig herum tragen, die Schuhe geschnürt sind und etwas darauf hindeutet, dass heute ein guter sportlicher Tag werden kann. Muntere Stimmung, viel Fröhlichkeit, die Uhr zeigt…

09.00 Uhr

Pünktlichkeit ist viel Wert, was einigen der noch in Nebenbeschäftigungen hängen gebliebenen Protagonisten beim Sirenenton und damit dem Startschuss zum Minihandball Spieltag, erst richtig klar wird. Neue Matchuhr, neue Handhabung, viele Sirenentöne, wenig laufende Uhr und der Wunsch, das alte Modell würde doch wie von Geisterhand hergezaubert wieder dastehen, der einzige, etwas unangenehme Misston, der dem guten Turnier aber keinen Abbruch tat, sei an dieser Stelle abgehakt. Minuten und Sekunden spielten eine sekundäre Rolle, Die Lust den Ball ins Tor zu werfen, als kleiner Held dazustehen, mit der Mannschaft einen Sieg zu feiern, das Resultat aus des Schiedsrichters Mund als erste zu hören; alles versank in der Welt spielender Kinder.

Handballfoto

09.30 Uhr

Dass Appenzeller Dialekt die vorherrschende Sprache sein würde, mag nicht überraschen, dass sich auf den Spielfeldern aber die grosse Zahl von 4 Mannschaften in rotweissen Leibchen den Gegnern stellen würden, ein Zeichen für grosse Handballbegeisterung. Einerlei ob blau, gelbschwarz oder mit zu langen schwarzen Hosen, nach den ersten Partien, die ganz knappe Entscheidungen und damit noch etwas grösseren Jubel oder eben etwas bedrücktere Mienen hervorbrachten, beherrschten rote Gesichter die Spielfelder und mitfühlende oder stolze Eltern die Tribünen. Eifer, Einsatz, Engagement und die damit ideal verbundene Spielform Streethandball, brachten herrliche Spiele hervor. Das Resultat, eine Momentaufnahme, die spätestens beim nächsten Griff nach einem herumliegenden Ball vergessen war. Zum guten Gelingen des Streeethandball-Turniers trug auch die geschickte Mannschaftseinteilung der Trainer und Trainerinnen Appenzells bei. Sie hatten es verstanden, vier praktisch gleichstarke Mannschaften ins Turnier zu schicken (Appenzell 4 wird nächstes Mal massiv verstärkt, hat der Trainer versprochen!), sodass sich äusserst attraktive, recht hochstehende Spiele ergaben. Neben Appenzell durfte sich auch Arbon und Fides dem Siegestaumel hingeben.

11.00 Uhr

Grössere Bälle, grössere Tore, ein riesig scheinender Kreis, der dich nicht zum Tor lässt, eben einfach etwas mehr Handball. Die ersten Partien in der Kategorie «Fortgeschritten» zeigen auf, dass schon viele richtig gut Handball spielen, einige die Regel noch nicht ganz im Kopf haben und eine recht grosse Gruppe viel lieber Streethandball spielen würde. Es geht teils richtig zur Sache, Tore das Mass aller Dinge. Für die Schwächeren gibt es höchst selten eine ausgleichende Gerechtigkeit. Immer wieder erstaunlich, wie lange Trainer brauchen, bis sie einen Spieler vom Feld nehmen, damit der klar schwächere Gegner auch noch zu einem Torerfolg kommt. 13:1 statt 13:0 kann in Kinderköpfen eine Erfolgsgeschichte sein.

Handballfoto

12.00 Uhr

Die Butter ist jetzt weich, das Brötchen streichen läuft wie geschmiert. Das Verlangen nach Verpflegung und Tranksame spitzt sich zu. Am Buffet kann jede fleissige Hand gebraucht werden. Es muss vorwärts gehen, das nächste Spiel wartet, der nächste Applaus steht kurz bevor. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer - unersetzlich für jeden Verein - sie tun’s immer mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht. Heute hinter dem Buffet, nächsten Samstag stehen sie wieder im Rechteck, kämpfen um Meisterschaftspunkte und freuen sich über die Anfeuerungsrufe der Kleinsten von der Tribüne. Heute aber sind die Kleinen einen Tag lang die ganz Grossen.

15.30 Uhr

Die Halle geniesst die wiedergewonnene Ruhe. Notbeleuchtung. Tische verräumt, Abfalleimer geleert, Duschen und Garderoben abwartsgerecht hinterlassen, die Kiosklade hat sich gesenkt. 3 letzte Kuchenstücke werden heute Abend in einer Familie noch ein letztes Mal Erinnerungen heraufrufen. Die Alphatiere ziehen Bilanz. Zufriedenheit herrscht. Was nächstes Jahr besser gemacht werden kann kommt zur Sprache und dass es nichts Dankbareres geben wird, als dieser Minihandball-Spieltag mit diesen vielen roten Köpfen und glänzenden Augen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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