MU19 unter ihren Möglichkeiten11.02.2017

Nach einem enttäuschenden Auftritt verliert die MU19 ihr Meisterschaftsspiel gegen den HC Flawil mit 19:23 Toren.

Es sei vorweggenommen, der junge Neu-Schiedsrichter bot eine ausgezeichnete Leistung, überzeugte durch gute Regel-Interpretationen und meinte es in einigen Situationen sogar noch gut mit den Gastgebern. Es war daher von Seiten der Spieler gar nicht angebracht, seine Pfiffe andauernd, teils recht hämisch, zu kommentieren. Grad in dieser «Week of the Referee», wo zu mehr Respekt gegenüber der Spielleiter aufgerufen wird, wäre ein anderes Verhalten wünschenswert gewesen. Und sowieso, die Appenzeller Spieler hätten ihre Energien besser in den Match investiert, denn etwas mehr Engagement und Kreativität hätte das Spiel des Handballriegen-Teams locker vertragen. Schon die ersten paar Minuten zeigten auf, dass an diesem Nachmittag die Lauffreudigkeit, das Spiel ohne Ball nur von den St. Gallern praktiziert wurde. Neben einer hohen Dosis an Nervosität setzte Appenzell zu oft auf eigensinnige, sich immer wiederholende Versuche torgefährlich zu werden. Flawil durchschaute das Vorgehen des Gegners und hatte ein Leichtes, die Angriffe zu entschärfen, sah aber auch auf der Torhüterposition die klaren Vorteile auf seiner Seite. Appenzell konnte immerhin in der Defensive den Gegner in die Schranken weisen, zumindest 15 Minuten lang, danach fanden die Gäste den Schlüssel zum Torerfolg, agierten vor allem über die Flügel- und die Kreisposition erfolgreich und konnten sich erstmals klar absetzen. Die beste Phase im Spiel der Appenzeller bekam man in der 20. – 30. Minute zu sehen. Endlich wurde auch ohne Ball in die Lücken gelaufen, was zu guten Chancen und dadurch auch zu schönen Toren führte. Flawil liess merklich nach, machte die Räume nicht mehr so eng und sah sich zur Pause plötzlich mit 10:9 im Hintertreffen.

Auf die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit hätte man eigentlich aufbauen können, doch Appenzell schaffte es nicht, diese guten Momente in den zweiten Durchgang mitzunehmen. Vieles bleib weiterhin Stückwerk und dazu kam äusserst ungeschicktes Verhalten in der Verteidigung, was eine Flut an 2 Minutenstrafen nach sich zog. Flawil dagegen konnte sich nochmals steigern, liess den Ball immer gut und schnell laufen und blieb seiner Linie treu: die Kreis- und Flügelabschlüsse blieben gefährlichste Waffe der Gäste. Zudem verstand auch des Gegners Torhüter weiterhin sein Geschäft, was schliesslich die Partie in der 50. Minute beim Spielstand von 13:18 in vorentscheidende Bahnen lenkte. Die vielen Strafen sowie eine mangelnde Chancenauswertung liessen auch in der Schlussphase wenig Hoffnung auf einen positiven Abschluss aufkommen. Flawil liess sich nicht mehr nervös machen, kontrollierte die Partie und fuhr den 19:23-Sieg sicher ein. Appenzell dagegen hat es versäumt, nach dem überragenden Auftritt in Kreuzlingen dem Heimpublikum das Sonntagsgesicht zu zeigen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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