MU19 sorgt für ein überraschendes Ergebnis28.01.2017

Im dritten Aufeinandertreffen dieser Saison landet die MU19 der Handballriege gegen den HSC Kreuzlingen auswärts endlich den ersten Sieg. Mit 21:23 Toren bezwingt man den heimlichen Favoriten dieser Finalrunde etwas überraschend.

«Es war einfach nur ein gutes Spiel unsererseits!» Trainer Reto Valaulta strahlte nach dem grossen Coup über das ganze Gesicht. Und das Resultat durfte nicht als selbstverständlich hingenommen werden, denn im Verlauf der Partie hatte sich vieles gegen Appenzell verschworen, was sich dann aber auch wieder als Glücksfall herausstellen sollte. Unter anderem musste Teamstütze Fabrice Oberle schon nach wenigen Minuten mit einer Fingerverletzung die Segel streichen. Seine Flügelposition nahm der gelernte Kreisläufer Nando Camenisch ein. Es sollte sich als Segen erweisen, denn seine Flügeltore machten irgendwann den Unterschied aus. Es war aber nicht nur diese Tatsache, die das Pendel auf Appenzeller Seite fallen liess, sondern die überragende Arbeit vor dem eigenen Tor, mit zwei Torhütern, die mit ihren «big saves» dem Gegner den Zahn zogen. Einem Gegner, der mit einem Junioren-Nationalspieler und 1. bzw. 2. Liga erprobten Talenten den Unterschied ausmachen wollte. Es sah dann zu Beginn der intensiven Partie auch danach aus, als könnten das Heimteam wie in den vorherigen Partien mit einem Schnellstart den Gegner auf dem falschen Fuss erwischen. Diesmal liess sich Appenzell aber nicht auf Distanz bringen. Hartnäckig hielt man sich im Windschatten des Gegners und konnte in der 10. Minute sogar erstmals in Führung gehen, was den Thurgauern sichtlich nicht behagte. Auch die Tatsache, dass ihnen das Leben durch hart aber fair einsteigende Gäste schwergemacht wurde, nahm ihnen etwas die Präzision, die zwischen Tor und Goalieparade entschied. Der Match ging in die Phase, als die Führung mehrmals wechselte, eine äusserst attraktive Tatsache für die Zuschauer, für die Trainer und Spieler hingegen nervenaufreibend. Appenzell tat etwas gegen diese unangenehme Spielentwicklung. Sie nahmen das Zepter noch resoluter in die Hand und setzten sich durch ihre Hartnäckigkeit und einer weiterhin überragenden Arbeit vor dem eigenen Tor in der 24. Minute erstmals mit 3 Toren ab. Es sollte das letzte Mal sein, dass die Führung wechselte, denn von diesem Moment an blieb es in den Köpfen der Spieler haften: dieses personell überlegene Kreuzlingen konnte gebodigt werden.

Die Lust auf den Sieg prägte auch Halbzeit zwei. Kreuzlingen lief immer einem Rückstand hinterher, Appenzell konnte immer dann, wenn es kritisch wurde etwas zulegen. Es war eine reife Leistung, was die Gäste in Halbzeit zwei boten. Mit dem Glauben an den Sieg, der mit Fortdauer der Partie immer greifbarer wurde, gelangen vor allem in der Verteidigung Aktionen, die den Unterschied ausmachten. Es wurde noch einige Male etwas kritisch, immer dann, wenn Kreuzlingen bis auf zwei Tore herankam. Dies waren aber auch die Spielphasen, wo das Team der Handballriege kühlen Kopf bewahrte und jeweils sofort reagieren konnte. In den letzten paar Minuten wickelten die Innerrhoder den Sieg in trockene Tücher, kamen nicht mehr in Gefahr, die beiden Punkte aus der Hand zu geben und feierten mit dem Schlusspfiff einen nie erhofften Sieg gegen einen Gegner, der am heutigen Tag vor allem in den Angriffsbemühungen eingebremst wurde. Mit dieser Toppleistung unterstrich die MU19 ihre Ambitionen, diese Finalrunde ganz vorne in der Tabelle abzuschliessen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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