MU19 mit Kampfgeist bis zum bitteren Ende17.12.2016

Im alles entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Inter-Kategorie forderte die MU19 der Handballriege dem favorisierten Gegner SG Wädenswil/Horgen bis zur letzten Sekunde alles ab. Mit 22:20 blieb das glücklichere Ende beim Gegner.

Ein einziges Spiel sollte darüber entscheiden, ob man ab Januar in der zweithöchsten Schweizer Liga spielen würde, oder eben nicht. Schon allein diese Tatsache brachte eine gewisse Brisanz in die Partie zwischen den Routiniers der SG Wädenswil/Horgen und dem TV Appenzell. Kam hinzu, dass vor allem altersmässig ein weiterer Pluspunkt beim Gegner lag, stellte doch das Team des TV Appenzell die jüngste und damit auch unerfahrenste Mannschaft in dieser Meisterschaft. Dies alles war aber beim Anpfiff des Spiels vergessen und schon nach wenigen Minuten wurde klar, dass sich hier zwei Mannschaften auf Augenhöhe um das letzte, begehrte Ticket duellierten. Es wurde eine erstklassige und spannende Begegnung. Vom Appenzeller Trainer Reto Valaulta war schon im Vorfeld zu vernehmen, dass nur mit grösster Kampfkraft und unbändigem Siegeswillen mehr als ein ehrenvolles Resultat zu erreichen war. Seine Jungs waren leidensbereit, was vor allem in der Defensive zu erkennen war. Die Mannschaft stand kompakt, stopfte die Lücken und liess dem Gegner keinen Platz. Da war nichts von Dienst nach Plan zu sehen, da wuchs ein Team an jeder guten Verteidigungsaktion und wurde stärker und stärker. Der Gegner, sichtlich überrascht von der grossartigen Gegenwehr, konnte die spielerischen Mittel nicht auspacken, mit denen das Appenzeller Bollwerk zu knacken gewesen wäre. Im Angriff liessen die Innerrhoder etwas das überraschende Passspiel zu den Flügeln vermissen und kamen zudem aus dem Rückraum nicht so zur Geltung wie auch schon. Daher blieb die Torausbeute bei den Gästen auch eher mager.

Grad in der 1. Halbzeit wäre es möglich gewesen, sich deutlicher abzusetzen, was der Partie vielleicht eine andere Richtung gegeben hätte. So aber war in der Halbzeit noch keine Entscheidung gefallen, das Kopf an Kopf Rennen ging weiter. In Durchgang zwei suchten beide Mannschaften die Entscheidung, wobei Appenzell nach einer roten Karte etwas den Faden verlor und den Gegner bis auf 4 Tore davonziehen lassen musste. Es war dann aber wieder dieser unbändige Kampfgeist, der die Aussenseiter zurück ins Spiel brachte. Weder Krampferscheinungen noch Verletzungen konnten den Endspurt des Handballriegen-Teams stoppen. Kurz vor Abpfiff, beim Spielstand von 20:21 Toren, war man nochmals ganz nahe dran, hätte ein Tor erzielen können, tat es aber nicht. Das Heimteam gewann gegen einen total ausgelaugten und enttäuschten Gegner, der alles versucht und alles gegen hatte. Es waren zum Schluss Kleinigkeiten, die das hochstehende Spiel entschieden haben. Da ein kleiner Fehler, dort etwas Pech und schon kippte das Pendel auf die andere Seite. Auf den ersten Blick eine Enttäuschung, beim genaueren Hinsehen darf sich die Handballriege über eine junge Mannschaft freuen, die in einem Jahr in gleicher Besetzung wieder hier stehen wird und dann wird die Zeit für eine Inter-Qualifikation reif sein.

Bericht: Hansruedi Rohner

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