MU19 mit Licht und Schatten03.12.2016

Nach einem fulminanten Start schlägt der TV Appenzell den SC Frauenfeld mit 27:19 Toren. Im Hinblick auf das Barragespiel bleibt aber noch einiges zu tun.

Nach 16 Minuten, beim Spielstand von 12:2 sah alles nach einer grossen Show der ältesten Juniorenmannschaft der Handballriege aus. Vor allem wenn Appenzell den Ball schnell laufen liess, was sie in den Anfangsminuten häufig taten, deckten sie die Schwächen der Gäste gnadenlos auf. Vor allem in der Innenverteidigung agierten die Thurgaurer zu langsam, verschoben sich schlecht und liessen den Angreifern zu viele Freiräume. Nach 10 Minuten Spielzeit passte sich Appenzell etwas dem fehlerhaften Auftritt der Gäste ein, baute den einen und anderen technischen Patzer ein und nahm es mit der Präzision nicht mehr so genau. Im Defensivkonzept der Innerrhoder wurde vor allem die rechte Seite nicht mehr mit der nötigen Aufmerksamkeit bedacht. Diese Flügeltore brachten Frauenfeld besser in die Partie und nach dem ersten Penaltytreffer in der 23. Minute sah der Spielstand (13:6) doch etwas freundlicher aus. Auch im weiteren Verlauf des Matches viel auf, dass Appenzell in der sehr offensiven 4:2-Verteidigung nicht immer sattelfest agierte. Gleichzeitig hatten sich die Gäste jetzt besser auf die Angriffe der Appenzeller eingestellt. In der Vorwärtsbewegung stiess das Team von Trainer Reto Valaulta immer mehr auf erfolgreiche Gegenwehr. Das Toreschiessen wurde zu einem rechten Geduldsspiel in dem sich die Appenzeller nicht richtig wohl fühlen wollten. Kurz vor der Pause holte Torhüter Marco Räss zwei wichtige Bälle, sodass mit einem beruhigenden 6 Tore-Vorsprung der Pausentee rief.

Wer sich für Halbzeit zwei einen Start wie zu Beginn erhofft hatte, der wurde enttäuscht. Das Spiel wurde härter, die ersten Strafen fielen, die Partie plätscherte dahin, wenig reich an Höhepunkten. Appenzell zeigte weiterhin Schwächen in der Defensive, liess den Gegenspielern viel Freiraum, den sie auch oft gekonnt nutzten. In der 42. Minute verkürzte Frauenfeld auf 19:14 Toren um postwendend wieder zwei Tore zu erhalten. Während die meisten Appenzeller Spieler etwas lethargisch ihre Angriffe vortrugen, ihre schlecht gezielten Torschüsse meist vom Torhüter gehalten oder vom Aluminium gestoppt sahen, liess Linkshänder Raphael King seine Abschlussqualitäten ein ums andere Mal aufblitzen. Praktisch im Alleingang hielt er den Vorsprung seines Teams auf der sicheren Seite. So kam das Heimteam dann doch noch zu einem sicheren 27:19 Sieg. Bevor es in zwei Wochen zum alles entscheidenden Barragespiel gegen die SG Wädenswil/Horgen kommt, muss die MU 19 am kommenden Samstag aber zuerst noch die Meisterprüfung gegen den Tabellenleader SV Fides ablegen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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