MU19 mit starkem Auftritt19.11.2016

Eine dezimierte MU19 der Handballriege zeigt auswärts gegen die HSC Kreuzlingen einen engagierten Auftritt. Zufriedene Gesichter trotz der 29:25 Niederlage.

«Heute hat mir die Mannschaft richtig Freude bereitet!» Eine auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Aussage von Trainer Reto Valaulta nach der Niederlage gegen Kreuzlingen. Wenn man die Umstände aber etwas genauer betrachtet, überrascht die Freude nicht. Gegen die vermeintlich übermächtigen Thurgauer musste Appenzell verletzungsbedingte Absenzen verkraften, konnte nicht auf die Dienste ihres Topscorers Rouven Inauen zählen und vermasselte die Startminuten. Spielerisch gelang den Appenzellern der Einstieg in die Partie perfekt. Nur wurden die aus gekonnten Passfolgen resultierenden Chancen nicht genutzt, ja teils kläglich vergeben. Die ersten drei Abschlüsse wurden allesamt eine Beute des gegnerischen Torhüters, der schon nach etwas mehr als 2 Minuten ein kleiner Held war. Wie man es besser machen kann, demonstrierte das Heimteam. Ihre wuchtig abgeschlossenen Angriffe führten zu Toren, sodass nach 5 Minuten ein 3:0 von der Anzeigetafel leuchtete. Das Team der Handballriege liess sich durch den Fehlstart und den daraus resultierenden Rückstand nicht beunruhigen. Warum auch, sie hatten nichts zu verlieren. Dieses Gedankengut begleitete sie über die ganze Spielzeit. Sie begannen Paroli zu bieten. Dass das erste Tor über die rechte Seite fiel war kein Zufall, dass dieses von Ramon Inauen erzielt wurde ebenfalls nicht. Der rechte Flügel hat sich in den letzten Spielen stark verbessert, strotzt vor Selbstvertrauen und riss seine Kollegen mit. Es entwickelte sich eine äusserst unterhaltsame Partie, die in der 13. Minute beim Spielstand von 5:5 wieder neu beginnen konnte. Wieder waren es dann aber die Appenzeller, die einige wenige Fehler mehr einstreuten, und so dem spielbestimmenden Trio von Kreuzlingen wieder etwas Luft verschaffte. Bis gut 3 Minuten vor der Pause liessen sich die Gäste nicht mehr abhängen. Es wurde gekämpft, gelitten und gejubelt. Kurz vor der Pause leistete sich Appenzell einige Fehlschüsse zu viel. Kreuzlingen konnte eine Vorentscheidung herbeiführen, ging mit einer 4 Tore-Führung (17:13) in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff herrschte zuerst etwas Torflaute. Appenzells technische Fehler taten weh, hatten aber keine Folgen, da Torhüter Ibrahim Gagulic sein Team mit Klasse-Paraden im Rennen hielt. Der Rückstand der Gäste pendelte sich in der Folge bei 4 Toren ein. In der 43. Minute -wieder war es Ramon Inauen- kam man auf 21:18 Toren heran. Appenzell liess den Gegner wissen, dass diese Partie noch nicht entschieden war. Die Ausnahmespieler von Kreuzlingen liessen sich aber nicht nervös machen. Wenn ein Tor gebraucht wurde, dann schossen sie eines, sodass die Innerrhoder, die weiterhin sehr viel arbeiteten, nie in Schlagbereich kamen. Trotz der 29:25 Niederlage verdiente sich das Team der Handballriege beste Noten. Die Mannschaft scheint gerüstet zu sein, wenn es am 17. oder 18. Dezember zum alles entscheidenden Barragespiel (voraussichtlich in Horgen gegen die SG Wädenswil/Horgen) um den Aufstieg in die Interklasse geht.

Bericht: Hansruedi Rohner

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