MU19 siegt am Ende klar 22.10.2016

Nach anfänglicher Mühe kam die MU19 der Handballriege im Heimspiel gegen den HC Amriswil zu einem klaren 34:24 (16:14) Sieg.

Es waren grad einmal 25 Sekunden gespielt und schon traf ein Gästespieler völlig freistehend zum 0:1. Eine Szene, die sich in der ersten Halbzeit noch einige Male wiederholen würde. Appenzell liess es in der Verteidigung an Übersicht und gutem Stellungsspiel missen. Amriswil dagegen musste nicht zweimal gebeten werden. Sie suchten immer wieder mit viel Elan den direkten Zweikampf und nutzte die sich bietenden Chancen sehr gut. Das Heimteam dagegen wirkte auch in den Angriffsbemühungen etwas schwerfällig, setzte zu oft auf Einzelaktionen, statt mit den bewährten, schnellen Ballstafetten Räume für erfolgreiche Abschlüsse zu schaffen. Viel zu selten, wie beim Tor zum 3:3, wurde ohne Ball in die Tiefe gelaufen. Es brauchte, wie schon im Hinspiel, einige gute Paraden von Torhüter Ibrahim Gagulic, um seinem Team etwas Luft zu verschaffen. In der 11. Minute konnte sich Appenzell mit zwei Längen zum 6:4 absetzen. Unaufmerksamkeiten in der Defensive – Abpraller landeten zu oft in den Händen des Gegners- brachten Amriswil aber postwendend zurück in die Partie. Sie konnten Mitte der ersten Halbzeit ausgleichen und setzten gleich noch einen drauf. Appenzell kam zu oft einen Schritt zu spät und rannte bald schon einem Rückstand hinter her. Das Spiel wurde etwas ruppiger, Strafen im Minutentakt ausgesprochen. Die Partie blieb ausgeglichen. Zum Glück für die Heimmannschaft, waren es nun die Gäste, die beste Chancen ausliessen. Dies war dann gegen Ende der ersten Halbzeit ein Weckruf für die Appenzeller, die zwar in der Verteidigung immer noch nicht das gute Rezept gefunden hatten, im Angriff aber den Ball länger hielten, mit mehr Geduld auf die guten Chancen warteten. Ein Doppelschlag kurz vor dem Pausenpfiff stellte die Weichen in eine gute Richtung. Das Team der Handballriege konnte auf eine 16:14-Pausenführung bauen. Eine erste Halbzeit, in der Appenzell viele Schwächen in der Defensive offenbarte, nach einer Anlaufzeit aber wenigstens im Angriff seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellte.

Schon kurz nach Wiederanpfiff liess der etwas unsicher und kleinlich pfeifende Schiedsrichter die nächsten Strafen (bis zum Schluss sollten 13 Zweiminuten das Matchblatt zieren) folgen. Zuerst traf Amriswil in Unterzahl, danach liess Appenzell mit nur 4 Feldspielern einen Doppelpack folgen und nahm den Gästen etwas den Wind aus den Segeln. Ganz konnte man sich aber nicht absetzen, musste den Gegner immer wieder herankommen lassen. Das Spiel des Heimteams, nun auch in der Defensive, konnte sich jetzt sehen lassen. Obwohl nur eine ganz dünne Auswechselbank zur Verfügung stand, drückte man aufs Tempo, lief viel und brillierte mit einigen sehr schönen Ballstafetten. Amriswil ging ab der 44. Minute etwas der Schnauf aus. Auf die schön herausgespielten Tore der Appenzeller konnten sie nicht mehr reagieren und mussten in der Schlussphase doch noch eine deutliche Niederlage hinnehmen. Das Heimteam zeigte nochmals das wahre Können und wusste zu begeistern, darf aber, trotz des klaren 34:24 Sieges, die Augen vor dem nicht immer sattelfesten Defensiv-Auftritt in der ersten Halbzeit nicht verschliessen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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