MU19 unterliegt in dramatischem Spitzenkampf03.03.2012

Im fnften Finalrundenspiel musste die MU19 der Handballriege gegen Arbon mit 31:30-Toren zum ersten Mal als Verlierer zum Platz. ber Sieg und Niederlage entschied das gewisse Quntchen Glck, das dieses Mal in letzter Minute auf die Seite des HC Arbon fiel.

Die Affiche Arbon gegen Appenzell bietet immer Spannung und Dramatik von der ersten bis zur letzten Sekunde. Auch dieses Mal sollte die Begegnung halten, was sie im Vorfeld versprochen hatte. Fr Arbon stand enorm viel auf dem Spiel, hatten sie doch gegen Fortitudo Gossau einen schwcheren Tag eingezogen und mussten in der heimischen Halle vor dem fanatischen Publikum gewinnen, um sich nicht schon frhzeitig aus dem Titelrennen verabschieden zu mssen. Vor dem Anpfiff htte man eine Stecknadel auf den Boden fallen hren, so konzentriert warteten die beiden Mannschaften und ihre Fangemeinden auf den Spielbeginn. Und als dann der meist gut disponierte Schiedsrichter die Protagonisten aufeinander los liess, da ging die Post so richtig ab. Die Spieler schenkten sich nichts und versuchten sofort den Gegner mit kraftvollem, schnellem Spiel zu beeindrucken. Dabei konnte Arbon auf sein Kollektiv mit berragenden Einzelakteuren vertrauen; die sicheren Schtzen trafen von Anbeginn weg przise in die gegnerischen Maschen. Appenzell konnte sich in den Anfangsminuten nur mit Mhe den druckvollen Angriffen der Arboner erwehren. Gleichzeitig agierten die Appenzeller aber im Angriff ebenfalls sehr effizient, sodass sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Nach 4 Minuten nahm das Spiel eine unglckliche Wende. Rckraumspieler Mario Broger musste nach einem Schlag auf die Nase das Spielfeld verlassen und fehlte der Mannschaft whrend mehr als einer Viertelstunde. An seiner Stelle rckte Kreislufer Fabian Sabljo in den Rckraum nach und gab dem Spiel vor allem im Angriff viele gute Impulse. Den Gsten gelang es sogar, sich mit 2 Toren abzusetzen. Leider wurde in dieser Phase das Defensivkonzept nicht konsequent angewandt. rgerliche Tore waren die Folge und pltzlich gerieten die Innerrhoder arg in Rcklage. Arbon kannte keine Gnade und zog bis zur Pause mit 17:14-Toren in Front.

Fr das Trainerduo war klar, dass in Halbzeit zwei die Verteidigungsarbeit deutlich verbessert werden musste. Was danach whrend dreissig Zeigerumdrehungen kam, wurde zum Wechselbad der Gefhle. Beide Mannschaften hielten den Matchball x-mal in den Hnden, sahen sich als Sieger und mussten sich im nchsten Moment ber vergebene Chancen rgern. Auf beiden Seiten wurde nichts unversucht gelassen, um Glcksgttin Fortuna auf ihre Seite zu zwingen. Appenzell nahm in der Defensive einige Vernderungen vor, liess unter anderem eine Manndeckung auf den strksten Arboner spielen und kmpfte sich zurck in die Partie. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung und legten noch einen Zahn zu. Das Tempo war bis zum Schluss horrend hoch und die Teams zeigten auf, ber welch krperliches Potential sie verfgen. Appenzell stand zwar am eigenen Kreis nicht immer unwiderstehlich, verfgte aber ber einen Torhter, der allen anderen die Show stahl. Dominic Herzog hielt unglaubliche Dinge, dirigierte die Verteidigung und spielte zwei Gegenstsse so genau in die Hnde von Sven Lmmler, dass er die Zuschauer zu Begeisterungsstrmen hinriss. Mehrfach hatte Appenzell die Chance, die Arboner von der Siegesstrasse zu drngen, doch jedes Mal wollte die Kugel nicht ins Tor fallen. Arbon befreite sich immer wieder geschickt aus der Umklammerung. Die Dramatik und Spannung in der Halle war frmlich greifbar. Die Spieler standen mehrmals mit dem Rcken zur Wand und fanden sich im nchsten Moment wieder in der Poleposition. Der Unterhaltungswert dieser Begegnung stieg bis in die Schlussphase steil nach oben, es sollte eine der Begegnungen werden, die als grosses Spiel in die Clubbcher eingehen sollte. Es wurde allen aber auch klar, dass ein solch intensives Spiel keinen Verlierer verdient hat. Eine Minute vor Schluss schrieb Arbon den Gsten eine grosse 2 auf den Rcken und lag beim Timeout der Appenzeller mit 31:29 Toren in Front. Doch auch 49 Sekunden vor Schluss glaubten die Innerrhoder noch an ihre Chance, was aufzeigt, welche Moral im Team steckt. Drei Aktionen sollten die dramatische Schlussphase prgen. Appenzell suchte sofort den Abschluss und traf prompt zum 31:30. Nach Wiederanpfiff konnte Arbon die offene Verteidigung der Rotweissen sofort berlaufen, scheiterte aber am nochmals brilliant abwehrenden Herzog. Appenzell durfte 20 Sekunden vor Schluss einen letzten Angriff lancieren. Etwas zu hastig wurde der Abschluss gesucht, das letzte Geschoss ging neben das Tor. Die Partie war zugunsten von Arbon entschieden. In den Gesichtern der Appenzeller war im ersten Moment riesengrosse Enttuschung abzulesen. Mit etwas Distanz darf aber attestiert werden, dass sie grossartig gekmpft haben, vieles richtig machten und am Schluss am fehlenden Glck gescheitert sind.

Bericht: Hansruedi Rohner

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