MU19 meldet sich zurück29.10.2011

Die MU19 spielt sich aus dem Tief und ist nach dem 26:23-Auswärtssieg gegen Bruggen wieder zurück im Kampf um die Meisterrunde.

Die Reaktion auf das schlechte Spiel gegen Vorderland hätte nicht eindrücklicher ausfallen können. Das Team der Handballriege zeigte im 4-Punktespiel gegen die St. Galler keine Nerven und legte los wie die Feuerwehr. Selten standen sie in der Defensive besser als in den Anfangsminuten. Da auch die Ausbeute im Angriff stimmte, lag das Heimteam nach nicht einmal einer Viertelstunde mit 2:8 im Rückstand. Warum Appenzell nach dem Time-Timeout des Trainers von Bruggen nicht mehr an sein Spiel vom ersten Viertel anknüpfen konnte, wissen die Geister. Vor allem die technischen und leichten Ballfehler häuften sich. Auch der Verteidigungsriegel stand nicht mehr so unwiderstehlich. Logische Folge: Bruggen holte im Eilzugstempo auf. Nutzte die Schwächen der Appenzeller kaltblütig aus und brachte die Gäste ernsthaft in Bedrängnis. Nachdem der Vorsprung innert kurzer Zeit bis auf zwei Tore geschmolzen war, fand Appenzell etwas besser ins Spiel und begann den Gegner wieder zu dominieren. Bis zum Pausenpfiff schien das Kräfte-verhältnis hergestellt, die Gäste liessen sich einen 17:13-Vorsprung gutschreiben. In Halbzeit zwei musste wieder eine klar verbesserte Abwehrleistung her, denn die 13 erhaltenen Tore waren für das sonst solid stehende Ensemble aus Innerrhoden klar zu viel.

Nach Wideranpfiff wurde schnell ersichtlich, dass Appenzell das Spiel früh entscheiden wollte. Defensiv standen sie wieder solid, das Tempo wurde hochgehalten und vorne, ja im Angriff gelang leider zu wenig. Durchschaubare Einzelaktionen, weiterhin eine ungewohnt hohe Fehlerquote und dazu noch viele, unnötige 2-Minutenstrafen hielten den Gegner im Spiel. 7 Minuten vor Schluss witterten die körperlich überlegenen St. Galler sogar die Chance einen Punkt zu ergattern. Hier muss dem Team der Handballriege zu Gute gehalten werden, dass sie auch beim Spielstand von 24:23-Toren nie nervös wurden und ihr Spiel bis zum Schluss (meistens nur noch zu fünft) durchzogen. Mit zwei wunderschönen Treffern übernahm Sili Fässler in den letzten Minuten die Verantwortung und sicherte Appenzell die beiden wichtigen Punkte. Neben der meist sehr gut stehenden Verteidigung stachen an diesem Nachmittag neben Sili Fässler, der aus drei Chancen drei Tore schoss, auch noch die beiden hervor-ragend haltenden Torhütern und auf der rechten Flügelposition Lukas Manser aus dem Kollektiv heraus. Frech und intelligent agierte der sonst eher zurückhaltende Manser auf seinem Posten, da macht einer seinen Knopf immer weiter auf. Appenzell gewann zum Schluss mit 26:23-Toren und auch wenn noch nicht alles eitel Sonnenschein ist, die Mannschaft hat nach zwei eher enttäuschenden Spielen ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben.

Bericht: Hansruedi Rohner

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