MU17 erlebt Ernüchterung im Derby 25.10.2016

Nach einem enttäuschenden Auftritt muss sich die MU17 gegen den Tabellen-Vorletzten TV Teufen zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben. Mit 23:22 Toren dürfen sich die Teufner über einen knappen aber verdienten Heimsieg freuen.

Was sich schon gegen Räterschen/Pfadi Winterthur und dann auch in der Partie gegen Büelen/Nesslau abzeichnete, wurde im Spiel gegen den Kantonsnachbar Gewissheit. Die Appenzeller haben den Elan aus den beiden ersten Meisterschaftspartien etwas verloren. Alle Achtung vor den kämpferischen Qualitäten des TV Teufen, die immer vom Glauben an einen möglichen Sieg angetrieben wurden, aber ein Team mit solchem spielerischen Potential wie jenes der Handballriege, darf nie und nimmer gegen den Nachbarn verlieren. Schon mit den ersten Angriffen des Heimteams konnten sich die Zuschauer mit der etwas laschen Einstellung der Innerrhoder in der Defensive gar nicht anfreunden. Gutes Stellungsspiel, schnelle Beine und energisches Einsteigen wurden vergeblich gesucht. Teufen hatte immer wieder leichtes Spiel, kam zu einfachen Toren von allen Positionen, vor allem aber aus dem Rückraum wurde ihnen durch die inexistente Verteidigung das Leben sehr einfach gemacht. Auch beim Spielstand von 10:6 (17. Minute) konnte man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass Appenzell den Ernst der Lage nicht richtig einschätzen wollte. Das Umschalten von Defensive in die Vorwärtsbewegung dauerte ewig. Schnelle Passfolgen, gute Laufbewegungen, druckvolle Stossbewegungen Richtung gegnerisches Tor waren Fehlanzeige. Dazu kam eine Chancenauswertung, die eines Spitzenteams nicht würdig war. Die letzten 10 Minuten vor der Pause brachte die Mannschaft der Handballriege mit einer offensiveren Verteidigung den Gegner etwas in Verlegenheit. Die letzte Konsequenz liess man aber auch in dieser Phase der Begegnung missen. Zudem blieb das Spiel nach vorne weiter harmlos. Teufen schnupperte an der Sensation, entschied die ersten 30 Minuten mit 12:10 Toren zu ihren Gunsten.

Auch der zweite Durchgang brachte wenig Licht und viel Schatten. Hüben und drüben streute man eine Vielzahl an technischen Fehlern ein. Spielfluss kam so nicht auf, es wurde ein Krampf, der nur noch von der Spannung lebte. Die Rezepte blieben die Gleichen. Teufen traf aus der Ferne an der passiven Verteidigung vorbei in die Maschen, Appenzell kam mit Einzelaktionen zum Erfolg. In der 53. Minute könnten die Gäste zum 19:19 ausgleichen und eine Minute später mit dem schönsten, flüssig vorgetragenen Angriff über mehrere Stationen, mit einem Tor vorlegen. Ein weiteres Gegenstosstor, ein knapper Übertritt, nie erlahmender Kampfgeist liess das Pendel aber wieder auf die andere Seite fallen. Teufen verdiente sich in den letzten zwei Minuten die beiden Punkte endgültig, brachte mit dem 23:22 Sieg einen der Favoriten zum straucheln. Für Appenzell muss die unerwartete Niederlage eine starke Reaktion auslösen. Viel Zeit bleibt nicht, in vier Tagen wartet das nächste Meisterschaftsspiel.

Bericht: Hansruedi Rohner

»Zurück zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk