MU17 mit Doppelschlag02.10.2016

Einen Doppelpack an Punkten holte sich die MU17. Am Samstag wurde zu Hause die SG Räterschen/Pfadi Winterthur mit 26:22 Toren geschlagen, am Sonntag folgte ein Sieg auswärts beim HC Büelen Nesslau mit 28:24 Toren.

Für den Auftritt vor heimischem Publikum hatten viele einen klaren Spielerlauf erwartet, konnte der Gegner bis dato doch noch keinen Zähler ergattern. Die Appenzeller in der Favoritenrolle erwischten einen guten Start, setzten die Winterthurer mit ihren schnellen, bewegungsreichen Angriffen massiv unter Druck und konnten sich sofort um einige Tore absetzen. Liessen sich die Appenzeller in den Anfangsminuten bezüglich Chancenauswertung nicht lumpen, scheiterte der Gegner oft mit schlecht gezielten Abschlussversuchen am gut disponierten Lars Köppel. Was sich schon in den letzten Partien abzeichnete, wurde auch in dieser Begegnung wieder deutlich sichtbar. Appenzell ist noch nicht in der Lage, eine Parforce-Leistung über eine ganze Halbzeit durchzuziehen. Die bis zur 15. Minute gute Torausbeute wurde von einer ganzen Menge Fehlversuche abgelöst. Zudem wurde auch in der Defensive etwas gar nachlässig agiert. Man stand zu weit weg vom Gegner, liess den guten Rückraumschützen zu viel Platz. Räterschen/Pfadi Winterthur fand die Moral und vor allem auch das Rezept für Torerfolge. Das Spiel wurde enger, spielte sich immer mehr auf Messer Schneide ab. Die Begegnung wurde hektischer, das letzte Tor mit der Pausensirene hätte genauso gut gegeben werden können. Der nicht immer sattelfeste Schiedsrichter tat es nicht. Appenzell ging mit dem kleinsten Vorsprung (11:10) zum Tee.

Auch in Halbzeit zwei änderte sich das Spielgeschehen nicht gross. Appenzell setzte auf spielerische Werte, die grossgewachsenen Winterthurer Angreifer auf Torerfolge aus der Distanz. Obwohl das Heimteam seine Defensivaufgaben besser erledigte, war man weiterhin zu oft zu weit weg vom Gegner. Räterschen/Pfadi Winterthur konnte nicht endgültig in die Knie gezwungen werden, weil man sich auch in der Vorwärtsbewegung zu wenig Zeit liess, die Angriffe immer wieder zu schnell und etwas planlos abschloss. Ihre Stärke, das spielerische Element, war nur selten zu sehen. Beide Mannschaften nahmen zudem viele Strafen, wobei einige gar kleinlich gepfiffen waren. Dass es zum Schluss für einen doch recht deutlichen Sieg reichte, lag unter anderem daran, dass der Gegner schon sehr früh den Glauben an den Sieg verlor und sich nicht mehr steigern konnte. Appenzell wahrte mit dem 26:22 Sieg seinen Platz an der Sonne und stand schon 15 Stunden später in Nesslau dem nächsten Gegner gegenüber.

…auch Büelen/Nesslau geschlagen

Mit dem HC Büelen/Nesslau wartete ein direkter, noch ungeschlagener Konkurrent auf das Appenzeller Ensemble. Die Tatsache, dass mit Tim Thür ein MU19 Spieler als Verstärkung mitgenommen wurde, liess andeuten, dass die Appenzeller einigen Respekt vor des Gegners Leistungsstärke hatten. Der Verlauf dieser Partie sollten diese Ängste aber nicht untermauern. Büelen/Nesslau war nur während der 1. Viertelstunde in der Lage ein erfolgsversprechendes Tempo zu gehen. Nicht überraschend, war es doch für einige Spieler schon die 4. Partie an diesem Wochenende. Wie schon am Vortag, wechselte bei der MU17 des TVA Licht und Schatten in kürzesten Abständen. Liess man über weite Phasen das gekonnte Zusammenspiel, die vielen Richtungswechsel und die überraschenden Pässe vermissen, konnte zwischendurch von der grossen Fangemeinde ein Hauch von Genialität bewundert werden. Den Appenzellern gelang der Start in die Partie äusserst gut, die Konzentration war hoch, die Chancenauswertung gut. Das hatten wir doch schon mal! Genau vor 15 Stunden. Und auch der weitere Verlauf glich dem Spiel vom Samstag. Die Fehler häuften sich, die Chancenauswertung liess vor allem von den Flügelpositionen zu wünschen übrig und in der Defensive wurden die Räume nicht eng genug gemacht. Die ablaufenden Flügel oder Kreisläufer des Heimteams hatten zu viel Platz, kamen zu oft zum Abschluss. Ab Mitte der ersten Halbzeit, als Büelen/Nesslau erstmals schwere Beine bekam, hätte man das Ding heimschaukeln müssen. Die tat man nicht, sodass der Gegner bis fast zum Schluss an seine Chance glaubte. Weil keine klaren Verhältnisse geschaffen werden konnten, kam wieder einmal etwas unnötige Hektik auf. Die äusserst korrekte Linie des Schiedsrichters trug dabei auch nicht zur Beruhigung bei. Appenzell gewann dieses wichtige Spiel dann doch noch recht deutlich, weil sich die spielerische Qualität, gepaart mit der individuellen Klasse gegenüber der etwas einfacheren Spielart des Gegners durchsetzte. Nach dem 28:24 Sieg bleibt Appenzell ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Bericht: Hansruedi Rohner

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