MU17 in Spiel mit viel Spannung und Dramatik 17.09.2016

Das Duell zwischen den beiden MU17 Mannschaften des TV Appenzells und dem HC Flawil hielt über weite Strecken, was man sich von einem Aufeinandertreffen dieser ewigen Rivalen versprechen durfte. Ein leistungsgerechtes 28:28 (13:14) stand am Schluss auf der Anzeigetafel.

In der Nachschau auf dieses Spiel darf darauf hingewiesen werden, dass die Begegnung zwischen dem TV Appenzell und dem HC Flawil ein Spitzenkampf zweier sehr starker Mannschaften war. Und dies von der ersten bis zur letzten Spielminute. Der Einstieg in die Partie gelang den Gästen aus Flawil ganz klar besser. Sie agierten in der Offensive wendig, zeigten dem Publikum gekonnte Auslösungen und überforderten die Defensive des Heimteams ein ums andere Mal. Vor dem eigenen Tor räumten sie sehr stilsicher auf, riegelten den Weg zum Tor ab. Nach knapp 8 Minuten lagen die Gäste mit 1:4 in Front. Das Team Timeout musste Appenzell in die Spur bringen. Die Auszeit verfehlte ihre Wirkung nicht, Flawil kam etwas aus dem Tritt. Appenzell stand nun in der Defensive etwas agiler, musste für den eigenen Torerfolg aber weiterhin sehr viel und hart arbeiten. Dies taten sie und konnten in der 11. Minute den Anschlusstreffer zum 3:5 verbuchen. In dieser Phase liess es Flawil an der notwendigen Geduld mangeln, schloss die Angriffe, zum grossen Ärger ihrer Trainerin, immer wieder überhastet ab. Auch hier musste in der 13. Minute das Mittel der Auszeit als Weckruf dienen. Ab der 20. Minute und Appenzells Treffer zum 8:9 sollte sich die Partie zu einem wahren Abnützungskampf entwickeln. Immer wieder wankte die eine, dann die andere Mannschaft, aber keine der Beiden wollte fallen. Nach einer hart gepfiffenen 2 Minutenstrafe gegen die Gäste, die Appenzell nicht nutzen konnte, zog Flawil mit zwei Längen davon. Doch schon zwei Minuten später -typisch für diese intensive Partie, die von Kampf und nicht von Taktik geprägt war- glich Appenzell wieder aus. Nach der Heimführung von 13:12 (27. Minute) und einer weiteren Möglichkeit mit einem Spieler mehr zu agieren, waren es die in Unterzahl Agierenden, die zum 13:13 ausglichen. Das diese dann sogar als Halbzeitsieger (14:13) in die Kabine gehen konnten, war auf einen recht hart gepfiffenen Strafstoss zurückzuführen.

Dort wo das Spektakel aufgehört hatte, ging es weiter. Kurz nach Wiederanpfiff wehrten sich 4 Flawiler äusserst erfolgreich gegen Vollbestand spielende Appenzeller. Sie hielten sich mit 15:16 Toren in Front. Angetrieben vom begeisternd mitgehenden Publikum schenkten sich die beiden Mannschaften nichts, ohne dass die Partie aber je ins Unfaire abdriftete. Ab der 41. Minute, einmal mehr stand es Unentschieden (19:19), machte es den Anschein, als könnte Appenzell mit dem ihnen eigenen, unbändigen Siegeswillen, das Spiel in Richtung zwei Punkte lenken. Flawils Torhüter, der wohl beste Spieler an diesem Nachmittag, hatte etwas dagegen. Er entschärfte zwischen der 40. Und 50. Minute ein halbes Dutzend an äusserst platzierten Schüssen und hielt so sein Team auf Kurs. Der Match lebte nun nicht mehr von schönen Spielzügen, sondern wurde durch viele Einzelaktionen geprägt. Jeder versuchte im Alleingang die Entscheidung zu erzielen. Etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss konnte sich Flawil nach einem der wenigen, geduldig aufgezogenen Angriffen in Halbzeit zwei mit 27:28 Toren in Front schiessen, vernachlässigte danach aber die Verteidigungsarbeit und kassierte im Gegenstoss den Ausgleich zum 28:28 Schlussresultat. Taktisch und teils auch spielerisch liess dieser Spitzenkampf einiges zu wünschen übrig. An Dramatik war die Begegnung dagegen nicht zu übertreffen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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