MU17 mit Glück und Können10.09.2016

Die MU17 liess sich in ihrem 1. Meisterschaftsspiel von körperlich hoch überlegenen Wiler Spieler nie den Schneid abkaufen und gewann mit dem Glück des Tüchtigen und dem Score von 34:31 (14:14).

Es war eine gute Juniorenpartie, die weniger von stilsicheren Verteidigungsaktionen, als von schönen Toren und einem ausgeglichenen, spannenden Spielverlauf lebte. Von der ersten Minute an drückten beide Mannschaften aufs Tempo und versuchten sich frühzeitig ein Polster zu erarbeiten. Wil setzte dabei auf ihre körperlichen Vorteile, Appenzell wusste mit spielerischen Elementen zu gefallen. Während der ersten 20 Minuten, beide Mannschaften hatten noch mit der Nervosität zu kämpfen, fiel auf, dass die Teams mit ihrer Spielweise -Wil aus der Distanz, Appenzell im Durchbruch und über den linken Flügel- zu einfachen Toren kamen. Beide Torhüter hatten Mühe mit den harten und präzisen Abschlüssen. Appenzell lag immer leicht in Front, zog dann aber vor der Pause eine schwächere Phase ein. Das Stellungsspiel in der Defensive wusste nicht immer zu gefallen. Dagegen konnte Wil vor dem eigenen Tor ein richtiges Bollwerk aufziehen, dass nicht mehr viele Abschlussversuche zuliess. Auch eine erste, fragliche 2 Minutenstrafe gegen die Gäste half dem Heimteam nicht viel weiter. Das Spielgeschehen glich sich aus und in der 27. Minute gingen die St. Galler erstmals in Führung. Appenzell liess nicht locker und so wurden beim Spielstand von 14:14 Toren die Seiten gewechselt.

Die erste Halbzeit hatte viel Kraft gekostet, man durfte also gespannt sein, wie sich die Mannschaft des TVA in den zweiten 30 Minuten verkaufen würde. Nach 3 Minuten in Durchgang zwei konnten schon wieder 6 Tore geschrieben werden. Für die Zuschauer attraktiv, für jeden Trainer mit Flair für Verteidigungssysteme Grund zum Kopfschütteln. Praktisch im Sekundentakt wurden Tore erzielt. Das einzig Konstante: keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Das Spiel wurde etwas härter und der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter hatte grösste Mühe, die Gemüter etwas zu beruhigen. Nach 40 Minuten stand es 21:21. Loris Zeller, der mit 12 Toren beste Appenzeller Angreifer, traf immer wieder über die Mitte, mit seinen präzisen Abschlüssen in die Maschen. Vor dem letzten Viertel der Partie häuften sich die Fehler, die Chancenauswertung liess nach, die Torhüter konnten vereinzelt glänzen. Das intensive Spiel hatte bei beiden Mannschaften Spuren hinterlassen, es gedieh zu einer reinen Willenssache, mit dem Grösseren auf Appenzeller Seite. In den letzten Minuten musste Wil durchs Band einem 2-Tore Rückstand hinterherlaufen. Dabei agierten sie mit zu wenig Cleverness, um das Heimteam nochmals in Verlegenheit zu bringen. Gegen ein starkes Wil feierte Appenzell einen erkämpften 34:31 Sieg und darf auf einen gelungenen Meisterschaftsauftakt zurückblicken.

Bericht: Hansruedi Rohner

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