MU17 setzt sich in Stammheim am Ende durch15.03.2014

Auf dem Papier war eigentlich alles klar, wer in Stammheim als Sieger vom Platz gehen wird. Oft kommt es aber anders als man denkt. Das Spiel war nichts fr schwache Nerven.

Bei den Zrchern handelte es sich um eine "Sternlimannschaft", was heisst, dass dieses Team einige ltere Spieler (Jahrgang 1996) zur Komplettierung einsetzt. Solche Mannschaften sind dann aber nicht medaillenberechtigt. Dieser erhhte Altersschnitt hatte auch Auswirkung auf die Robustheit und Grsse der gegnerischen Spieler. Das es auf dem Stammheimer-Parkett keine Spaziergnge gibt, mussten bereits andere Teams erfahren. Appenzell war also vor allem vor der individuellen Strke der Schlsselspieler gewarnt. Die Gste hatten sich als Ziel gesetzt, im Angriff mit Geduld und Przision seinen Toren zu kommen und in der Defensive mit Einsatz und guten Absprachen dem Gegner die Rume zuzumachen.

Handballfoto

Es machte zu Beginn der ersten Halbzeit den Eindruck, als ob nicht alle des TVA-Teams bei der Spielbesprechung dabei gewesen wren. In den ersten fnf Spielminuten wurde vor allem auf unserer linken Angriffsseite zu berhastet der Abschluss gesucht, was den ganzen Spielfluss hemmte und unntig Hektik aufkommen liess. "Mit dem Kopf durch die Wand" war gegen diesen Gegner die falsche Strategie. Denn das Team aus Stammheim konnte sich nicht nur auf ihre beiden individuell starken Spieler verlassen, sondern gefiel auch mit druckvollem und zgigem Angriffspiel. So wurde jede Unachtsamkeit von den Platzherren ausgenutzt, welche sich richtiggehend auf die Gsteabwehr einschossen. Da deren Mittelblock Schwchen zeigte, gelangen den Stammheimern so ganz einfache Tore. Dazu hatte unser Torhter zu Beginn Mhe an die gut platzieren Schsse heranzukommen. Nach zwanzig Minuten sah sich Appenzell mit 3:8 im Hintertreffen. Nun schienen aber endlich alle erwacht und zeigten Bereitschaft, sich zunehmend in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Aber auch in dieser Phase wurden einige schn herausgespielte Chancen vergeben und mit einem knappen Rckstand (12:13) ging in die Pause.

Mit zunehmender Spielzeit bekamen die Gste die bis dahin dominierenden Angriffsspieler besser in den Griff. Vor allem aber konnten die Zuspiele auf die Kreislufer verhindert werden. Dies fhrte dazu, das Stammheim in diesem Spielabschnitt meist leer ausging und der TVA zog bis vierzehn Minuten vor Schluss auf 19:15 davon. Sie hatten es vor allem ihrem Torhter Thomas zu verdanken, dass den Stammheimern bis dahin lediglich 2 Tore gelangen. Wer nun glaubte, der Mist sei gefhrt, wurde nach dem Timout des Gegners eines bessern belehrt. Die Zrcher stellten ihre Defensive um, was dazu fhrte, dass das TVA-Angriffsspiel in Stocken geriet. Diese taktische Massnahme zeigte seine Wirkung und die Angriffsspieler der Gste begannen nun aus allen Lagen und ohne zwingende Chance das gegnerische Tor unter Beschuss zu nehmen. Die vielen schwachen Abschlsse landeten meist in den Fngen des grossgewachsenen Stammheimer Torhters. Und wenn nicht abgeschlossen wurde, passierten Schrittfehler oder Zeitspiel. So bekam der Gegner nochmals eine Chance, schaffte das schier Unmgliche und kam Tor bis auf ein Tor heran. Fr Spannung war nun mehr als gesorgt. Auch auf der Tribne sahen sich Bea und Ernst einer bermacht gegnerischer Fans gegenber, denen sie mit lautstarken Anfeuerungsrufen bis zum Ende trotzten. Das der TVA trotzdem im Spiel blieb, war mit um ein Verdienst von Thomas, der einige 100%ige Chancen zunichte machte. Im Angriff tankte sich Arie, trotz Manndeckung einige Male unwiderstehlich durch. Auf dem Spielfeld wurde es nochmals richtig hektisch, als dem Gegner fnf Minuten vor Schluss der 25:25 Ausgleich gelang. Nach diesem Tor versuchte Teamchef Manser mit dem Teamtimeout die Lage in ihren Reihen zu beruhigen und die Mannschaft nochmals auf all ihre Strken einzuschwren. Nach dem Wiederanpfiff schien es aber nicht, als ob die Worte bei seinen Schtzlingen angekommmen wren, denn die Appenzeller versuchten ihr Glck mit der Brechstange. Dies fhrte dazu, dass dem Gegner im Gegenzug das Fhrungstor gelang. Nun war jeder aus den Innerrhoder Reihen nochmals gefordert. Die Spieler des TVA zeigten jetzt ihren wahren Charakter! In den letzten drei Minuten der Partie rauften sich alle nochmals zusammen und drehten den Spiess um. Nicht etwa Glck, sondern wahres Knnen und viel Wille fhrten dazu, dass sich nach dem Schlusspfiff jedermann im Gsteteam ber den 29:26 Auswrtserfolg freuen durfte.

Bericht: Alfred Manser

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