MU17 in Spitzenspiel auf höchstem Niveau26.02.2011

Zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten und Junioren-Handball auf höchster Stufe zelebrierten. Weinfelden präsentierte sich als spielstarke Mannschaft und forderte der MU17 des TV Appenzell alles ab. Es reichte gegen ein entfesselt aufspielendes Appenzell nicht. Die Gäste gingen mit 29:26 Toren als Sieger vom Platz!

Weinfelden, wie auch Appenzell mussten im Verlaufe dieser Finalrunde bereits eine Niederlage verkraften. So war vor dem Anpfiff dieser Partie klar, dass mit einer weiteren Niederlage eine Meisterschaftsmedaille in weite Ferne rücken würde. Von Nervosität war aber bei Spielbeginn nichts zu spüren. Beide Mannschaften präsentierten sich in hervorragender spielerischer Verfassung. Ab der ersten Sekunde wurde ein horrendes Tempo angeschlagen. Fehler waren nur bei genauem Hinsehen auszumachen und nur schon kleinste Stellungsfehler wurden kaltblütig ausgenutzt.

Appenzell liess sich in der ersten Viertelstunde nicht lumpen, stand in der Abwehr sehr solide und spielte im Angriff fantastisch auf. Mit unglaublichem Zug zum Tor buchten die Appenzeller aus jeder Lage. Ob aus dem Rückraum oder von den Flügelpositionen, die Gäste waren nicht zu bremsen und zogen bald schon mal auf 10:5 Toren davon. Dass auch Weinfelden über eine grossartige Mannschaft verfügt bewiesen sie in den darauffolgenden Minuten. Tor um Tor kämpften sie sich heran und die Partie wogte auf höchstem Niveau hin und her. Appenzell bewies während der ganzen Partie grosses Selbstvertrauen und liess sich in keiner Phase nervös machen. Sie stemmten sich gegen den Angriffswirbel der Thurgauer und konnten die Führung in die Pause retten. Ein komfortables 13:16 begleitete Appenzell in die zweite Hälfte

Wie schnell sich ein Vorsprung in Luft auflösen kann, bewies das Heimteam in den darauffolgenden Minuten. Während es Appenzell im Angriff an der Effizienz der ersten Hälfte mangeln liess und sich in der Verteidigung einige Löcher auftaten, legte Weinfelden ein Brikett nach, sie witterten ihre grosse Chance. Und in der 37. Minute war es soweit, Weinfelden konnte den Führungstreffer zum 17:16 bejubeln. Nun, wie gesagt, eine Klassemannschaft kennt keine Nervosität und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und zum Leid der Thurgauer ist Appenzell eine solche Mannschaft. Von der 40. bis zur 60. Minute machte Appenzell Werbung in eigener Sache. Es war als hätten alle die grosse Maurerkelle ausgepackt und in kürzester Zeit ein unüberwindbares Bollwerk vor dem eigenen Tor aufgebaut. Weinfelden biss sich an der rotweissen Verteidigung die Zähne aus und verzweifelte, denn Appenzell zeigte keine Schwäche mehr, spielte bis zur letzten Minute das hohe Tempo durch und liess sich den Sieg nicht mehr nehmen.

In den Schlussminuten überraschte Appenzell durch eine noch nie gesehene Ausgeglichenheit. Die Last des Torerfolges war auf viele Schultern verteilt, sodass die Heimmannschaft nie wusste, wo sie hin stehen sollen um die erfolgreichen Torschüsse der Gäste zu unterbinden. Einer der vielen Höhepunkte und bezeichnend für das Selbstvertrauen, das die Mannschaft trägt, waren die beiden letzten Tore. Andrin Büsser, in der Art eines alten Routiniers, liess sich nicht zweimal bitten und besiegelte das Schicksal der ambitionierten Thurgauer. Mit 29:26 Toren verbuchte Appenzell einen wichtigen Sieg in der Finalrunde. Es war ein Sieg einer grossartigen Mannschaft, die einmal mehr durch ihr starkes Kollektiv überzeugte. Mit diesem Sieg hat Appenzell einen weiteren Schritt Richtung Tabellenspitze getan und ist definitiv zurück im Titelrennen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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