MU17 verliert zum ersten Mal – eine Halbzeit!02.10.2010

Nach einer enttäuschend schwachen 1. Halbzeit (11:12) steigerte sich die Mannschaft markant und gewann zum Schluss gegen ein starkes Vorderland mit 29:23 Toren.

Die Erwartungen von Spielern, Trainern und der mitgereisten Innerrhoder Fangemeinde waren verständlicherweise gross, nachdem die Truppe in den letzten Spielen immer zu überzeugen wusste. Das morgendliche Training versprach viel, die Spieler präsentierten sich in grossartiger Spielfreude und waren für den Match gegen den Kantonsnachbarn bis in die Zehenspitzen motiviert. Doch es kam wieder mal so, wie es in den letzten Jahren meistens gekommen ist; Appenzell kann sich mit der Wies-Halle in Heiden nicht anfreunden! Einmal mehr war es, als würden die Beine beim Betreten der Halle schwerer und schwerer, als liessen sich die Arme nur mit grosser Mühe anheben um einen Ball präzise zu werfen! Statt das gewohnte, druckvolle, variantenreiche Angriffsspiel aufzuziehen, statt die Gegner in der Verteidigung gegen eine Mauer laufen zu lassen, gelang den Spielern wenig bis nichts. Es fehlte an allen Ecken und Enden. Da war zum Beispiel wenig von schnell vorgetragenen Angriffen zu sehen und gegen die Defensive der Innerrhoder konnte der Gegner schalten und walten, ohne auf grosse Gegenwehr zu treffen. Für die Klasse der MU17 sprach die Tatsache, dass trotz der schwachen Leistung die Führung immer wieder wechselte. Vorderland konnte sich bemühen wie sie wollten, mehr als eine 12:11 Pausenführung lag nicht drin.

Die Pausenpredigt der Trainer viel ruhig, kurz und sachlich aus. Jeder Spieler wusste ohne grosse Analysen, was es für die zweiten 30 Minuten geschlagen hatte. Nach Wiederanpfiff brauchte es noch einige Minuten, bis Appenzell die guten Vorsätze auf den ungeliebten Hallenboden bringen konnte, doch dann legten sie richtig gut los. Im linken Rückraum lief Mäthi Rempfler zur Höchstform auf. Wenn er nicht unwiderstehlich aufs Tor zog, spielte er fantastische Bälle zu den Flügel- und Kreisspielern. Zwar war die Defensive noch immer nicht über alle Zweifel erhaben - was wiederum den Torhütern Gelegenheit bot, sich mehrmals auszuzeichnen- doch dank des druckvolleren Angriffspiels brachte der Zwischenspurt die Appenzeller klar in Front. Vor allem der Variante mit zwei Kreisspielern hatte der Gegner nicht viel entgegen zu setzen. In dieser Phase konnte „Rotweiss“ vollends überzeugen. Schnelle und überraschende Passfolgen, herrliche Durchbrüche und viel Bewegung liessen die Appenzeller Handballherzen höher schlagen. Der Auftritt der MU17 war lange Zeit enttäuschend. Mit der klaren Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit konnten sie vieles vergessen machen. So blieben am Schluss 29 Tore für die Gäste, 23 Tore für Vorderland und die Feststellung, dass die Meisterschaft einige Favoriten auf den Titel kennt, einer davon ist Appenzell.

das Trainerteam

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