MU17 des HC Arbon zu stark für Appenzell27.03.2010

In einem hochstehenden, spannungsgeladenen Spitzenkampf holt sich Arbon dank eines 30:25-Sieges die Tabellenspitze wohl endgültig zurück.

Es war ein Spiel, das von frenetisch mitgehenden Fans und einer Verteidigungsreihe, die ein Hauch abgeklärter agierte als die Andere, geprägt wurde. Während der ganzen 60 Minuten herrschte im altehrwürdigen Stacherholz eine Stimmung, die eines Spitzenkampfes würdig war. Dass es ein Spitzenkampf auf Messers Schneide werden würde, war schon nach wenigen Minuten klar.

Appenzell erwischte den besseren Start, legte die ersten beide Tore vor, wurde aber sofort von Arbon gekontert. Bis zum Spielstand von 7:7 zeigte kein Team Schwächen. Etwas nachdenklich machte aber die Tatsache, dass Arbon mit einer sehr kompakten 6:0 Verteidigung das Angriffs-Leben der Appenzeller sehr schwer machte. Die Gäste mussten einen enormen Aufwand betreiben, um in aussichtsreiche Abschluss-Positionen zu kommen. Jedes Tor wurde hart erkämpft. Ab Mitte der ersten Halbzeit schlichen sich zudem Unstimmigkeiten in der Appenzeller Verteidigung ein. Die Seeländer kamen zu einigen einfachen Toren und schien sich abzusetzen. Doch nicht zum letzten Mal in dieser Partie kämpften sich die Gäste zurück. Einmal mehr bewies die jüngste Mannschaft dieser Meisterschaft, dass sie eine Partie nie aufgeben und bis zur letzten Minute kämpfen würden. Bis zum Pausenpfiff kam Appenzell auf zwei Tore heran und konnte den Schaden mit 11:13-Toren in Grenzen halten.

Arbon wusste um die Anlaufschwierigkeiten der Appenzeller nach dem Pausentee. Darum setzten sie nach dem Seitenwechsel alles daran, möglichst schnell die Entscheidung zu erzwingen. Vor allem Fabio Deplazes spielte im linken Rückraum eine Klassepartie und traf ein ums andere Mal. Die Platzherren zog klar davon, Appenzell schien am Boden. In dieser Phase rief aber Mario Broger sein grosses Potential ab und führte sein Team mit wichtigen Toren zurück ins Rennen um den Meistertitel. Appenzell schlich sich in den Windschatten von Arbon und liess den Gegner spüren, dass die Entscheidung noch nicht gefallen war. Nicht einmal, sondern mehrmals wurde das Heimteam unter Druck gesetzt, doch in den entscheidenden Momenten fehlte den Appenzellern das Quäntchen Glück. Zudem stand Arbon in der Verteidigung weiterhin hervorragend. Appenzell konnte die Abwehrreihen nur zum Wanken bringen, wenn sie ihr schnelles Kombinationsspiel zum Besten gaben. Dies gelang aber zu selten. Genau so wie die Effizienz der Kreisläufer zu wünschen übrig liess. Sie konnten nur selten mit gewünschten Bällen gefüttert werden. Und immer wieder erwiesen sich in der zweiten Halbzeit zwei Tore als Knackpunkt. Arbon schaffte es mehrmals, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Zum Schluss liessen sie sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und verdienten sich den Sieg gegen ein aufopfernd kämpfendes Team aus Appenzell. Es war ein MU17-Spitzenspiel auf höchstem Niveau, das die Arboner dank grösserer Routine für sich entschieden und damit wohl den wichtigen Grundstein zum Meistertitel gelegt haben.

Der HC Arbon ist die Mannschaft der Gegenwart. Die Innerrhoder haben im bisherigen Saisonverlauf gezeigt, dass sie die Lücke zu den "Grossen" innert kurzer Zeit geschlossen haben. Die Mannschaftsverantwortlichen aus Appenzell zeigten sich nach dem Spiel auch bald schon wieder mit zuversichtlichem Blick nach vorn.

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