MU17...furios, grandios, meisterlich!16.01.2010

Gegen einen der Meisterschaftsfavoriten packt die MU17 ihr bestes Handball aus und gewinnt berraschend deutlich aber verdient gegen die Pfader Neuhausen mit 29:20 Toren.

Nach dreissig Minuten ging eine traumwandlerisch sicher gespielte erste Halbzeit zu Ende in der Pfader Neuhausen nie auch nur den Hauch einer Chance hatte gegen ein entfesselt aufspielendes Appenzell. Die Ausgangslage vor dem Anpfiff war ganz klar. Neuhausen hatte die Qualifikationsphase in der Gruppe 3 so klar dominiert, wie es selten davor eine Mannschaft in hnlicher Manier getan hatte. 12 Spiele 24 Punkte und eine Tordifferenz von +200.

Ein Favorit im Meisterrennen stellte sich heute der Appenzeller MU17 und erlebte schon nach wenigen Minuten ein bses Erwachen. Der Hausherr bestimmte das Geschehen auf dem Spielfeld von der ersten Minute an. Abgeklrt und kaltschnuzig wie selten zuvor trugen die Appenzeller ihre Angriffe vor, sodass die Gste ein ums andere Mal resigniert die Augen verdrehten. Fr einmal gab es beim Team der Handballriege auf keiner Position einen Schwachpunkt. Vor allem die Achillesferse frherer Partien - sprich rechter Flgel - entpuppte sich als Glanzstck im hervorragend disponierten Kollektiv.

Mischa Stadler pflgte sich immer wieder mit der Gewalt eines Rammbockes durch die gegnerischen Verteidigungsmauern. Er spielte die ersten 20 Minuten berragend und bescherte seinem Trainer endlich das bekannte Aha-Erlebnis, auf das dieser schon lange gehofft hatte. Im Schatten von Stadler liessen sich auch die anderen Spieler, die immer noch auf ihren verletzten Regisseur Ramon Hrler verzichten mussten, nicht lumpen. Sie hielten das Tempo enorm hoch, liessen in keiner Phase dieser grossartigen ersten Halbzeit nach und trauten sich einiges mehr zu, als auch schon. Das Kombinationsspiel funktionierte hervorragend und die Ballstafetten wurden mit einer fast 100%-igen Erfolgsquote abgeschlossen.

Neuhausen war gewillt, mit ihrem kraftvollen Power-Handball den Appenzellern den Schneid abzukaufen. Aber eben, wollen und knnen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Das Appenzeller Dream-Team stand in der Defensive nahezu perfekt. Man half sich gegenseitig, machte die Rume eng und scheute auch nie den Kampf Mann gegen Mann. Und wenn doch mal ein Ball aufs Tor flog, dann machten auch die vier Torhter wieder einen ausgezeichneten Job. Das Resultat dieses effizienten Angriffspiels und der kompakten Verteidigungsarbeit war die Tatsache, dass Pfader Neuhausen schon Mitte der ersten Halbzeit ihre Favoritenrolle vergessen und nur noch auf die Hoffnung bauen konnten. Nach 30 Minuten, beim Spielstand von 16:8 schien die Partie so gut wie entschieden.

Appenzell liess es in der zweiten Halbzeit etwas ruhiger und gemtlicher angehen, ohne die Gste nochmals ins Spiel kommen zu lassen. In prekren Momenten legte Appenzell einen Zacken zu, konzentrierte sich wieder besser und begeisterte das Publikum weiter. So war die zweite Halbzeit etwas rarer an Hhepunkten, aber sie kamen! Torhter Dominic Herzog glnzte mit einem Torhter-Tor, Die kleinsten Grossen Fssler und Manser zeigten wie ein lstiger Verteidiger seinem Gegenspieler jegliche Motivation nehmen kann. Die Rempfler's wussten zu gefallen, der Eine als Penaltyschreck, der Andere als Energiebndel, der bis zur letzten Minute aufopfernd um jeden Ball kmpfte. Immer besser lebt sich Silvan Neff in seine Rolle als Dirigent in der Rckraum mitte ein. Magistral dirigierte er sein Ensemble und wenn sich die Gelegenheit bot, glnzte er auch als Torschtze mit gutem Auge.

Wie schon so oft, wusste die Mannschaft aber vor allem als Kollektiv ohne Schwachpunkte zu berzeugen. Die Meisterschaft geht in die entscheidende Phase und mit jeder Woche, die ins Land zieht, spielt das Team noch eine Spur besser. Dem intensiven Training sei dank. Pfader Neuhausen bekam dies schmerzhaft zu spren. 29:20 lautete das Schlussresultat und die Gste traten bezglich Meisterschaftsambitionen gelutert die Heimreise an. Appenzell dagegen darf in dieser Verfassung zwischendurch mal ein Auge Richtung Tabellenspitze werfen. Nicht zu oft und nur ganz scheu.

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