MU17 beweist Nervenstärke16.11.2009

Die MU17 der Handballriege revanchierte sich für die Vorrunden-Niederlage gegen den BSG Vorderland und gewinnt deutlich mit 32:27 Toren.

Ab wie die Feuerwehr, nach dieser altbewährten Methode nahm das Heimteam den Gästen schon in der Anfangsphase den Wind aus den Segeln. Dem druckvollen Angriffsspiel der Appenzeller war kein Kraut gewachsen, die Tore fielen wie reife Früchte, eines schöner als das vorherige. Als wären sie ein gutes Schweizer Uhrwerk, so regelmässig zogen die Innerrhoder ihr gefälliges Kombinationsspiel auf. Ein aufs andere Mal waren die Vorderlän-der überfordert. Ihnen blieb bis zum Spielstand von 8:3 öfters nur das Staunen.

Die Hausherren liessen sich auch vor dem zahlreichen Publikum nicht lumpen und brachten ob der herrlichen Passfolgen manch ein Handballerherzen zum höher schlagen. Für Vorderland wurde die Sache auch mit einer Manndeckung auf Sven Lämmler nicht besser. Das Spiel lief zwar nicht mehr ganz so flüssig, die Abschlussfreudigkeit des Heimteams blieb aber dieselbe. Von allen Positionen wurde mehrfach und erfolgreich getroffen.

Ab Mitte der ersten Halbzeit vernachlässigten die Appenzeller - im Wissen um ihre Überlegenheit- die Defensive immer mehr. Sie verliessen sich in dieser Phase des Spiels zu stark auf den überragenden Dominik Herzog im Tor. Dies hatte zur Folge, dass Vorderland zwar weiterhin Treffer erhielt, sich selber aber auch regelmässig Tore gutschreiben konnte. Appenzell schaffte es während dieser Zeit nicht, sich entscheidend abzusetzen. Immerhin mit einem beruhigenden 8-Tore Vorsprung ging's in die Pause. Halbzeitstand: 15:8.

Möglichst schnell den "Sack zumachen", lautete die Devise für den Beginn der zweiten Halbzeit. Dies gelang während der ersten paar Minuten nicht schlecht. Appenzell baute den Vorsprung auf 9 Tore aus. Doch je länger die Partie dauerte, desto zögerlicher wurde das Heimteam. Im Angriff hielten die Spieler den Ball zu lange und nahmen dadurch Tempo, verbunden mit dem Überraschungsmoment, aus dem Spiel. Vorderland konnte seine Defensive viel besser auf die nullachtfünfzehn Angriffe der Hausherren einstellen. Da Appenzell in der Verteidigung nicht mehr konsequent deckte, bot sich den Gästen plötzlich Platz, den sie auch zu nutzen wussten. Vor allem Kreis- und linker Rückraum brachten neue Spannung ins Spiel.

Beim Spielstand von 24:21 Toren war leichte Unruhe auf der Trainerbank der Appenzeller zu erkennen. In gleichen Massen wie die Nervosität beim Heimteam stieg, gedieh die Hoffnung auf Seite der Vorderländer. Auch die Zuschauer spürten, dass ihre Lieblinge eine kleine Schwäche einzogen. Unterstützt vom fantastischen Publikum, darunter auch die ganze Herren1-Mannschaft, diese klatschten und schrieen die MU17 in die Schluss-Viertelstunde, zogen sich die rotweissen aus dem Tief und nahmen den Gästen mit einer Leistungssteigerung die letzte Hoffnung auf eine Punkt. Im Angriff wurde wieder mit viel Druck der direkte Weg zum Tor gesucht und in der Verteidigung konnten die Kreise der Angreifer besser eingeschränkt werden. Dazu wusste auch der zweite Torhüter Philipp Ritzler mit einigen glänzenden Paraden zu überzeugen.

Nach dem Schlusspfiff herrschte grosse Freude bei den Appenzellern. Mit diesem wichtigen Sieg haben sie die letzte Chance genutzt, und bleiben weiter im Rennen um einen der begehrten Plätze unter den besten 6 Mannschaften, die den Meistertitel untereinander ausmachen werden.

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