MU15 einen Tick näher dran 01.10.2016

Was im Premieren-Spiel noch etwas harzte, wurde vor allem in der ersten Halbzeit von Partie zwei besser gemacht. Appenzell hielt lange mit, verlor zum Schluss gegen die SG KTV Wil/HC Uzwil aber doch mit 25:36 Toren.

Konzentriert zu Werke gehen, möglichst lange mithalten und darauf hoffen, dass beim Gegner dadurch etwas Nervosität aufkommt. Der Fahrplan war gegeben und die Spieler von Trainer Bruno Streule hielten sich hervorragend an die Vorgaben. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die taktische Marschrichtung schien aufzugehen. Immer wieder fuhren sich die Wiler in der sehr kompakt stehenden Verteidigung fest, konnten ihre körperlichen Vorteile nicht zur Geltung bringen. Appenzell lauerte, eroberte ungewöhnlich viele Bälle und kam mit Gegenstössen zu einfachen Toren. Die in der Breite besser besetzten St. Galler zweifelten zwischendurch an ihrem Spiel, wirkten etwas hilflos. Dies konnte dem Heimteam nur recht sein. Wer weiss, hätte man die eine oder andere Chance besser genutzt, man wäre zur Pause mit einem grösseren Vorsprung als mit 12:11 Toren in die Kabine gegangen.

Es war zu befürchten, dass Wil während der Pause zur Besinnung gerufen wurde und in Halbzeit zwei ein anderes Gesicht zeigen würde. Jetzt waren sie es, die mit mehr Druck agierten, viel klarer in die Tiefe spielten und ihre Chancen gekonnt nutzten. Appenzell, dessen Spiel zu stark von den MU17 erprobten Spielern abhängig ist, ging nicht mehr mit letzter Konsequenz zur Sache, dem Gegner wurde zu viel Raum gelassen. Auch schienen einige Spieler Mühe mit der Konzentration zu haben, was am Auslassen von vielen, besten Torchancen zu erkennen war. Hinten bekam man die Tore, nach vorne mangelte es an der nötigen Effizienz. So herrschten im Vergleich zu Halbzeit eins umgekehrte Verhältnisse. Man baute den Gegner auf, haderte gleichzeitig mit der eigenen Leistung. Die SG KTV Wil/HC Uzwil liess sich nicht mehr in die Suppe spucken, fuhr den Sieg souverän nach Hause. In Anbetracht der Niederlage setzte der Coach immer häufiger die etwas unerfahrenen Spieler ein. Ein sinnvolles Unterfangen, denn die MU15 muss schauen, dass sie in der Breite etwas mehr Substanz erhalten kann, um gegen die Gegner über 60 Minuten bestehen zu können.

Auch die zweite Meisterschaftspartie ging mit 25:36 (12:11) Toren verloren, brachte aber doch einige positive Aspekte zu Tage. Marco Inauen erzielte sein erstes Meisterschaftstor, Torhüter Finn Gmünder hielt in der Schlussphase einen Penalty und bis zur Halbzeit konnte mit einem recht guten Gegner mitgehalten werden. Die Aufgaben in den nächsten Trainings sind gegeben. Die Meisterschaftspause und das damit verbundene Trainingslager in Innsbruck kommen zur rechten Zeit. Wer weiss, am 29.10.2016 im Heimspiel gegen TSV Fortitudo Gossau Futuro kann vielleicht der erste Punkt bejubelt werden.

Bericht: Hansruedi Rohner

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