MU15 verliert verdient, aber unnötig23.01.2016

Die MU15 der Handballriege konnte den Elan aus dem guten Spiel gegen Pfadi Winterthur nicht mitnehmen und verlor unnötigerweise gegen HC Goldach-Rorschach mit 30:33 Toren.

Schon im Vorfeld dieser Partie war klar, dass man sich nicht zu einem Spaziergang an den Bodensee begab. Appenzell wusste, dass die beiden überdurchschnittlich guten Spieler des Heimteams ihnen das Leben schwer machen würden, da liess man sich auch nicht von den Augenwischereien des gegnerischen Trainers nicht irritieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und vielen technischen Fehlern – einmal mehr fragt man sich, warum diese jungen Spieler so auf harzbeschmierte Bälle abfahren, obwohl sie damit gar nicht umgehen können - die zu einer ersten Rückstand-Phase für Appenzell führte, fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Hintergrund des Steigerungslaufes war einmal mehr eine sehr gute Verteidigungsarbeit, verbunden mit einem Lars Köppel im Tor, der sich mit ausgezeichnetem Stellungsspiel als wahrer Entschärfungsspezialist entpuppte. Im Angriff spielten die Appenzeller ab der 10. Minute bedeutend präziser, glänzten mit viel Laufarbeit in die Tiefe und nutzten die sich bietenden Chancen mit grosser Kaltblütigkeit. Das Spiel nahm den gewünschten Verlauf und beim Spielstand von 13:10 bot sich die Gelegenheit, den „Sack zuzumachen“. Einige technische Unzulänglichkeiten auf Appenzeller Seite, sowie ein Nachlassen in der Verteidigungsarbeit brachten Goldach-Rorschach zurück ins Spiel. Bis zum Pausenpfiff konnten sie ausgleichen, was Appenzell etwas aus dem Tritt bringen sollte.

Eigentlich wäre die vom Heimteam praktizierte enge Manndeckung dem Spiel der Appenzeller entgegen gekommen. Nur wussten sie damit wenig anzufangen, weil sie den Ball nicht mehr geduldig laufen liessen, die richtigen Positionen nicht mehr fanden und sich dem Ballführenden zu wenig anboten. Viel zu früh und unvorbereitet suchte man den Abschluss und brachte so Goldach-Rorschach zu schnell wieder in Ballbesitz. Die eine Mannschaft legte vor, die Andere glich wieder aus, Tore am Laufmeter (Appenzell musste in Halbzeit zwei 20 Tore hinnehmen!), eine Entwicklung die von der Trainerbank mit Stirnrunzeln beobachtet wurde. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr liessen die Appenzeller vor dem eigenen Tor den Kampfgeist vermissen, man bewegte sich zu wenig, war gedanklich überfordert. Kam hinzu, dass Torhüter Flavio De Carli für einmal nicht an seine gewohnt starken Leistungen anknüpfen konnte. Dies war der Moment, als einerseits die verletzte Teamstütze Roman Inauen schmerzlich vermisst wurde und andererseits das Spiel definitiv auf Seite des Heimteams kippte. Die beiden Leader des Gegners drehten nochmals mächtig auf, wobei der rechte Rückraumspieler nach seinen mehrfachen verbalen Ausrutschern gegen Schiedsrichterin und gegnerischem Spieler zu diesem Zeitpunkt schon längstens nicht mehr auf dem Spielfeld hätte stehen dürfen, und entschieden die Begegnung mit 33:30 Toren für sich.

Appenzell muss mit der Kritik leben, dass sie die guten Ansätze in den letzten Trainings nicht über die ganzen 60 Minuten ins Spiel übernehmen konnten. Die Partie zeigte auch, dass für enge Partien noch einiges an Erfahrung und Cleverness fehlt. Daran gilt es während der nächsten drei spielfreien Wochen zu arbeiten.

Bericht: Hansruedi Rohner

»Zurück zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk