MU15 - das Mass aller Dinge21.11.2015

Spitzenkampf verkommt zu Machtdemonstration der MU15 der Handballriege. Goldach-Rorschach hat bei der 39:28 Niederlage ganz deutlich das Nachsehen.

Das Spiel zwischen dem TV Appenzell und Goldach-Rorschach war die Suche nach einer Antwort auf die Frage: mannschaftliche Ausgeglichenheit oder kraftvolle Einzelspieler? Wer wrde sich durchsetzen, die filigranen Techniker aus Appenzell oder das Team vom Bodensee, welches sein Spiel ganz auf berdurchschnittliche Einzelspieler ausgerichtet hat? Das Heimteam blieb schon mit Anpfiff der Begegnung die Antwort nicht schuldig. Mit einer erstmals angewandten, sehr offensiven Verteidigung sollte das Spiel der Gste frhzeitig gestrt werden, was einige gute Anstze brachte, den Alleinunterhalter auf der Rorschacher linken Seite aber nicht davon abhielt, seine kraftvollen, erfolgreichen Durchbrche durch zu ziehen. Appenzell liess sich durch diese etwas besorgniserregende Tatsache nicht aus der Ruhe bringen, dies wohl auch im Wissen, dass ab Mitte der ersten Halbzeit dieser ansonsten matchentscheidende Faktor zu einer Randnotiz verkommen wrde. In der Defensive agierte Goldach-Rorschach usserst offensiv, was dem Heimteam aber so was von in die Karten spielte. Unter der einmal mehr umsichtigen Regie von Noah Inauen, der seine Mitspieler gewohnt przis in die teils scheunengrossen Lcken schickte, zog Appenzell ein Angriffsspiel auf, dass an Przision nicht zu berbieten war. Obwohl im Spiel ohne Ball durchaus noch etwas Luft nach oben zu erkennen war, fielen die Tore wie reife Frchte. Dabei viel usserst positiv auf: die Chancenauswertung bewegte sich nahe an der perfekten Marke. Nach einer guten Viertelstunde Spielzeit, die Defensive stand jetzt kompakt, idealerweise aber immer noch weit vor dem Tor, mussten die Gste erkennen, dass es mit dem Tore schiessen immer schwieriger werden wrde. Die Appenzeller Mauer, die sich so blitzschnell seitlich bewegen konnte, alle Rume eng machte, liess nicht mehr viel zu. Auch dank dieser ausgezeichneten Arbeit konnte sich Schlussmann Flavio De Carli mehrmals bravurs in Szene setzen.

Im Angriff wurde nun nicht nur mehr gespielt, sondern gezaubert. Marc Burri, fr einmal auf der ungewohnten Flgelposition nutzte jeder seiner Chancen kaltschnuzig. Im Rckraum agierten Loris Zeller, Kevin Graf und vor allem Roman Inauen beweglich, mit Zug Richtung Tor und meist mit dem Auge fr den besser postierten Nebenspieler. Levi Fritsche auf dem falschen rechten Flgel kannte keine Hemmungen, wenn es galt in den Abschluss zu gehen. Und dann waren da noch die beiden Kreisspieler Patrick Fssler und David Styger, die immer am richtigen Ort standen und mit ihren wundervollen Toren zu verstehen gaben, dass die Bedeutung der Kreisspieler nicht unterschtzt werden darf. An diesem Tag schlug auch die Stunde von Dani Inauen, Robin Rss (schnelle Flgel sind Gold wert!), die zusammen mit Vince Fritsche in der Defensive die Vorstellungen der Trainer hervorragend umsetzten. Auch Silvio Koller, der unerfahrenste im Team, kommt langsam auf Touren und steht was das Verteidigen anbelangt seinen Kollegen schon bald nichts mehr nach.

Wer zur Pause noch glaubte, dass Rorschach-Goldach den 7-Tore Rckstand noch zum Positiven wenden wrde, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Appenzell drckte weiter aufs Tempo und gab dem Gegner keinen zweiten Atem. Erstaunlicherweise erfuhr das spektakulre Spiel des Handballriegen-Teams keinen Einbruch, egal wer auf welcher Position auch immer auf dem Spielfeld stand. Bemerkenswert auch, dass nicht nur die erzielten Tore als Augenschmaus deklariert werden konnten, sondern sich auch die Defensivbemhungen erstklassig ansahen. Eine kurze Phase der Unkonzentriertheit machte Appenzell mit einem denkwrdigen Schlussspurt wett. Nur schon die letzten 10 Minuten waren das Eintrittsgeld wert und begeisterten die herrlich mitgehenden Zuschauer aufs Beste

Natrlich gab es noch einige Aufreger, die des Gegners (Trainer)-Blut zur Wallung brachte, der man aber ob der klaren Botschaft, die nach Rorschach gesandt wurde, keine so grosse Bedeutung beimessen sollte. Am Verdikt und dem Schlussresultat von 39:28 Toren des Spitzenkampfes lsst sich nicht rtteln. Appenzell zog mit viel Kampf und Knnen an die Spitze!

Bericht: Hansruedi Rohner

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