MU15 eine Klasse für sich!19.09.2015

Auch im zweiten Meisterschaftsspiel der noch jungen Saison wusste die MU15 der Handballriege zu gefallen und besiegte das Team des HC Romanshorn mit 32:12 Toren.

Wenn der Gegner nicht ganz auf Augenhöhe mitspielen kann, müssen die Herausforderungen in den eigenen Reihen gesucht werden. Für diese Partie stellte der Trainer den Auftrag, während der ersten 15 Minuten die Aufgabe mit zwei Kreisspielern möglichst erfolgreich umsetzen zu können. Wie erfahrene Routiniers ging das Team ans Werk. Viel Bewegung im Rückraum, umtriebige Kreisläufer, die gegnerische Verteidigung kam schon nach wenigen Minuten ganz heftig ins Schwimmen. Vor dem schnellen Kombinationsspiel aus sicheren Passfolgen heraus, musste sich Romanshorn schon bald einmal verneigen. Kam hinzu, dass Appenzell nach Balleroberungen blitzschnell auf Offensive umschaltete, was ihnen immer wieder die Möglichkeit bot, zu einfachen Toren zu kommen. Nach einer Viertelstunde, als wieder auf das übliche System mit einem Kreisläufer umgestellt worden war, zog Appenzell eine schwächere Phase ein. Im Angriff häuften sich die Fehlpässe und in der Chancenauswertung wurde in Serie gesündigt, sodass sich manch einem der begeistert mitgehenden Zuschauer eine kleine Zornesfalte auf der Stirne zeigte. Kam hinzu, dass die bis dato solide Leistung vor dem eigenen Tor Meister Schlendrian versprochen wurde. Mangelnde Konzentration, fehlende Übersicht und schon kam Romanshorn besser ins Spiel. Mit dem Gezeigten im Angriff konnte der Trainer leben, die 10 erhaltenen Tore während der ersten 30 Minuten liessen ihn beim Pausentee etwas ungemütlich werden.

Die Aufgabe für Halbzeit zwei war klar, die Arbeit in der Defensive, das schnelle seitliche Verschieben, die Absprachen, mussten besser werden. Wie die MU15 der Handballriege die Forderungen umsetzte, verdiente 3 Sterne, 4 Ausrufezeichen und heftigen Applaus. Ganze zwei Tore mussten sie noch hinnehmen. Ganz grosse Klasse wie ballorientiert verschoben wurde, wie man die Laufwege der gegnerischen Angreifer frühzeitig unterband und wie jetzt auch auf den Aussenpositionen die Räume eng gemacht wurden. Es wurde geackert, es wurde gefightet und endlich brannte das Feuer der Leidenschaft am eigenen Kreis. Was wäre gewesen, wenn jetzt auch noch nach vorne alles nach Plan gelaufen wäre. Dann hätte man für das nächste Training etwas Neues erfinden müssen. So aber kann in den nächsten Lektionen an der Chancenauswertung gefeilt werden. Für die mangelnde Kaltblütigkeit in den Abschlüssen wird ein Ausrufezeichen abgezogen. Was danach noch bleibt ist ganz zum Schluss ein gelungenes Fliegertor (spricht für das Selbstvertrauen der verschworenen Einheit!) und damit ein grossartiger Auftritt der MU15, die als Kollektiv ein aussergewöhnlich starken Eindruck hinterlassen hat. Da wächst was heran, dass den in sie gesetzten, hohen Erwartungen gerecht werden kann. Ach ja, für das Schlussresultat von 32:12 Toren und die damit verbundene Übernahme der Tabellenführung gibt’s von der Jury noch ein Ausrufezeichen und einen grossen, dicken, nach oben zeigenden Daumen.

Bericht: Hansruedi Rohner

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