Herren 1 - Saisonvorschau 2018/19 03.09.2018

Die 1.Liga-Handballer des TV Appenzell beginnen mit der Jagd auf Meisterschaftspunkte.

Vor einer Saison mit Fragezeichen

Mit dem Auswärtsspiel von Samstag, 8. September, gegen den nominellen Gruppenfavoriten HSC Kreuzlingen steigt der TV Appenzell in die 1.-Liga-Saison 2018/19. Nach gewichtigen Abgängen und einem Wechsel auf der Trainerposition steht die Mannschaft vor keiner leichten Aufgabe. Das Erreichen der Finalrunde ist gemäss Martin Geisser, dem sportlichen Leiter, das erklärte Ziel.

Ein erstes Erfolgerlebnis konnte der TVA mit dem nach Verlängerung errungenen 26:25-Cupsieg über den TV Frick, einem 1.-Ligateam aus dem Aargau, bereits verbuchen. Wirft man einen Blick auf die Mannschaftsaufstellung in dieser Begegnung, so fällt auf, dass gegenüber der letzten Saison gewisse Namen fehlen: Dano Waldburger, Arie Thür, Fabio Wüthrich. Und auch Lukas Gamrat trug sich in Frick nicht in die Skorerliste ein

Neues Trainer-Duo

Bei Lukas Gamrat, dem 31-jährigen Slowaken in TVA-Diensten, hatte die Absenz auf dem Spielfeld einen naheliegenden Grund. Er übernahm von Enver Koso das Traineramt und betreute das Team vorerst einmal von der Seitenlinie aus. "Künftig wird er aber jeweils genauso aktiv ins Spielgeschehen eingreifen wie sein Trainerkollege Andreas Wild", erklärt Martin Geisser. Demnach wird ein Spielertrainer-Duo, das einiges an Nationalliga-Erfahrung mitbringt, versuchen, der jungen Mannschaft zu Stabilität zu verhelfen. Lukas Gamrat hat eine Saison lang bei den Lakers Stäfa Nationalliga-Luft geschnuppert. Der 30-jährige Andreas Wild ist aus vielen Spielen mit dem TSV St. Otmar und dem TSV Fortitudo Gossau NLA-erprobt. Beide arbeiten übrigens in der gleichen Firma, der KUK Elektronic AG.

Verlust an Wurfkraft

Bei Gossau spielt seit Anfang Jahr Dano Waldburger, der Appenzell mit Beginn der Finalrunde 2017/18 als damaliger Topskorer verliess. Seinen Abgang und damit den Verlust an Wurfkraft vermochte das Team mit unbändigem Siegeswillen zu kompensieren. Ja, es steigerte sich in einen Lauf, der eine Zeit lang gar die (nicht unbedingt angestrebten) Aufstiegs-Playoffs in die NLB in den Bereich des Möglichen rücken liess. Wesentlichen Anteil an jener Erfolgsserie hatte Arie Thür. Auf ihn muss der TV Appenzell in der kommenden Saison verzichten, hat er sich doch dem sehr ambitionierten HSC Kreuzlingen angeschlossen. Ausserdem hat Fabian Wüthrich, ein weiterer Linkshänder, in die zweite TVA-Mannschaft gewechselt. "Im Notfall werden wir sicher auf ihn zurückgreifen können", sagt Martin Geisser.

Tempohandball

Unter dem Duo Gamrat/Wild ist Tempohandball angesagt. "Die Trainer legen grossen Wert darauf, den Ball schnell laufen zu lassen. Die erste Welle mit Gegenstössen und die zweite Welle sollen den Gegnern Probleme bereiten", skizziert Martin Geisser den in Ermangelung von ausgesprochenen Shootern zu erwartenden Spielstil. Er hofft indes, der Aderlass auf den Positionen der Scharfschützen nehme das verbliebene Kader als Herausforderung wahr und lasse es daran wachsen. "Das war nach dem Weggang von Waldburger auch so", erinnert er an die letzte Saison. In der Abwehr wird man variabler auftreten und, statt nur auf die 6:0-Deckung zu vertrauen, je nach Gegner auch einmal auf ein 5:1 oder ein 4:2 setzen.

Junge eingebaut

Das bisherige Kader mit den drei Torhütern Raffi Graf, Jan Bischof und Thomas Brülisauer, den Rückraumspielern René Rigas, Elias Valaulta, Rouven Bischof und Simon Manser, den Kreisläufern Sven Sutter und Laurin Manser sowie den Flügeln Yannik Inauen und Thomas Loser (links) beziehungsweise Lukas Manser und Fabian Schneider (rechts) ist mit Nachwuchsleuten ergänzt worden. Julien Clavien, Rouven Inauen und Fabio Hörler sollen im Rückraum zum Einsatz kommen. Ibrahim Gagulic macht das Torhütertrio zum Quartett.

Kreuzlingen klarer Favorit

Gespielt wird die Meisterschaft 2018/19 nach unverändertem Modus. In der Vorrunde bedeutet demnach der vierte Platz das Minimalziel, damit man aller Abstiegssorgen ledig ist. Mindestens dorthin will denn auch der TV Appenzell. In der 1.-Liga-Gruppe 1 dürfte der HSC Kreuzlingen, der sich namhaft verstärkt hat, für die übrigen Teams ausser Reichweite liegen. Die sieben restlichen Mannschaften – nebst dem TV Appenzell sind das Forti Gossau 2, SV Fides, HC Romanshorn, Pfader Neuhausen, BSG Vorderland und SC Frauenfeld – liegen leistungsmässig nahe beieinander. "Jeder kann jeden schlagen", glaubt Martin Geisser. - Was den Schweizer Cup betrifft, so erwartet der TV Appenzell am Sonntag, 9. September, den NLB-Vertreter HS Biel zum fälligen Spiel in der 1. Hauptrunde.

Bericht: Martin Hüsler

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