Neuer Trainer für das Fanionteam26.03.2020

Beim TV Appenzell folgt Christian Hamm auf das Duo Lukas Gamrat/Andreas Wild.

Auf die Saison 2020/21 übernimmt der 35-jährige Christian Hamm das Traineramt bei den 1.-Liga-Handballern des TV Appenzell. Er löst das bisherige Trainergespann Lukas Gamrat/Andreas Wild ab, die beide wegen beruflicher Beanspruchung kürzer treten müssen, dem Verein aber wohl erhalten bleiben.

Die Situation ist aus bekannten Gründen höchst ungewöhnlich. Wegen des Corona-Virus hat der Schweizerische Handball-Verband die Meisterschaft 2019/20 in sämtlichen Ligen abgebrochen. Über die Vergabe des Meistertitels und über allfällige Modalitäten von Auf- und Abstieg ist von der Nationalliga A bis hinunter in die 4. Liga noch nicht entschieden. Beim TV Appenzell kann man immerhin davon ausgehen, dass für die erste Mannschaft der Verbleib in der 1. Liga als gegeben gelten sollte. Bei Abbruch des Meisterschaftsbetriebs lag die Mannschaft in der Abstiegsrunde nämlich auf dem 4. Rang und damit auf der sicheren Seite.

Neue Saison im Blick

So wie die Meisterschaft stillgelegt ist, so ruht derzeit auch der Trainingsbetrieb. Gleichwohl gehen bei den Verantwortlichen des TV Appenzell die Blicke in die Zukunft. Und da hat es sich in den letzten Tagen abgezeichnet, dass der Trainerposten für 1. Mannschaft für die nächste Saison neu zu besetzen sein wird. „Weder Lukas Gamrat noch Andreas Wild können künftig aus beruflichen Gründen die nötige Zeit für diesen Posten aufbringen. Bei unserer Sondierung nach einer Lösung sind wir schnell einmal auf Christian Hamm gestossen, den bisherigen Trainer der zweiten Mannschaft“, erklärt Christian Geisser, der Sportliche Leiter des Erstligateams. „Mit ihm haben wir einen ausgewiesenen, mit dem TV Appenzell stark verwurzelten Fachmann an der Seitenlinie. Er hat alle nötigen Ausbildungen durchlaufen und ist im Besitz des C-Trainerdiploms. Und vor allem passt er auch menschlich in unser Anforderungsprofil.“

Appenzeller Urgestein

Handballfoto

In der Tat gilt Christian Hamm – er ist stellvertretender Betriebsleiter bei Hirn Automobile AG in Balgach – als appenzellisches Handball-Urgestein. Von Juniorenalter an hat er dem TV Appenzell stets die Treue gehalten. Zehn Jahre lang war er eine der Stützen im Fanionteam, ehe er in der zweiten Mannschaft weiterspielte und dort schliesslich sechs Jahre lang als Trainer wirkte. „Ich darf eine verschworene Truppe übernehmen, in der alle mit Herzblut bei der Sache sind“, freut sich Christian Hamm auf seine neue Aufgabe. Auch wenn es vermessen wäre, zum jetzigen Zeitpunkt bereits schlüssige Prognosen zu stellen, will er mit seinem Team möglichst früh aller Abstiegssorgen ledig sein. Dazu soll die Trainingsintensität in den drei wöchentlichen Einheiten erhöht werden. Als seinen Assistenten sähe Christian Hamm gerne Andreas Wild, der sich ein reduzierteres Pensum vorstellen könnte.

Noch offene Personalien

Christian Hamm kann die Vorbereitungen auf die nächste Saison mit dem grössten Teil des bisherigen Kaders, in dem die Jugend dominiert, in Angriff nehmen. Fehlen wird ihm mit René Rigas der Zweier rechts, mithin also der Linkshänder im Rückraum. Der Routinier aus dem Vorarlberg beendet seine Karriere beim TV Appenzell. „Wir sind auf der Suche nach Ersatz“, so Christian Geisser. Überlegungen gilt es sodann auch bezüglich der Torhüterposition anzustellen. Jede Mannschaft ist hier auf mindestens zwei verlässliche Kräfte angewiesen. Thomas Brülisauer, Raffi Graf und Jan Bischof würden diesen Vorgaben voll und ganz entsprechen. Doch Raffi Graf möchte gerne kürzer treten. Und Jan Bischof muss zunächst mit den Folgen einer Kreuzbandoperation zurecht kommen, was ja mitunter dauern kann. Überdies gilt es auch, den durch das Aufrücken Christian Hamms nunmehr offenen Trainerposten bei der zweiten Mannschaft wieder zu besetzen. Wann und unter welchen Voraussetzungen der Start in die Saison 2020/21 erfolgt, ist noch offen. Mit einiger Sicherheit dürfte aber im ersten Heimspiel eine Ehrung erfolgen, hat doch in der letzten Auswärtspartie der abgebrochenen Saison gegen den TSV Frick Kreisläufer Sven Sutter sein 250. Spiel im Dress des TV Appenzell bestritten.

Bericht: Martin Hüsler

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