Herren 1 trotz Niederlage keineswegs abgefallen08.12.2019

Die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell verlieren das vorletzte Spiel der Hauptrunde auswärts gegen den Leader SC Frauenfeld 24:29 (9:12).

Gewichtige Absenzen in der Mannschaft der Innerrhoder machten im Frauenfelder Auenfeld einen Punktegewinn von vornherein zum schwerlich erreichbaren Unterfangen. Nichtsdestotrotz schlugen sie sich gegen den Tabellenführer achtbar und konnten die Halle trotz der Niederlage erhobenen Hauptes verlassen.

Es hätte schlimmer kommen können angesichts der Ausfälle, die es seitens des TVA zu verkraften gab. Neben Torhüter Raffi Graf sowie den beiden Kreisläufern Laurin Maser und Sven Sutter, der längere Zeit pausieren muss, fiel am Sonntagabend auch noch Rückraumspieler Simon Manser verletzungsbedingt aus. Nicht zur Verfügung standen ferner Loris Zeller und Noah Inauen. Dafür kehrte Elias Valaulta wieder ins Team zurück.

Umdispositionen nötig

Diese Absenzen hatten logischerweise Umstellungen zur Folge. So hütete Jan Bischof das Tor über die ganze Spieldauer, ausser bei zwei Siebenmetern. Er vertrat Raffi Graf ausgezeichnet, darf sich doch seine Abwehrquote von 34 Prozent sehen lassen. An den Kreis beordert wurde mit Nando Camenisch ein junger Akteur ohne viel Spielpraxis auf diesem Level. Phasenweise übernahm auch Rouven Bischof die Engagement erheischende Arbeit am Kreis. Eine in der 25. Minute gegen Tim Thür verhängte Rote Karte – er hatte einen Frauenfelder zu rustikal am Abschluss gehindert – erforderte zusätzlich einen Wechsel auf der Position des rechten Flügels, wo fortan Ramon Inauen zum Einsatz kam.

Lange mitgehalten

Einen rasch eingehandelten 0:4-Rückstand konnten die Innerrhoder wettmachen und das Skore bis fast zur Pausensirene einigermassen ausgeglichen gestalten. Auf die unbequeme 5:1-Deckung der Thurgauer antworteten sie mit viel Wendigkeit und Durchbrüchen an den Kreis. Und auch zwei Gegenstösse konnten sie wirksam abschliessen, wogegen zielgenaue Schüsse aus der zweiten Reihe zunächst Mangelware blieben. Aber dem TVA gelang es, bis zur Pausensirene einigermassen mitzuhalten.

Nach Wiederanpfiff vermochte der SC Frauenfeld den Abstand sukzessive zu vergrössern. Sieben Treffer betrug zwischenzeitlich die grösste Tordifferenz, so dass über den Ausgang des Spiels bald einmal keine Zweifel mehr bestehen konnten. Aber die Innerrhoder hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gleichwohl dagegen und liessen sich nicht deklassieren. Der Einsatzwille der jungen Mannschaft vermittelt für Abstiegsrunde, die im Januar beginnt, doch etwelche Zuversicht.

Vermeldenswert ist gewiss noch der Umstand, dass die Appenzeller in der Person des 214-fachen Internationalen Manuel Liniger noch einen prominenten Gegenspieler erhielten. Er hat nach der Saison 2017/18 zwar seine Karriere bei Kadetten Schaffhausen beendet, greift nun aber zwei Stufen tiefen doch noch einmal ins Handballgeschehen ein – nicht mehr am linken Flügel, sondern im Rückraum.

SC Frauenfeld - TV Appenzell 29:24 (12:9)

Auenfeld Frauenfeld - 200 Zuschauer - Schiedsrichter: Hungerbühler/Hasler

Für den TVA spielten: Jan Bischof (14 Paraden)/Thomas Brülisauer (für 2 Penaltys); Nando Camenisch (1), Yannick Inauen (3), Andreas Wild, Tim Thür, Rouven Bischof (2), Julien Clavien, Thomas Loser (3), Lukas Gamrat (3), Rouven Inauen (4), Ramon Inauen (4), Elias Valaulta (3/1). - Strafen: Frauenfeld 5 mal 2 Minuten, Appenzell 4 mal 2 Minuten plus Disqualifikation Thür.

Bericht: Martin Hüsler

»Zurück zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk