Herren 1 überrascht beim Tabellenführer09.11.2019

In einer sehr ausgeglichenen Partie - welche auf beiden Seiten hätte kippen können - erzielten die 1. Liga-Handballer des TV Appenzell fünf Sekunden vor dem Sirenenton beim Spitzenreiter Andelfingen den 21:20 (9:10) Siegestreffer. Die Innerrhoder entführten so überraschend die beiden Punkte.

Handballfoto

Im Gegensatz zum Spiel am Mittwoch gegen Frauenfeld waren die Innerrhoder im Zürcher Weinland am letzten Samstag bereits zu Beginn bereit und zeigten sich die gesamte Spieldauer sehr kämpferisch. Sie gaben nie auf und kamen jeweils im Spiel im richtigen Moment wieder heran. Die 6:0 Abwehr stand sehr gut und verleitete die Zürcher zu vielen Fehlern. Auch dank beidseitig guten Torhütern - in Andelfingen stand für Appenzell Raffael Graf während den gesamten 60 Minuten im Gehäuse - verzeichneten beide Equipen relativ viele Fehlschüsse. Gegen Ende der Partie profitierten die Gäste von drei Zweiminutenstrafen der Einheimischen und spielten ihre Treffer geduldig heraus. Andelfingen zeigte sich so als guter Gastgeber und "kochte" dieses Mal - im Gegensatz zur Vorrundenpartie in Appenzell - auch nur mit Wasser. Angenehm war auch der nicht mehr so schrille und unangenehm hohe Ton der Anfeuerungsinstrumente. Allerdings erzielten die Zürcher zuhause auch nur noch 20 und nicht mehr 37 Treffer wie in Appenzell. Auch konnten für einmal die im Matchprogramm angekündigten magischen Hände der Andelfinger "Painkillerin" Heidi die Mannschaft von SRF Sport-Moderator Paddy Kälin am Ende nicht auf die Siegesstrasse bringen. Obwohl der Innerrhoder-Hüter nicht weniger als 16 Paraden zeigte - übrigens genau gleich viele wie sein Gegenüber - stach bei Appenzell kein Spieler besonders stark heraus, denn die Mannschaft überzeugte als gut funktionierendes Kollektiv. Es konnten sich bis auf eine einzige Ausnahme auch alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. Zudem verzeichnete die von Andreas Wild gecoachte Mannschaft nur zwei Zweiminutenstrafen.

Handballfoto

Meist wieder ausgeglichen

Während bei Andelfingen die personelle Situation wieder besser war, mussten die Appenzeller aus beruflichen Gründen auf den eh angeschlagenen aber am Kreis immer wertvollen Sven Sutter verzichten. Die Innerrhoder gingen nach einem weiten Wurf ihres Torhüters durch Yannick Inauen nach 47 Sekunden in Führung. Gleich anschliessend vergaben die Gäste drei gute Möglichkeiten und so eine rasche klarere Führung als einen knappen Rückstand. Sie konnten diesen dann allerdings trotzdem wieder aufholen. So vom 1:3 zum 3:3, vom 3:4 zum 4:4 und vom 4:6 zum 6:6 nach einer Viertelstunde. Auch als Appenzell in der 24. Minute mit 6:10 im Rückstand geriet, lag es nach einem Time-Out zur Halbzeit nur noch mit einem Treffer zurück.

Handballfoto

Erneut aufgeholt

Frisch aus der Kabine schossen Elias Valaulta und Laurin Manser die Gäste wieder einmal in Führung. Dann wechselte das Resultat erneut, das einheimische Publikum führte Andelfingen kräftiger an und so führte "AFI" nach 48 Minuten mit 17:13. Dann kassierten aber die Platzherren drei Zweiminutenstrafen innert kürzerer Zeit und mussten auch in doppelter Unterzahl agieren. Dies und eine gute Moral der Appenzeller führten wieder zum 19:19 und dann bis drei Minuten vor dem Ende zum 20:20 Ausgleich. Andelfingen konnte nun eine Zeitstrafe gegen die mächtig kämpfenden Innerrhoder nicht ausnutzen. So lautete das Resultat bis zum letzten Timeout der Gäste 20 Sekunden vor dem Ende ohne weitere Treffer immer noch unentschieden. Appenzell konnte nun seinen Ballbesitz fünf Sekunden vor Schluss mit dem vielumjubelten 21. Treffer durch Tim Thür nutzen.

Handballfoto

In der ausgeglichenen Gruppe - wo jede Mannschaft jede schlagen kann - liegt nun Appenzell mit vier Siegen und fünf Niederlagen im Mittelfeld. Theoretisch ist bis am Ende der vor Weihnachten endeten Haupt- bzw. Qualifikationsrunde immer noch Platz zwei möglich. Dazu müsste aber nächsten Samstag zuhause Arbon bezwungen werden.

HC Andelfingen - TV Appenzell 20:21 (10:9)

Sporthalle Andelfingen - 80 Zuschauer - Schiedsrichter: Schlegel/Steiner

Für den TVA dabei:Raffael Graf (16 Paraden), Jan Bischof; Yannick Inauen (2), Tim Thür (2), Simon Manser (5/2), Rouven Bischof (2), René Rigas (1), Thomas Loser (2), Lukas Gamrat (4), Rouven Inauen, Laurin Manser (1), Ramon Inauen (1), Elias Valaulta (1). - Strafen: 3 x Zweiminuten gegen Andelfingen, 2 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Martin Kradolfer / Bilder: Dani Gmünder

»Zurück zur letzten Seite«

Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Ausrüster

Gastgeschenk