Herren 1 hält lediglich eine Viertelstunde mit06.11.2019

Die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell kassieren eine diskussionslose 23:30-Heimniederlage gegen den SC Frauenfeld.

Handballfoto

In einem zunächst halbwegs ausgeglichenen Spiel geriet der TV Appenzell ab Mitte der ersten Halbzeit sukzessive ins Hintertreffen. Nach dem 10:15-Pausenstand blieb die erhoffte Aufholjagd aus. Der nach Verlustpunkten führende SC Frauenfeld war in praktisch allen Belangen die bessere Mannschaft.

Im Radsport spricht man vom „jour sans“, wenn es einem Rennfahrer ganz und gar nicht läuft. Einen solch durchzogenen Tag mussten die Innerrhoder Handballer am Mittwoch in der heimischen Wührehalle beklagen. „Wir hätten wohl noch stundenlang spielen können, ohne dass wir den Thurgauern nahe gekommen wären“, brachten es Kreisläufer Sven Sutter und Torhüter Raffi Graf nach dem Schlusspfiff auf den Punkt.

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Einbruch mit Folgen

Das Unheil nahm ab der 16. Minute seinen Lauf. Ein von Simon Manser verwandelter Penalty stellte das Skore nach stetem Hin und Her noch auf 6:7. Danach aber brach für die Innerrhoder die „Wurmphase“ an. Um ihren nächsten Treffer zu erzielen, mussten sie sich fast zehn Minuten lang bemühen. Bei Halbzeit standen bloss sieben Tore aus dem Spiel heraus zu Buche, was auf eine eklatante Abschlussschwäche hindeutet. Und weil beide eingesetzten Torhüter nicht auf ihr gewohntes Rendement kamen, konnte der SC Frauenfeld aus seiner Sicht auf 15:10 davonziehen.

Kein nachhaltiges Aufbäumen

Es wäre nicht das erste Mal gewesen, wenn die Innerrhoder nach einem Pausenrückstand einen Gang zugelegt und einem Spiel, das man bereits als verloren wähnte, noch eine Wende gegeben hätten. Aber am Mittwochabend blieb bei allem redlichen Bemühen die hiefür nötige Reaktion aus. Manches, was in anderen Partien gelingt, blieb erfolglos oder aber Stückwerk, so dass die Frauenfelder die Tordifferenz laufend vergrösserten. Das zwischenzeitlich auf der Anzeigetafel aufscheinende „Stängeli“ – 10 Tore Unterschied – konnte der TVA letztlich aber doch verhindern, indem er in den letzten fünf Minuten noch etwas Resultatkosmetik betrieb.

Trotz der Niederlage verdient die junge, willige Innerrhoder Mannschaft weiterhin Kredit. Allerdings steht ihr am kommenden Samstag ein schwerer Gang bevor, muss sie doch beim Tabellenführer HC Andelfingen antreten, bevor dann am Samstag, 16. November, das nächste Heimspiel gegen den HC Arbon fällig wird.

TV Appenzell - SC Frauenfeld 23:30 (10:15)

Wühre Appenzell - 95 Zuschauer - Schiedsrichter: Brülisauer/Bitici

Für den TVA spielten: Raffi Graf (11 Paraden)/ Jan Bischof (1 Parade); Noah Inauen (2), Loris Zeller (3/1), Yannick Inauen (3), Tim Thür, Simon Manser (6/3), Rouven Bischof (4), Thomas Loser (2), Rouven Inauen (1), Laurin Manser, Ramon Inauen, Elias Valaulta, Sven Sutter (2). - Strafen: TVA 2 mal 2 Minuten, SC Frauenfeld 8 mal 2 Minuten inkl. Disqualifikation Lovric

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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