Herren 1 - Pfosten-Penalty verhindert Punktgewinn26.10.2019

In einem Spiel mit höchst unterschiedlichen Phasen kassiert der TV Appenzell gegen Fortitudo Gossau 2 eine 22:23-Auswärtsniederlage.

Handballfoto

Die Innerrhoder 1.-Liga-Handballer zeigen in der Gossauer Buechenwaldhalle zwei Gesichter. Nach einer komfortablen Führung folgt gegen Ende der ersten Halbzeit ein arger Durchhänger. In der letzten Viertelstunde rappeln sie sich wieder auf, lassen die Punkte aber gleichwohl in Gossau. Damit verbunden ist ein Abrutschen ans Tabellenende.

Eine rote Karte gegen den Gossauer Flügel Eric Stark in der letzten Sekunde verschaffte den Appenzellern beim Spielstand von 23:22 für Fortitudo die Möglichkeit, mittels eines reglementsgemäss zugesprochenen Siebenmeters wenigstens noch einen Punkt zu retten. Elias Valaulta setzte den Penalty aber an den Pfosten, womit die Niederlage besiegelt war.

Erst Höhenflug...

Die ohne den verletzten Sven Sutter und den beruflich abwesenden René Rigas angetretenen Innerrhoder stürzten die recht zahlreich mitgereisten Anhänger in Wechselbäder der Gefühle. Nach einer ausgeglichenen Startviertelstunde, in der seine kompromisslose Verteidigungsarbeit auffiel, vermochte sich der TVA abzusetzen und auf 12:7 davonzuziehen. Valaulta offenbarte seine Qualitäten als Regisseur und zeigte sich auch torgefährlich, Gegenstösse konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Die aufgrund ihres Erfahrungspotenzials deutlich höher kotierten Gossauer – mit Ham, Misteli, Geiger, Mauchle, Bösch und Lieberherr standen Spieler in ihren Reihen, die alle schon einmal NLA-Luft geschnuppert hatten – wirkten gegenüber den beherzt agierenden Appenzellern fast hilflos.

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...dann Wellental...

Von einem Fortitudo-Timeout liess sich der TV Appenzell zunächst nicht bremsen. Dann aber kam beim ihm urplötzlich Sand ins Getriebe, und das nicht zu knapp. Zwischen der 24. und der 29. Minute kassierte er sieben Tore in Folge und musste sich vier technische Fehler sowie vier Fehlwürfe schlechtschreiben lassen. Die Absenz von Sutter und Rigas machte sich in dieser Phase bemerkbar. Wenigstens hielt Simon Manser mit seinem Tor zum 14:13 unmittelbar vor der Pausensirene die Hoffnung auf eine Besserung aufrecht.

...gefolgt von einem Aufrappeln

Aber nach der Pause ging es einstweilen im gleichen Stil weiter. Fortitudo zog auf 17:13 davon. Doch der TVA wäre nicht der TVA, wenn er klein beigegeben hätte. Coach Andreas Wild beorderte mit Rouven Inauen, Fabio Hörler und Noah Inauen einen geradezu bestürzend jungendlichen Rückraum aufs Feld. Ihm gelang es, sukzessive eine Wende herbeizuführen, so dass es in der 53. Minute 22:22 stand. In der Folge hätten Gelegenheiten bestanden, beide Punkte aus Gossau zu entführen. Aber mangelnde und angesichts des Durchschnittalters der Mannschaft entschuldbare Cleverness verhinderten dies – mit eingerechnet die eingangs geschilderte Penaltyszene.

TSV Fortitudo Gossau 2 - TV Appenzell 23:22 (14:13)

Buechenwaldhalle Gossau - 89 Zuschauer - Schiedsrichter: Hardegger L./Hardegger S.

Für den TVA spielten: Raffael Graf (3 Paraden)/Thomas Brülisauer (6 Paraden); Noah Inauen, Yannick Inauen (3), Tim Thür (1), Simon Manser (5/1), Rouven Bischof (1), Fabio Hörler (3), Lukas Gamrat, Rouven Inauen (1), Laurin Manser (2), Ramon Inauen, Fabrice Oberle, Elias Valaulta (6/3). – Strafen: Fortitudo 4 x 2 Minuten plus Disqualifikation Eric Stark, Appenzell 3 x 2 Minuten.

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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