Herren 1 nicht auf gewohntem Niveau28.09.2019

Das 1.Liga-Handballspiel zwischen den Seen Tigers in Winterthur und dem TV Appenzell war weitestgehend ausgeglichen. Die Führung wechselte immer wieder ab. Am Ende verloren aber die Innerrhoder eine wichtige Partie mit 30:33 (15:16).

Die Innerrhoder haben sich einige technische Fehler erlaubt. Sie bekundeten gegen die offensive Deckung von Seen Tigers Mühe ihr Tempospiel aufzubauen und konnten nicht wie gewünscht Druck auf das gegnerische Tor erzeugen. Aufgrund der vielen Gegentore, konnten selten einfache Tore per Gegenstoss erzielt werden. Der gewohnte Rückhalt der Torhüter war für einmal auch nicht gegeben. Trotz wirkungsvoller Umstellung auf eine offensive 4:2 Deckung, haben haltbare Bälle den Weg ins Tor gefunden. Nach der Pause hatten die Gäste einen schlechten Start in die zweite Hälfte erwischt, sind schnell drei bis vier Tore in Rückstand geraten und konnten diesen trotz einem Timeout nicht mehr aufholen. Alles in allem war aber die Leistung der gesamten Mannschaft nicht auf dem Niveau, wie es in der Spielen zuvor war. Einzig Elias Valaulta (spielte in der zweiten Halbzeit nur noch in der Abwehr) und Yannick Inauen wussten zu überzeugen. Sie erzielten mit je sechs auch am meisten Treffer, gefolgt von Rouven Bischof mit fünf, wobei sich fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Bei Appenzell fehlten vier Spieler, darunter Sven Sutter und Fabrice Oberle. Damit dennoch 14 Spieler auf dem Matchblatt figurierten, waren darauf auch die beiden Trainer Lukas Gamrat und Andreas Wild aufgeführt, wobei Letzterer "nur" als Coach amtete.

Gute 1. Hälfte

Die Partie begann für Appenzell nicht schlecht, denn die Innerrhoder lagen schnell mit 2:0 in Führung. Nach dem 3:3 Ausgleich lagen dann aber auch die Zürcher erstmals vorne. Bis zur Pause stand die Partie entweder Unentschieden, oder Appenzell bzw. die Winterthurer führten mit einem Tor Vorsprung. Die Innerrhoder spielten in der ersten guten Hälfte praktisch immer mit der gleichen Formation. Einige Flügeleinläufe brachten die Abwehr der Seen Tigers in Bedrängnis und die Verteidigung der Gäste agierte mit einer gesunden Aggressivität.

Rascher Rückstand

Nach dem 15:16 zur Pause lagen die Innerrhoder 50 Sekunden nach Wiederbeginn mit 15:18 zurück und in der 37. Minute waren es vier Tore Differenz. Dies brach den Appenzellern das Genick. Die Gäste kamen in der Folge nie mehr näher als auf zwei Tore heran. Drei Treffer waren es auch eine Minute vor Schluss und am Ende unterlag Appenzell mit 30:33. Erschwerend für die Akteure war, dass die Schiedsrichter jeweils ungewohnt schnell auf Zeitspiel anerkannten. Diese sprachen gegen die Winterthurer auch acht und gegen Appenzell fünf Zweiminutenstrafen aus.

Mit der dritten Niederlage im vierten Spiel sind die Appenzeller auf Rang sieben von acht Mannschaften abgerutscht, während Seen Tigers seine erste Partie gewann. Nächsten Samstag sind in Appenzell die viertplatzierten Pfader Neuhausen zu Gast.

Seen Tigers - TV Appenzell 33:30 (16:15)

Neuhegi Winterthur - 50 Zuschauer - Schiedsrichter: Schmid/Walther

Für den TVA spielten: Raffael Graf/Thomas Brülisauer; Yannick Inauen (6/9), Andreas Wild, Tim Thür, Simon Manser, Rouven Bischof (5), René Rigas (1), Fabio Hörler (2), Lukas Gamrat (4), Rouven Inauen (2), Laurin Manser (1), Ramon Inauen (3), Elias Valaulta (6/1). - Strafen: 8 x Zweiminuten gegen Seen Tigers, 5 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Martin Kradolfer

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