Herren 1 verabschiedet sich achtbar aus dem Cup23.09.2019

Eine 22:27-Niederlage gegen die SG GS/Kadetten Espoirs bedeutet für den TV Appenzell das Aus im Sechzehntelfinal.

Handballfoto

In einem gefälligen, ausserordentlich fair ausgetragenen Spiel setzte sich am Montagabend die NLB-Mannschaft der SG Gelbschwarz/Kadetten Espoirs aus Schaffhausen gegen die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell letztlich klar durch. Damit geht der Schweizer Cup ohne die Innerrhoder in die Achtelfinals.

Das Resultat von 27:22 aus ihrer Sicht muss den Schaffhausern bekannt vorgekommen sein. Am Sonntagabend hatten sie am anderen Ende der Schweiz Chênois Genève Handball mit dem gleichen Ergebnis geschlagen. Nur 24 Stunden später gingen sie in Appenzell erneut als 27:22-Sieger aus der Halle. Bei zwei Spielen innerhalb von 24 Stunden – und bei der räumlichen Distanz der Spielorte – hätten die Munotstädter allenfalls Müdigkeit geltend machen können. Davon wollte ihr Coach Marco Lüthi aber nichts wissen: „Meine Spieler sind jung; die verkraften einen solchen Effort. Und auf der Heimreise von Genf konnten sie ja im Car etwas schlafen…“ Die Tatsache, dass die Schaffhauser den Match mit Respekt angingen, liess sich an der Präsenz von Weltklasse-Handballer Gabor Csaszar auf der Betreuerbank ableiten.

Illusionslos ins Spiel gegangen

Andreas Wild, der Co-Trainer des TV Appenzell, machte sich angesichts der für sein Team ja keineswegs ungünstigen Ausgangslage gleichwohl keine Illusionen. „Wir wollen sicher versuchen, den Gegner etwas zu ärgern und möglichst lange gut mitzuhalten. Aber realistischerweise liegt die Favoritenrolle klar bei den Schaffhausern“, ordnete er die Dinge vor dem Anpfiff ein. Und diese Dinge lassen sich statistisch untermauern. Nicht weniger als 560 Länderspiele in den U17-, U19- und U21-Nationalmannschaften waren auf der Liste jener Mannschaft vereinigt, die am Montagabend in der Wühre antrat. Dazu kommen noch drei A-Länderspiele von „Doppelmeter“ Noah Haas, dem von der Körpergrösse her Kreisläufer Mats Hirt in nichts nachsteht.

Trotzdem gut geschlagen

Beim TVA erstarrte man ob solcher physischer Unterschiede keineswegs in Ehrfurcht. Zwar blieb das 1:0 die einzige Führung im ganzen Spiel. Aber das offensichtliche Bemühen, sich nicht über Gebühr distanzieren zu lassen, war über die ganzen 60 Minuten erkennbar. Die Innerrhoder zogen ihre gewohnte, vom Tempo geprägte Gangart auf und kamen mit kraftvollen Durchbrüchen von Rouven Bischof und Simon Manser aus dem Rückraum zu schönen Toren. Häufig gesucht und ebenso häufig gefunden wurde mit teils kecken Anspielen auch Kreisläufer Sutter. Gut ins Ensemble einfügen konnte sich der in dieser Saison erstmals im Fanionteam auflaufende Loris Zeller.

Für den TVA geht es nun am kommenden Samstag, 28. September (Anpfiff um 17.00 Uhr), mit dem Meisterschaftsspiel in der Winterthurer Neuhegihalle gegen die Seen Tigers weiter.

TV Appenzell - SG GS/Kadetten Espoirs 22:27 (11:15)

Wühre Appenzell - 155 Zuschauer - Schiedsrichter: Häner/Maurer

Für den TVA spielten: Thomas Brülisauer/ Raffael Graf (für 1 Penalty); Loris Zeller (1), Yannick Inauen (1), Tim Thür (1), Simon Manser (5/2), Rouven Bischof (5), René Rigas, Fabio Hörler (1), Rouven Inauen (1), Laurin Manser, Fabrice Oberle, Elias Valaulta (1), Sven Sutter (5). - Strafen: 4 x Zweiminuten gegen Appenzell, 2 x Zweiminuten gegen Schaffhausen.

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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