Herren 1 - toll gekämpft und doch verloren18.09.2019

Nach einem hart umkämpften Spiel beim SV Fides kehren die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell mit einer 23:24-Niederlage aus St. Gallen zurück.

Handballfoto

In einer lange Zeit auf Messers Schneide sich abwickelnden Partie geben die Innerrhoder in den letzten zehn Minuten das Heft aus der Hand, kämpfen sich aber noch einmal heran. Einer der Gründe für den knappen Sieg des SV Fides ist dessen physische Überlegenheit im Rückraum.

Wahrhaft nahrhaft – so lässt sich das Programm charakterisieren, das der TV Appenzell derzeit zu bestehen hat. Nach den beiden Auswärtsspielen in Arbon am letzten Samstag und in St. Gallen am letzten Mittwoch zum Auftakt der Meisterschaft folgt nun das Heimspiel gegen den Tabellenleader HC Andelfingen. Angepfiffen wird es am Samstag, 21. September, um 19.30 Uhr. Und schon am Montag, 23. September, erwarten die Innerrhoder im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups das NLB-Team GS/Kadetten Espoirs aus Schaffhausen. Diese Partie beginnt um 20.30 Uhr. Das ergibt somit vier Spiele in zehn Tagen, was für Amateure Fragen bezüglich der Belastbarkeit aufwirft.

Kräftezehrende Begegnung

Von Schonung angesichts dieser strapaziösen Sequenz war beim TVA im Fides-Match indes nichts zu spüren. Von Beginn weg agierte er im Athletikzentrum mit jenem Tempo, auf das sein Spiel ausgerichtet ist. Vor allem Yannick Inauen, ein paar Mal hervorragend lanciert, wusste in der Startphase zu gefallen, Sein Tor zum 4:8 auf ein phänomenales Zuspiel löste als ein besonderes Schmankerl bei den Zuschauern ein Raunen aus. Die Arbeit der Innerrhoder im Abwehrbereich war, wie auf der Gegenseite, gekennzeichnet von kernig-hartem und mitunter im Grenzbereich anzusiedelndem Einsteigen. Jedenfalls gingen sie diesen Part unerschrocken an. Und was doch aufs Tor kam, fand in Raffi Graf oftmals den Meister. Zur Pause wies der TVA-Torhüter eine Abwehrquote von über 40 Prozent auf.

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Übergewicht im Rückraum

Vier Minuten nach der Pause ging der SV Fides mit dem 13:12 erstmals in Führung, musste diese aber zwischenzeitlich wieder abgeben. Gleichwohl war irgendwie spürbar, dass sich eine Wende zugunsten der St. Galler anbahnte. Als einer der Faktoren hiefür muss die körperliche Überlegenheit der Fides-Rückraumspieler angesehen werden. Deren Schüsse aus der „zweiten Etage“ fanden nun vermehrt den Weg ins Appenzeller Tor. Da half es auch wenig, dass sich Sven Sutter am Kreis wirkungsvoll in Szene zu setzen vermochte. Und der siebte Feldspieler, mit dem die TVA-Bank kurzzeitig operierte, erzielte nicht die angestrebte Wirkung. Der zu keiner Zeit erlahmende Siegeswille brachte die Innerrhoder schliesslich aber doch noch bis auf ein Tor heran.

„Wir wissen, dass im Rückraum bezüglich des Wurfpotenzials ein Manko besteht. Da können wir einfach nicht mithalten. Unsere Möglichkeiten liegen realistischerweise im Tempospiel, mit dem wir vor allem über die Flügel und den Kreis zum Erfolg kommen müssen“, waren sich Trainer Lukas Gamrat und Co-Trainer Andreas Wild einig.

SV Fides - TV Appenzell 24:23 (11:12)

AZSG 1-3 St.Gallen - 100 Zuschauer - Schiedsrichter: Dilber/Schneider

Für den TVA spielten: Raffi Graf (12 Paraden)/Thomas Brülisauer (2 Paraden); Yannick Inauen (7), Tim Thür (1), Simon Manser (8/2), Rouven Bischof, René Rigas (2), Fabio Hörler, Rouven Inauen (1), Laurin Manser, Ramon Inauen, Fabrice Oberle, Elias Valaulta (1), Sven Sutter (3). - Strafen: 4 x Zweiminuten gegen Fides, 2 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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