Herren 1 für beachtliche Leistung nicht belohnt04.05.2019

Die Innerrhoder 1. Liga-Handballer lagen in der Partie bei den Red Dragons Uster oft leicht in Führung. Als drei Minuten vor dem Ende Appenzell auf 27:25 erhöhte, hätte dies die Entscheidung sein können. 118 Sekunden vor Schluss kassierte aber ein Innerrhoder eine unglückliche Zweiminutenstrafe und Appenzell verlor noch mit 27:28 (14:12).

Spielertrainer Lukas Gamrat verzichtete ohne Not auf einen Einsatz als Spieler. Mit ihrem schnellen und druckvollen Angriffsspiel hielten die Gäste den Tabellenführer in Schach und gingen mit einem Zweitore-Vorsprung in die Pause, da die Red Dragons mit vier Holzschüssen in kurzer Zeit von argem Abschusspech verfolgt waren. Appenzell musste - nach einem Dreitore-Vorsprung - Uster in der 37. Minute den 16:16-Ausgleich zugestehen, hatte dann aber wieder stets die Nase vorn. Eine Augenweide war das Spiel auf Kreisläufer Sven Sutter, oft nach Zuspielen von René Rigas und Elias Valaulta. Die Red Dragons versuchten mit allen Mitteln Sven Sutter in den Griff zu bekommen, mussten sich aber trotzdem von ihm acht Mal überlisten lassen. Und nach einer für die Einheimischen umstrittenen Balleroberung konnte der Innerrhoder in der 57. Minute alleine davon ziehen und auf zwei Tore Vorsprung erhöhen. Als nach Ansicht der Unparteiischen Rouven Inauen einen Ball absichtlich blockierte, kassierte er eine Zweiminutenstrafe und die Einheimischen - angefeuert vom frenetischen Publikum - erzielten noch drei Treffer zum Sieg. Auch ein Timeout 30 Sekunden vor dem Ende brachte den Ausgleich nicht mehr. Damit wurden die Gäste für eine insgesamt gute Leistung nicht belohnt. Dies trotz, dass auch Simon Manser aus dem Rückraum einige Treffer erzielte und auch die Flügel zu gefallen wussten. Im Tor wies Thomas Brülisauer eine Abwehrquote von beachtlichen 45 Prozent auf.

Alles in allem zufrieden

Die Abstiegsrunde ist damit beendet. Aus der Gruppe 1 mit dem TV Appenzell müssen Magden/Möhlin und Vorderland auf den Rängen sieben und acht direkt absteigen. Sportlich absteigen wollte nach eigenen Angaben mangels genügenden 1. Liga-Spielern auch Romanshorn, welches die zweitletzte Abstiegsrundenpartie gegen Vorderland forfait erklärte, aber zum letzten Spiel auf Wunsch des Verbandes wieder antrat. Dies auch weil der Spielmodus vorsieht, dass die beiden Sechstplatzierten der Abstiegsgruppen in einer Barrage noch einen weiteren Absteiger ausmachen müssen.

Mit dem vierten Rang in der Abstiegsrunde und der im Dezember nur knapp verpassten Aufstiegsrunde haben die Innerrhoder über die ganze Saison hinweg gesehen die Erwartungen erfüllt. Dies trotz einem schmalen Kader und verletzungsbedingten Ausfällen. Einige jüngere Spieler konnten Fortschritte erzielen und weitere ehemalige Junioren sollen noch in die Mannschaft eingebaut werden. Mit demselben Trainerduo - Lukas Gamrat und Andreas Wild - sieht der sportliche Leiter der Innerrhoder, Martin Geisser, für die nächste Saison noch Luft nach oben.

Red Dragons Uster - TV Appenzell 28:27 (12:14)

Buchholz Uster - 120 Zuschauer - Schiedsrichter: Ràcz/Troisler

Für den TVA spielten: Thomas Brülisauer/Jan Bischof/Raffael Graf; Lukas Manser (2), Yannik Inauen (4), Simon Manser (6/2), René Rigas (2), Fabio Hörler (2), Rouven Inauen, Laurin Manser, Elias Valaulta (3/1), Sven Sutter (8). - Strafen: 3 x Zweiminuten gegen Uster, 1 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Martin Kradolfer

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