Herren 1 für Disziplin und Kampfgeist belohnt09.03.2019

Mit einem 31:27-Heimsieg über den Tabellenführer Pfader Neuhausen holt sich der TV Appenzell zwei wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt.

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Die Innerrhoder 1.-Liga-Handballer bekamen im Spitzenkampf vom letzten Samstagabend ein Spiel, das lange völlig ausgeglichen verlief, gegen Mitte der zweiten Halbzeit allmählich in den Griff. Sie besannen sich rechtzeitig ihrer Stärken und lieferten in der Schlussviertelstunde eine tadellose Leistung ab.

Die 39. Spielminute notierten wir uns als jene, die aus Appenzeller Sicht der Begegnung die Wende zum Guten gab. Torhüter Raffi Graf wehrte beim Stand von 20:19 einen Penalty ab. Im Gegenzug fischte sich Sven Sutter im Gemenge am Kreis einen schwierigen Ball und brachte ihn im Neuhauser Tor unter. Das war so etwas wie die Initialzündung für eine Appenzeller Schlussphase, der die Gäste nichts Gleichwertiges mehr entgegenzusetzen hatten.

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Enge erste Halbzeit

So wie das Spiel in der ersten Halbzeit lief, stand zu erwarten, dass es eine „enge Kiste“ würde. Keiner Mannschaft gelang es, sich abzusetzen, wobei die Tore beidseits praktisch nur aus dem Positionsangriff fielen; Gegenstösse blieben rar. Erst in der 23. Minute ertrotzte sich der TV Appenzell mit dem 12:10 erstmals eine Zwei-Tore-Führung, auf die Neuhausen mit einem Timeout reagierte und danach postwendend eine Antwort fand. So ertönte beim Stand von 15:14 der Sirenenton zur Pause.

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Das berühmte Momentum

In ähnlichem Stil ging es nach dem Wiederanpfiff zunächst weiter. Nachdem Geburtstagskind Simon Manser mit drei Toren in kurzer Folge seine Gefährlichkeit angedeutet hatte, „beschenkten“ ihn die Neuhauser über eine gewisse Zeit mit einer Manndeckung. Das vermochte freilich nicht zu verhindern, dass in der besagten 39. Minute das Momentum auf die Seite der Innerrhoder wechselte. Mit dem abgewehrten Penalty und mit zwei Toren von Kreisläufer Sven Sutter – das zweite nach einem sehenswerten Backhand-Anspiel von Simon Manser – läutete der TV Appenzell den Schlussspurt ein. Zwar kamen die Pfader beim 24:23 noch einmal bedrohlich nahe, doch danach schufen die Innerrhoder eine immer beruhigendere Distanz. „Disziplin und Kampfgeist haben den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben“, ortete der Sportliche Leiter Martin Geisser, der das Coaching für den abwesenden Andreas Wild übernommen hatte, die Gründe für den wertvollen Sieg.

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Mit neun Punkten aus sieben Spielen steht der TV Appenzell bei Halbzeit der Abstiegsrunde auf Tabellenrang zwei. Der Spielplan hält ihm noch vier Auswärts- und drei Heimspiele bereit. Entschieden ist in Sachen Ligaverbleib also noch gar nichts, zumal der Punkteabstand nach hinten noch keinen Anlass zum Zurücklehnen geben kann.

TV Appenzell - Pfader Neuhausen 31:27 (15:14)

Wühre Appenzell - 270 Zuschauer - Schiedsrichter: Eberhard/Lanz

Für den TVA spielten: Raffi Graf/Jan Bischof; Lukas Manser, Yannick Inauen (2), Fabian Schneider (5), Simon Manser (6), Rouven Bischof, René Rigas (1), Thomas Loser (1), Lukas Gamrat (3), Julien Clavien, Laurin Manser, Elias Valaulta (2/1), Sven Sutter (11). - Strafen: 5 x Zweiminuten gegen Appenzell, 5 x Zweiminuten gegen Neuhausen.

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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