Herren 1 - das Aufbäumen kam zu spät09.02.2019

Im vierten Spiel der Abstiegsrunde verlieren die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell beim HC Romanshorn 24:26 (11:13).

Ein arger Durchhänger in der zweiten Halbzeit lässt den TV Appenzell einen Punkverlust erleiden, der in einer starken Schlussphase beinahe noch hätte vermieden werden können. Aber am Ende jubelten dann doch die um eine Spur abgeklärteren Romanshorner.

Wüsste man es nicht schon längst, hätte man es am Samstagabend in der Sporthalle der Kantonsschule Romanhorn wieder einmal bestätigt bekommen: In einem Handballmatch ist auch bei einem mutmasslich vorentscheidenden Spielstand noch alles möglich. Zwölf Minuten vor Schluss lag der TV Appenzell beim Stand von 23:16 mit sieben Toren im Hintertreffen. Man hielt das Spiel für gelaufen. Doch anderthalb Minuten vor dem Abpfiff lautete das Skore dann plötzlich 24:23. Wie aus dem Nichts hatten sich die Innerrhoder wieder herangepirscht und schienen das scheinbar Unmögliche doch noch möglich zu machen. Fehlende Kaltblütigkeit und der glänzend agierende, NLA-erprobte Philipp Jochum im Tor der Thurgauer knickten dann aber die letzten Hoffnungen.

Flotter Beginn

In Sachen Torhüterleistung stand Raffi Graf seinem Antipoden kaum nach. Gleich zu Beginn wehrte einen Penalty ab und parierte kurz darauf auch noch einen aus nächster Nähe abgegebenen Schuss. Insgesamt kam er auf eine Abwehrquote von 41 Prozent, was einen vorzüglichen Wert darstellt. Ein solcher Auftakt liess Positives erwarten, zumal der TVA auf die Romanshorner Torerfolge stets prompt eine Antwort fand. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff gingen die Thurgauer in Führung. Sie sollten sie bis zum Ende nicht mehr abgeben.

Flaue Phase

Nach Wiederanpfiff zog der HC Romanshorn sukzessive davon, derweil den Innerrhodern über eine längere Zeit kaum noch etwas gelingen wollte. Technische Fehler und zu wenig konzentriert vorgenommene Abschlüsse – namentlich von den Flügelpositionen aus – schufen eine deutliche Distanz. Einzig die Achse an den Kreis zwischen Valaulta und Sutter zeitigte einigen Effekt, sei es mit direktem Torerfolg oder via Siebenmeter. Nachdem Romanshorn-Coach Vedran Banic auf Lukas Gamrat eine Manndeckung angeordnet hatte, kam auch aus dem Rückraum nur noch wenig Zählbares.

Bemerkenswerter Endspurt

Zwölf Minuten vor Schluss schien sich der TVA dann doch noch seiner Stärken zu besinnen. Tor um Tor holte er auf und löste damit auf Thurgauer Seite etwelche Nervosität aus. Als Yannick Inauen anderthalb Minuten vor Schluss das Anschlusstor zum 24:23 erzielte, erschien sogar ein Punktegewinn nicht mehr illusorisch. Aber innerhalb von 25 Sekunden zog der HC Romanshorn wieder auf drei Tore weg, womit Fabio Hörlers Schlusstreffer zum 26:24 lediglich noch Resultatkosmetik war. Auch wenn nicht alles nach den Vorstellungen verlief, verdient die Leistung der jungen Mannschaft, in dessen Reihen die Absenz von Fabian Schneider und Laurin Manser ins Gewicht fiel, Respekt. Sie hat „es“ nie schleifen lassen und sich auch in vermeintlich aussichtsloser Situation wieder aufgerappelt.

HC Romanshorn - TV Appenzell 26:24 (13:11)

Kantonsschule Romanshorn - 200 Zuschauer - Schiedsrichter: Racz/Troisler

Für den TVA spielten: Raffi Graf/Jan Bischof; Lukas Gamrat (4), Elias Valaulta (3/2), Rouven Bischof, Thomas Loser (1), Julien Clavien, Fabio Hörler (2), Lukas Manser (2), Simon Manser (2/1), Sven Sutter (8/3), Rouven Inauen, Yannick Inauen (2), Ramon Inauen. - Strafen: 2 x Zweiminuten gegen Romanshorn, 2 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Martin Hüsler

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