Herren 1 verpasst trotz Sieg die Finalrunde15.12.2018

Mit einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte konnten die Innerrhoder 1. Liga Handballer des TV Appenzell gegen Frauenfeld nach einem Rückstand die Partie noch drehen und vor gegen 200 Zuschauern mit 26:22 (11:14) gewinnen.

Handballfoto

Da aber Fortitudo Gossau gegen Romanshorn auch knapp gewann, verpassten die Appenzeller die Innerrhoder die Finalrunde hauchdünn.

Die Entscheidung um die Finalrundenqualifikation der ersten vier Mannschaften der Qualifikationsrunde fiel in der letzten Runde äussert knapp aus. Nach dem die Fürstenländer gegen Romanshorn mit bis zu fünf Treffern in Führung lagen, glichen die Thurgauer in der 58. Minute zum 25:25 aus. Erst 28 Sekunden vor dem Ende erzielten die Gossauer mit dem 26:25 die für sie notwendigen zwei Punkte. So belegt Appenzell punktgleich mit dem qualifizierten Gossau den 5. Rang, weil die Tordifferenz der Innerrhoder klar die weniger gute ist. Dies obwohl die Appenzeller Fortitudo zweimal geschlagen haben, auch gegen die Finalrundenteilnehmer Frauenfeld und Fides St.Gallen Punkte holten, dafür aber gegen die schlechter rangierten Neuhausen und Romanshorn zu viele Zähler liegen liessen. Insgesamt fällt somit die Bilanz der Vorrunde durchzogen aus. Die noch sehr junge und wenig routinierte Mannschaft spielte insgesamt zu unkonstant, hat aber sicher gute Zukunftsaussichten, ist der sportliche Leiter Martin Geisser überzeugt.

Rückstand zur Hälfte

Nebst Lukas Gamrat - der nach seinem zweifachen Jochbeinbruch mit gelungener Operation noch fünf bis sieben Wochen ausfallen wird - mussten die Innerrhoder auch auf den Auslandabwesenden Laurin Manser verzichten. In der ersten Halbzeit bekundeten die Einheimischen Probleme ins Spiel zu kommen und vergaben etliche gute Chancen, darunter auch zwei Siebenmeter. Nach einem 2:4 Rückstand gelang es ihnen allerdings nach zehn Minuten zum 4:4 auszugleichen. Aber schon nach einer guten Viertelstunde hiess es 4:8. Immerhin konnten die Platzherren einen zwischenzeitlichen Fünftore-Rückstand bis zur Halbzeit noch auf drei Treffer Differenz reduzieren.

Partie gedreht

In der zweiten Hälfte dauerte es noch wenige Minuten bis Appenzell das Spiel kippen konnte. Elias Valaulta wurde immer mehr zur zentralen Figur im Angriffsspiel der Innerrhoder und verwertete bis zum Ende ohne Fehlversuch auch alle fünf Siebenmeter. Er war es auch, der in der 38. Minute zum 16:16 ausglich und damit auch das Publikum weckte. Aber auch Fabian Schneider trug mit vier Treffern in Folge entscheidend zur Wende bei und im Tor gelangen Raffael Graf mehrere Big-Safe sowie insgesamt zwei Treffer ins leere Gehäuse der Gäste, die immer mehr nachliessen. So brachte der einheimische Keeper Appenzell in der 52. Minute auch erstmals mit 21:20 in Führung. Die Einheimischen waren nun nicht mehr zu stoppen und nach gut 57 Minuten war mit dem 26:21 mehr als die Vorentscheidung gefallen und am Ende gewann Appenzell mit 26:22. Mitentscheidung war wohl auch, dass Appenzell nur drei und Frauenfeld acht Zweiminutenstrafen kassierte. Wenn die Innerrhoder so ambitioniert auftreten wie in der zweiten Hälfte gegen Frauenfeld, braucht man sich für die Abstiegsrunde keine Sorgen zu machen.

Zu einem Selbstläufer wird diese aber nicht werden. Um sicher nicht abzusteigen, muss von den acht Mannschaften mindestens (wiederum) der vierte Rang erreicht werden. Würde Appenzell nach wiederum 14 Spielen nur den 5. oder 6. Rang belegen, käme es noch zu zwei Kreuzspielen gegen Mannschaften der zweiten Abstiegsrundengruppe. Die Equipen auf den Rängen sieben und acht steigen direkt ab. Neu gegen Uster, Frick, Magden/Möhlin und Kloten sowie die bekannten Neuhausen, Romanshorn und Vorderland sind die Einheimischen aber zuversichtlich in ihrer Gruppe einen Platz unter den ersten vier zu erzielen.

TV Appenzell - SC Frauenfeld 26:22 (11:14)

Wühre Appenzell - 210 Zuschauer - Schiedsrichter: Schmid / Walther

Für den TVA spielten: Jan Bischof/Raffael Graf (2 Tore); Lukas Manser, Yannick Inauen (2), Fabian Schneider (6), Simon Manser (2), Rouven Bischof, René Rigas (3), Fabio Hörler (1), Thomas Loser (2), Rouven Inauen, Julien Clavien, Elias Valaulta (7/5), Sven Sutter (1). - Strafen: 3 x Zweiminuten gegen Appenzell, 8 x Zweiminuten gegen Frauenfeld.

Bericht: Martin Kradolfer / Bilder: Dani Gmünder

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