Herren 1 - die Überraschung blieb aus 09.09.2018

Der TV Appenzell muss im Schweizer Cup gegen den NLB-Vertreter HS Biel eine 28:39-Niederlage hinnehmen.

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Nach ihrem höchst achtbaren Abschneiden im samstäglichen Meisterschaftsspiel gegen den HSC Kreuzlingen, das 29:30 verloren ging, hielten die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell im sonntäglichen Cupspiel gegen HS Biel aus der Nationalliga B bis zur Pause ausgezeichnet dagegen. Am Ende schwangen die Höherklassigen dann aber doch deutlich mit 39:28 obenaus und ziehen nun in den Sechzehntelfinal ein.

Die Ansetzung des Cupspiels nur 24 Stunden nach der ersten Meisterschaftspartie liess erwarten, dass der "Tank" bei beiden Mannschaften gelegentlich leer sein würde. In der ersten Halbzeit war davon sowohl bei Handballsport Biel, das tags zuvor in Emmen eine 29:33-Niederlage kassiert hatte, als auch beim TV Appenzell wenig zu spüren, entwickelte sich doch eine beidseits in beachtlichem Tempo absolvierte Partie. Nach der Pause, die man beim Stand von 17:18 antrat, brachen die Innerrhoder dann aber ein und konnten der Bieler Überlegenheit nicht mehr viel entgegenhalten.

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Der "Pfuus" war draussen

Andreas Wild, der zusammen mit Lukas Gamrat in der Funktion eines Spielertrainers agiert, in den beiden Spielen vom Wochenende aber von der Bank aus dirigierte, musste eingestehen, dass seiner Mannschaft die Kraft allmählich abhanden kam: "In der ersten Halbzeit haben wir ausgezeichnet mitgehalten, doch mit zunehmender Spieldauer ging uns der 'Pfuus' aus." Das war auch insofern erkennbar, als sich auf Appenzeller Seite technische Fehler und Fehlwürfe häuften und die Deckung löchrig wurde. Die Oberklassigen, die mit lediglich neun Feldspielern nach Appenzell gekommen waren, nutzten das rigoros aus und konnten so die Tordifferenz sukzessive vergrössern. Dabei gelangen ihnen ein paar sehenswerte Spielzüge. Pech für den TVA war es, dass der bis dahin untadelige Torhüter Raffi Graf bereits in der 11. Minute mit einer Wadenverletzung ausschied.

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Gute Ansätze

Der Unterschied von elf Toren täuscht darüber hinweg, dass beim TVA gute Ansätze auszumachen sind. Die Vorgabe, schnellen Handball zu spielen, wird von der Aufbaureihe mit Elias Valaulta, René Rigas, Simon Manser und Lukas Gamrat gut umgesetzt Vor allem Simon Manser hat an spielerischer Statur gewonnen und entwickelt zunehmend Goalgetter-Qualitäten. Wird der Weg über den Kreis gesucht, so wissen Sven Sutter und Laurin Manser ihren Körper wirkungsvoll einzusetzen.

TV Appenzell – HS Biel 28:39 (17:18)

Wühre Appenzell - 140 Zuschauer - Schiedsrichter: Hasler/Hungerbühler

Für den TVA spielten: Raffi Graf/Jan Bischof; Julien Clavien, Lukas Gamrat (6), Yannick Inauen (4), Thomas Loser (1), Laurin Manser (1), Lukas Manser (1), Simon Manser 6/2), René Rigas (1), Fabian Schneider (1), Sven Sutter (3/1), Elias Valaulta (4/3). - Strafen: 6 x Zweiminuten gegen Appenzell, 3 x Zweiminuten gegen Biel.

Toller Auftritt in Kreuzlingen

Das strapaziöse Wochenende hatte für den TVA am Samstagabend in der Kreuzlinger Egelsee-Halle begonnen. Zum Meisterschaftsauftakt gingen die Innerrhoder gegen den HSC Kreuzlingen als Aussenseiter in die Partie. Es sah aber lange Zeit nach einer zünftigen Überraschung aus, wurde doch Kreuzlingen, das sich auf die neue Saison hin ordentlich verstärkt hat, seiner Favoritenrolle keineswegs gerecht. Mitte der ersten Halbzeit führte der TVA erstaunlicherweiser 12:6, wobei sich namentlich Simon Manser und René Rigas als treffsicher erwiesen und die Deckung samt Torhüter Jan Bischof wenig zuliess. Spielertrainer Lukas Gamrat kam erstmals in der 23. Minute aufs Feld. Es gelang den Innerrhodern, den Gegner bis zur Pause mit einem Zweitore-Vorsprung auf Distanz zu halten.

Kurz nach Wiederanpfiff kam Kreuzlingen mit dem 16:16 gleichauf und ging danach erstmals in Führung. Aber die Innerrhoder liessen sich nicht abschütteln und hielten sich mit Kampfgeist und tollen Paraden von Torhüter Raffi Graf im Spiel. In der 57. Minute konnte Sven Sutter mit dem 29:29 den Gleichstand wieder herstellen. Doch eine Zeigerumdrehung später erzielte Routinier Valon Dedaj den Siegtreffer für die Thurgauer, die aber erkennen mussten, dass auch namhafte Zuzüge noch keine Erfolgsgaranten sind.

HSC Kreuzlingen - TV Appenzell 30:29 (14:16)

Egelsee Kreuzlingen - 160 Zuschauer - Schiedsrichter: Bienz/Stolley

Für den TVA spielten: Jan Bischof/ Graf; Lukas Manser (1), Inauen (2), Schneider (2), Simon Manser (7/4), Rouven Bischof, Rigas (3), Loser (1), Gamrat (4), Clavien, Laurin Manser, Valaulta (4/3), Sutter (5). - Strafen: 2 x Zweiminuten gegen Kreuzlingen, 3 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Thomas Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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