Herren 1 mit Sieg als Geschenk an Trainer Koso28.04.2018

Mit einem 29:26-Erfolg gegen die Red Dragons aus Uster beenden die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell die Saison 2017/18. Es ist das letzte Spiel unter Trainer Enver Koso.

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Ein letztlich kaum erwarteter vierter Platz in der über 14 Runden gehenden Aufstiegsrunde ist der schöne Lohn für eine Mannschaft, die gegen teils nominell weit höher eingestufte Gegner ihre Haut so teuer als möglich verkaufte und die Hälfte der Partien erfolgreich gestalten konnte. Dabei war, übers Ganze gesehen, die Saison von manchen Erschwernissen beeinträchtigt.

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Nach der Schlusssirene brachte die Mannschaft ihre Wertschätzung für den scheidenden Trainer Koso noch einmal deutlich zum Ausdruck, nachdem sie bereits vor Spielbeginn ein an ihn gerichtetes Dankesspruchband entrollt hatte. Der einstige Weltklasse-Handballer – 1980 mit Jugoslawien an den Olympischen Spielen von Moskau – holte das Maximum aus den Möglichkeiten heraus, die sich ihm in Appenzell boten. "Ich hatte praktisch nie die ganze Mannschaft im Training, weil Verletzungen und durch das Militär bedingte Abwesenheiten das Kader ausdünnten. Und dann mussten wir zum Jahresbeginn auch noch den Weggang von Topskorer Dano Waldburger zu Forti Gossau wegstecken. Umso höher ist, über die ganze Saison gesehen, die Leistung einzustufen", wand Koso dem Team ein Kränzchen.

Vorhandenes Potenzial ausgeschöpft

Von einer mit Blick auf die vielen Absenzen schwierigen Saison sprach auch Martin Geisser, der Sportliche Leiter: "Für Koso konnte es eigentlich fast nur um Schadensbegrenzung gehen. Aber das ist ihm mit der Qualifikation für die Finalrunde bestens gelungen. Und in dieser Finalrunde hat die junge Mannschaft realisiert, dass sie wegen des Fehlens von Leistungsträgern keineswegs abfällt. Lediglich gegen den HC Wädenswil hat sie keine Punkte geholt. Das zeigt auf, wie viel Potenzial in ihr steckt."

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Neues Trainergespann

Wie sich die Mannschaft in der Saison 2018/19 zusammensetzt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fix. Die meisten Spieler bleiben in Appenzell. Trainiert werden sie von Lukas Gamrat und von Andreas Wild, die beide in Spielertrainerfunktion agieren werden. Andreas Wild war in der abgelaufenen Saison Assistenztrainer bei Forti Gossau, kam dort aber auch als Spieler zum Einsatz. Aus dem Spielerkader verabschieden wird sich Arie Thür, der zum HSC Kreuzlingen wechselt.

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Abschiedsgeschenk

Den Schlusspunkt hinter die Saison setzte der TVA in einer beherzten Partie gegen die Red Dragons Uster, mit dem 195-fachen Nationalspieler Ivan Ursic in ihren Reihen. Er hatte für die Schweiz 571 Tore erzielte und lange Zeit auch in der Bundesliga beim HSV Hamburg gespielt. Mit seinen mittlerweile 42 Jahren hat er logischerweise einiges an Spritzigkeit eingebüsst, liess aber hie und da seine Klasse doch noch aufblitzen. Aber auch er vermochte nicht zu verhindern, dass die Innerrhoder mit einer einzigen Ausnahme, beim 12:13 kurz vor der Pause, nie im Rückstand lagen. In den zehn Minuten nach Wiederanpfiff kam es gar zu "Appenzeller Festspielen", machte der TVA doch hinten dicht und zog in fulminanter Weise vom 13:13 zum 21:14 davon. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Die Ustermer kämpften sich bis zur 59. Minute auf 27:26 heran, ehe Rigas und Wüthrich in der letzten Minute die siegsichernden Tore erzielten.

TV Appenzell – Red Dragons Uster 29:26 (13:13)

Wühre Appenzell - 290 Zuschauer - Schiedsrichter: Andreoli/Leu

Für den TVA spielten: Jan Bischof (8 Paraden)/Raffi Graf (13 Paraden); Lukas Manser (3), Yannick Inauen (3), Fabian Schneider (2), Rouven Bischof, René Rigas (1), Thomas Loser, Fabian Wüthrich (1), Lukas Gamrat (4), Arie Thür (8), Laurin Manser (1), Elias Valaulta (1), Sven Sutter (5). - Strafen: 1 x Zweiminuten gegen Appenzell, 3 x Zweiminuten gegen Uster.

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Thomas Hutter, Dani Gmünder

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