Herren 1 fährt ersten Finalrunden-Punkt ein18.02.2017

Der TV Appenzell erkämpft sich nach drei Niederlagen im vierten Spiel der Finalrunde gegen den SV Fides St. Gallen ein 22:22 (9:9).

Handballfoto

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit sah man den TV Appenzell nach drei Vierteln des Spiels bereits auf die Verliererstrasse einschwenken. Aber dank nie erlahmendem Kampfgeist machten die Innerrhoder Erstligisten einen Fünftore-Rückstand doch noch wett und erzwangen schliesslich die Punktteilung.

Die Ligazugehörigkeit auch für die nächste Saison haben sich sowohl der TV Appenzell als auch der SV Fides mit der Teilnahme an der Finalrunde gesichert. Der bisherige Verlauf ebendieser Finalrunde lässt für beide Teams allfällige Ambitionen in Sachen Aufstieg als unrealistisch erscheinen. So erwartete man ein Spiel zweier Mannschaften, die einander nicht (mehr) sonderlich weh tun und sich "Spielen und spielen lassen" zum Prinzip erheben.

Lange ausgeglichen

Aber die Partien zwischen dem TVA und Fides haben stets Derbycharakter, so dass bald einmal doch etwas Pfeffer ins Geschehen kam. Wir notierten nach zehn Minuten eine etwas ruppige Phase mit kleineren Nickligkeiten auf beiden Seiten. Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, erhöhte sich das Skore in Einerschritten bis zum Pausenstand von 9:9. Ein kleineres Kabinettstücklein war dabei Sutters Treffer zum 6:6. Für eine Aktion mit Unterhaltungswert war Mitte der ersten Halbzeit dann noch Appenzells Torhüter Graf besorgt. Er entledigte sich der langen Trainerhose und stand fortan kurzbehost zwischen den Pfosten – ein Bild, wie man es im Handball ganz selten zu sehen bekommt. Da wurden Erinnerungen an den Schweizer Nationaltorwart Kurt Wettstein aus den 1950er- und 1960er-Jahren wach.

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Fides zieht davon...

Nach der Pause dauerte es fünf Minuten, bis die Torproduktion wieder in Gang kam. Fides nahm in der Folge das Heft in die Hand und zog scheinbar vorentscheidend auf 17:12 davon. Ballverluste, Fehlwürfe und ein vergebener Siebenmeter auf Appenzeller Seite machten es den St. Gallern leicht, wegzuziehen. In dieser Situation wechselte TVA-Trainer Koso den lange Zeit sehr guten Graf im Tor durch Bischof aus. Die Rochade sollte Wirkung zeitigen, zumal sich auf Seiten von Fides Nachlässigkeiten ins Spiel schlichen.

...und Appenzell holt auf

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Vom wie gewohnt enthusiastisch mitgehenden Publikum getragen – 250 Fans waren in die Wührehalle gekommen –, verkürzten die Appenzeller die Tordifferenz sukzessive und hatten beim 20:20 den Gleichstand wieder erreicht. In dieser Phase tat sich namentlich Fabian Wüthrich mit sehenswerten Toren hervor. Wären nicht zwei Gegenstösse auf leichtfertige Weise vertändelt worden, hätte ein Sieg für den TVA gar in Reichweite gelegen. Fides ging noch zweimal in Führung, doch 35 Sekunden vor Schlusss erzielte Gamrat, der insgesamt auf eine Trefferquote von fünfzig Prozent kam, den Ausgleichstreffer. Das von Fides-Coach Erwin Ganz in der Folge genommene Team-Timeout brachte nichts mehr ein, so dass es zur alles in allem gerechten Punkteteilung kam.

TV Appenzell – SV Fides St.Gallen 22:22 (9:9)

Appenzell Wühre - 250 Zuschauer - Schiedsrichter: Celentano/Huber.

Für den TVA spielten: Raffi Graf/Jan Bischof; Lukas Manser, Yannick Inauen (1), Fabian Schneider (2), Simon Manser, Rouven Bischof, René Rigas, Fabian Wüthrich (3), Lukas Gamrat (10), Arie Thür (2), Laurin Manser, Elias Valaulta, Sven Sutter (4). - Strafen: 1 x Zweiminuten gegen Appenzell, 3 x Zweiminuten gegen Fides.

Bericht: Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

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