Herren 1 bleibt in der Finalrunde ohne Punkte03.02.2018

Auch beim Auswärtsspiel in Wädenswil war für die 1.Liga-Handballer des TV Appenzell in der Finalrunde nicht Zählbares zu holen. Ein noch aufbaufähiges Abwehrverhalten im Team der Gäste führte zu einer 26:31 (12:14) Niederlage.

Handballfoto

Besonders fiel auf, dass die Torhüter des TVA sich nach Gegenstössen immer wieder alleine heranstürmenden Gegenspielern gegenübersahen. Zu oft endeten Ballverluste aufgrund unpräziser Abschlüsse und Zuspielen in ungehinderten Gegenstössen. Wädenswil nahm vor allem in der zweiten Spielhälfte Fehler der Gäste immer wieder dankend an und sorgte so für sogenannt "billige" Tore. Diese Gegentreffer konnten die Appenzeller am letzten Samstag nicht kompensieren. Die zögerliche Rückwärtsbewegung bei den Innerrhodern führte auch dazu, dass sich ihre Torhüter nicht wie gewohnt in Szene setzen konnten. Diese liessen es sich aber nicht nehmen, ihr Können bei anderen Gelegenheiten aufblitzen zu lassen.

Spiel glich sich aus

Den Spielstart verpasste die Mannschaft von Enver Koso total. Dieser sah sich bereits nach drei Spielminuten beim Stand von 0:3 gezwungen, das Team-Timeout zu nehmen. Dieses zeigte dann auch Wirkung und die Appenzeller fanden so nach und nach ins Spiel. Darauf folgte auch ihre beste Phase, dies Mitte des ersten Durchgangs, wo sie gar mit 9:7 die Führung übernehmen konnten. Routiniers wie Sven Sutter und Lukas Gamrat zogen bei Appenzell in dieser Phase unter anderem die Fäden. Auch René Rigas zeigte nach wiederholt verletzungsbedingten Ausfällen eine ansprechende Leistung. Der Spielverlauf bis zur Halbzeitpause gestaltete sich recht ausgeglichen, so dass sich die vielen interessierten und lautstarken Fans auf der engen Zuschauertribüne auf einen spannenden Ausgang des Spiels freuen durften. Erwähnenswert sind noch die beiden Zweiminutenstrafen, die sich Lukas Gamrat bis dahin bereits eingehandelt hatte. Resultatmässig konnten sich die Einheimischen bis zum Pausenpfiff einen Zweitore-Vorsprung (14:12) erspielen.

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Überzahl nicht genutzt

Nach Wiederbeginn konnten die Gäste auf 14:14 aufholen und nach einer Zweiminutenstrafe und einer roten Karte gegen Wädenswil kurze Zeit gar in doppelter Überzahl spielen. Doch Appenzell konnte daraus keinen Profit ziehen. Nach dem 15:15 lag Appenzell sieben Minuten später durch Tempogegenstösse mit 15:21 zurück. In den restlichen 18 Minuten konnten die Gäste das Blatt nicht mehr wenden. Im Rückraum müssen sich die Innerrhoder noch an das Fehlen von Dano Waldburger gewöhnen, denn im Angriff wirkte die veränderte Formation noch nicht richtig eingespielt. Lukas Gamrat agierte bei seinen Abschlüssen glücklos und oftmals unpräzis. Zudem konnte der gegnerische Torhüter seine Schüsse offenbar gut lesen und hatte oft die richtige Reaktion bereit. Arie Thür brauchte erneut eine gewisse Anlaufzeit, kam aber in Halbzeit 2 richtig in Fahrt und erzielte total sieben Treffer. Dabei wurde auch er des Öfteren in gute Position gebracht, wobei er sich auch nicht nehmen liess, seine Tore auch mal aus beinahe zehn Metern zu erzielen. Die vielen Ballverluste im Angriff aber blieben. Die Appenzeller wurden weiterhin immer wieder mit schnellen Angriffsauslösungen überlaufen und mit Gegentoren bestraft. Gefühlsmässig entstand nahezu die Hälfte aller kassierten Treffer auf diese Weise. Auch wenn die TVA-Abwehr mal stand, fanden die Platzherren immer wieder Lücken - zumeist über die Kreis- oder Flügelposition - in der wenig kompakten Gästeabwehr. Grund zur Freude hatten die Gästefans, als gegen Spielschluss auch ihre Schützlinge mal einen Ball des Gegners in der eigenen Abwehr krallten und erfolgreich im Gegenstoss reüssierten. Die 59. Minute gehörte Jan Bischof im Appenzeller Tor. Einmal mehr sah er sich in Erwartung eines Gegenstosses, wehrte aber zweimal mirakulös. Da blieb so einigen Zuschauern zumindest der Torschrei im Halse stecken. Eine Niederlage mit fünf Toren Differenz (26:31) aber blieb.

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Letztendlich hatte sich Wädenswil - welches in der Qualifikationsrunde den ersten Platz belegte - seinen angestrebten ersten "Zweier" in der Finalrunde verdient. Bei Appenzell wartet noch einige Arbeit, damit auch solche Spiele gewonnen werden können. Für diesmal blieben neue Erkenntnisse bei etwas entschlosseneren Zürchern. Nach der Fasnachtspause folgt am übernächsten Samstag mit dem interessanten Derby gegen Fides das erste Heimspiel der Finalrunde und so gilt es für Appenzell nach vorne zu blicken.

HC Wädenswil – TV Appenzell 31:26 (14:12)

Wädenswil Untermosen - 90 Zuschauer - SR: Odermatt/Rachad

Für den TVA spielten: Appenzell spielte mit: Raffi Graf/Jan Bischof; Lukas Manser, Yannick Inauen (5), Fabian Schneider (3/1), Rouven Bischof (1), René Rigas (3), Lukas Metzger, Fabian Wüthrich, Lukas Gamrat (3), Arie Thür (7), Laurin Manser, Sven Sutter (4). - Strafen: 2 x Zweiminuten + 1 rote Karte gegen Wädenswil, 3 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Martin Kradolfer / Bilder: Dani Gmünder

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