Herren 1 kriegt Klassenunterschied zu spüren06.01.2018

Nicht ganz unerwartet kassierten zum Finalrundenauftakt die 1. Liga-Handballer des TV Appenzell mit 23:35 (11:16) beim HSC Kreuzlingen in einer fairen Partie auf eher mässigem Niveau eine klare Niederlage. Der Klassenunterschied war vor rund 300 Zuschauern einfach zu gross.

Obwohl er auf dem Matchblatt aufgeführt war, wurde der rekonvaleszente René Rigas für dieses Spiel noch geschont. Somit kamen gegen den Aufstiegskandidaten Nr.1 lediglich 11 Spieler zum Einsatz. Weiter kam hinzu, dass die Appenzeller wegen Terminproblemen diese Partie auf letzten Samstag vorziehen mussten und somit wegen den Feiertagen nur zweimal trainieren konnten. Mit 35 Treffern kassierten die Innerrhoder für einen allfälligen Erfolg klar zu viele Tore, wobei die Gäste besonders die ersten zehn und letzten 15 Minuten arg unten durch mussten. Auch der Angriff der Gäste kam nie in Schwung, und etliche "einfache" Ballverluste führten zu einer grösseren Anzahl von schnellen Gegentoren. Durch die agile und vorgezogene Deckungsarbeit der Thurgauer, wurde der Spielfluss der Appenzeller entscheidend gestört. Die sonst torgefährlichen Rückraumspieler Dano Waldburger und Lukas Gamrat hatten bei ihren Abschlussversuchen nur wenig Glück, wobei Letzterer nicht so viele Einsatzzeit erhielt. Auch wurden die Flügelspieler wenig ins Spielgeschehen einbezogen. Erneut einen guten Tag erwischte Arie Thür, der nach zwei Missgeschicken am Anfang immer besser in Fahrt kam und insgesamt acht Treffer erzielte. Auch Kreisspieler Sven Sutter steuerte vier Treffer bei.

Auf der andern Seite konnte Kreuzlingen seit längerer Zeit wieder auf sein ganzes Kader zählen und hat sich auf die Finalrunde hin mit Faisst aus der DHL nochmals verstärkt. Kreuzlingen besass mit 12 Treffern bei 13 Versuchen mit Fabian Schneider einen überragenden Torschützen. Zudem zeigte ihr Torhüter eine vorzügliche Leistung.

Rascher Rückstand

Kreuzlingen erwischte einen Start nach Mass, und als Appenzell nach 11 Minuten mit 0:5 im Rückstand lag, sah sich der Appenzeller Trainer Enver Koso veranlasst, sein Time-Out zu nehmen. Die Gäste fanden danach ihren Tritt zwar etwas besser - und erzielten durch Arie Thür auch gleich den ersten Treffer, aber wirklich näher kamen sie resultatmässig nie heran. Dies änderte sich auch nicht, als bei Kreuzlingen nach 17 Minuten wegen einem Cut über dem Auge ein starker Kreisläufer für den Rest der Partie ausfiel. Bis zur Pause pendelte sich der Rückstand der Gäste auf vier bis fünf Tore ein.

Keine Verbesserung

An den Kräfteverhältnissen änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Der Rückstand der Innerrhoder vergrösserte sich rasch zusehends. Die überlegenen Grenzstädter hatten die Partie und Gegner jederzeit im Griff, ohne wohl an ihre Leistungsgrenzen gehen zu müssen. Nach dem 12:20 nach 35 Minuten und spätestens nach 45 Minuten war beim erstmaligen Zehntore-Rückstand (15:25) die "Suppe gegessen". Obwohl nun den Appenzellern in einer etwas stärkeren Phase in kurzer Zeit vier Treffer in Folge gelangen, setzte Kreuzlingen in der Schlussphase zur Kür an und Appenzell verlor mit 12 Treffern Differenz.

Appenzell hat nun bis zum nächsten Spiel in Muri am 20. Januar Pause und hat die Möglichkeit, diese Zeit für aufbauende Trainings zu nutzen. Das erste Heimspiel findet erst am 17. Februar gegen Fides St.Gallen statt.

HSC Kreuzlingen – TV Appenzell 35:23 (16:11)

Kreuzlingen Egelsee - 300 Zuschauer - Schiedsrichter: Morf/Diethelm.

Für den TVA spielten: Raffi Graf (1)/Jan Bischof; Lukas Manser (1), Fabian Schneider (3/1), Dano Waldburger (3), Simon Manser (1), Rouven Bischof (1), Rene Rigas, Lukas Gamrat, Arie Thür (8), Elias Valaulta (1), Sven Sutter (4). - Strafen: 2 x Zweiminuten gegen Kreuzlingen, 2 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Martin Kradolfer

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