Herren 1 überzeugt mit grosser Entschlossenheit02.12.2017

Die 1.Liga-Handballer des TV Appenzell schlagen die Mannschaft des SV Fides St.Gallen nach überzeugendender Leistung mit 27:19.

Handballfoto

Vor rund 400 Zuschauern verlief das mit Spannung erwartete und bedeutungsvolle 1. Liga-Handball-Derby zwischen dem TV Appenzell und Fides St.Gallen in der Sporthalle Wühre nur im ersten Spieldrittel ausgeglichen. Dann übernahmen die Einheimischen als klar bessere Mannschaft das Zepter und landeten mit einem 27:19 (16:11) den dritten Sieg in Folge. Damit haben die Innerrhoder noch keinen definitiven, aber wichtigen Schritt zur Finalrundenqualifikation gemacht.

Für Trainer Enver Koso war Appenzell über weiteste Strecken "Chef auf dem Platz". Und dies gegen eine Mannschaft mit fünf (!) ehemaligen Nationalliga A-Spielern in seinen Reihen. Nach dem Time-Out beim Stande von 0:4 hätten alle seine Spieler richtig "Gas" gegeben und den Gegner förmlich überrollt. Appenzell habe derart gut verteidigt, dass Fides keine Chance mehr hatte, ins Spiel zu kommen, meinte auch Dano Waldburger (8 Treffer). Zusammen mit Lukas Gamrat (7 Treffer), Torhüter Raffael Graf (16 Paraden bei 33 Schüssen auf sein Gehäuse) und Sven Sutter (5 Treffer) zählte er an diesem Abend zu den auffälligsten Spielern in den Reihen des Heimteams. Die Tatsache, dass alle Akteure eines ihrer besten Saisonspiele zeigten, rundete die Teamleistung entsprechend auf. Für Handballexperte Reto Valaulta war es ein typisches Appenzeller Heimspiel, da alle - Spieler, Betreuerstab, Umfeld - den Sieg unbedingt wollten. Auch der gegnerische Coach Erwin Ganz sah ein Appenzell in bester Spiellaune, welches seiner Mannschaft in dieser Partie keine Chance liess. Dieser Tatsache konnten auch vereinzelte Zweifel an Schiedsrichterentscheiden nichts Entscheidendes anhaben. Mit insgesamt sechs Zweiminutenstrafen - gegenüber drei der disziplinierten Innerrhoder - schwächten sich die Gäste besonders in der zweiten Hälfte selber. Während wichtiger Spielphasen standen bei den Gästen einmal noch vier, dann gar nur noch drei Feldpieler auf dem Platz. Ein Wermutstropfen für die Innerrhoder war die ausgerenkte Schulter von René Rigas, welcher ab der 37. Minute nicht mehr mittun konnte. Eine Vorentscheidung im Spiel war aber zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen.

Fulminanter Beginn

Die Beteiligten und Zuschauer staunten nicht schlecht, als die Innerrhoder nach fünf Minuten gegen furios, mit schnellem Spiel und kernigen Torschüssen gestarteten St.Galler mit 0:4 im Rückstand lagen. Beim TVA wurde dann - zur richtigen Zeit - das Timeout genommen. Gleich anschliessend konnte Torhüter Raffael Graf zum ersten Male abwehren und Lukas Gamrat, der nebst erfolgreichen Torschüssen die Fäden im Aufbauspiel zog, nach sechseinhalb Minuten den ersten Innerrhoder Treffer erzielen. Seine Kollegen zogen gleich nach und nach 14 Minuten führte Appenzell mit 8:4. Nun bezogen die Gäste ihr Timeout, was kurzfristig Wirkung zeigte, denn nach 18 Minuten glich Fides zum 8:8 aus. Die Platzherren reagierten postwendend, waren nicht mehr zu bremsen und lagen fortan immer deutlicher in Führung. Die Fidesler konnten zwar den Rückstand bis zur Halbzeitpause mit fünf Treffern Differenz noch in Grenzen halten.

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Vorsprung ausgebaut

Nach Wiederbeginn konnten sich die Einheimischen gegen ein oft dezimiertes Gästeteam schon bald weiter absetzen. Unter anderem führten zwei verwertete Siebenmeter zu einem komfortablen 20:13 Vorsprung. Beim SV Fides wurde kurzzeitig eine Spezialbewachung auf Lukas Gamrat und dann nach 40 Minuten auch noch auf Dano Waldburger angesetzt. Dies brachte aber die St.Galler nicht näher heran, so dass sie sich ab der 44. Minute auf eine Manndeckung auf Dano Waldburger beschränkten. Trotzdem führte Appenzell knapp vier Minuten vor Spielschluss mit 26:14 und somit zwölf Treffern Differenz. Die Luft war nun draussen. Das TVA-Team schaltete einen Gang runter und gelang noch eine Resultatkosmetik. Trotzdem reichte es zu einem komfortablen 27:19 Heimerfolg.

Chancen intakt

Appenzell hat mit dem sechsten Sieg aus 12 Partien den vierten Rang gefestigt, da Romanshorn gegen Neuhausen verlor und drei Zähler weniger als Fides (Rang drei dank der besseren Tordifferenz) und Appenzell aufweist. Bei einem Sieg nächsten Samstag in Neuhausen (welches nach dem Sieg von Appenzell gegen Fides die Abstiegsrunde bestreiten muss) können die Appenzeller die Finalrundenqualifikation eine Runde vor Schluss endgültig klar machen.

TV Appenzell – SV Fides St.Gallen 27:19 (16:11)

Appenzell Wühre - 390 Zuschauer - Schiedsrichter: Pramstaller/Willi.

Für den TVA spielten: Raffi Graf/Jan Bischof; Lukas Manser (1), Yannick Inauen (1), Dano Waldburger (8/2), Rouven Bischof, Rene Rigas (1), Thomas Loser, Fabian Wüthrich (1), Lukas Gamrat (7), Arie Thür (3), Lukas Bischofberger, Elias Valaulta, Sven Sutter (5). - Zeitstrafen: 3 x Zweiminuten gegen Appenzell, 6 x Zweiminuten gegen Fides.

Bericht: Martin Kradolfer / Bilder: Dani Gmünder

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