Herren 1 mit Niederlage gegen starke Thurgauer04.11.2017

Nach solidem Beginn unterlagen die Innerrhoder in Frauenfeld klar mit 18:32 (10:16).

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Von einer spannenden "Schlacht" im Militärgelände Auenfeld in Frauenfeld konnte im 1. Liga-Spiel der Handballer des TV Appenzell nicht die Rede sein. Zu überlegen war das Heimteam, welches mit seinem erfahrenen und ausgewogenen Kader zumeist leichtes Spiel hatte. Dazu kam, dass beim Team des TVA ausser einigen Minuten in der Anfangszeit kaum ein Spieler nur annähernd seine Leistungsgrenzen erreichte und die Abwehr nicht wunschgemäss funktionierte. So wurden die Innerrhoder mit einer 18:32 Packung nach Hause geschickt.

Die Appenzeller waren jedoch arg geschwächt angetreten. Dies vor allem im Rückraum. Wegen Verletzungen fehlten Lukas Gamrat sowie René Rigas und der Linkshänder Arie Thür wurde für das NLA-Spiel von St.Otmar am Sonntag geschont. Krankheitshalber fehlte auch Kreisläufer Laurin Manser. Als dann kurz nach der Pause Dano Waldburger nach einem Foul die rote Karte sah, fehlte ein weiterer Leistungsträger und die Partie war praktisch endgültig entschieden. Die Innerrhoder erzielten nämlich ihre Tore oft über die Achse Dano Waldburger/Sven Sutter mit insgesamt acht Treffern. Viel Verantwortung aus dem Rückraum musste daher Fabian Wüthrich übernehmen, welcher - praktisch durchspielend - mit seinen vier beigesteuerten Treffern noch zu den wirksamsten Innerrhodern zählte. Es fehlte den Appenzellern aber auch an der Konsequenz im Abschlussbereich, welche die erspielten Chancen ungenutzt liessen. Da auch die Abwehr nicht gut funktionierte, blieben den Gästekeepern Raffael Graf und Thomas Brülisauer nur wenige Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Dies ermöglichte den starken Thurgauern viele leichte Tore zu erzielen, auch wenn sich der Rückstand zur Halbzeit mit sechs Toren Differenz (noch) in Grenzen hielt.

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In den zweiten 30 Minuten wartete der Frauenfelder Keeper Fabrizio Steiner mit einer feinen Leistung auf. Er machte so ziemlich alles richtig und sorgte dafür, dass der Glaube an erfolgreiche Torabschlüsse sich bei den Appenzellern mit zunehmender Spieldauer verzog. Bei Appenzell kamen alle Spieler regelmässig zum Einsatz. Fast zu keinen Zeitpunkt schien aber eine Konstellation wirklich zu greifen und die Innerrhoder waren kaum zu einer wirksamen Reaktion fähig. Aufgrund des unglücklichen Agierens kam auch kein zusätzlicher Energieschub, welcher die letzten Kohlen noch aus dem Feuer holte. So liefen die Innerrhoder den Thurgauern immer mehr ins offene Messer.

Ansprechender Beginn

Zu Start agierten die Gäste gar nicht schlecht. Für einen Akteur mit einer Spezialbewachnung versuchten die Innerrhoder die Kreise der ehemaligen Nationalliga A Spielern Mulele Kipili und Yves Petrig - welche im Hinspiel in Appenzell zusammen 18 Tore warfen - entscheidend zu stören. Und dies gelang nicht schlecht. So gingen die Gäste durch Fabian Schneider mit 1:0 in Führung und holten einen Zweittor-Rückstand bis zur 10. Minute auf 4:4 auf. Bis in der 19. Minute gerieten allerdings die Gäste mit 5:10 ins Hintertreffen. Zur Pause lagen die Innerrhoder mit 10:16 zurück.

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Ungleiches Kräftemessen

Die zweite Hälfte startete mit einem Paukenschlag. Nach zwei Minuten flog Dano Waldburger vom Platz. Er war zu spät in den Zweikampf gestiegen und zog von hinten noch am Arm eines Frauenfelders. Die rote Karte wird aber für die nächste Partie keine Folge haben. Am letzten Samstag bauten aber die Thurgauer nun den Vorsprung immer weiter aus. Und nach 43 Minuten lagen die Gäste mit zehn Treffern zurück und am Ende verlor Appenzell - auch wegen mehreren Fehlwürfen - mit 18:32 klar und deutlich.

SC Frauenfeld – TV Appenzell 32:18 (16:10)

Frauenfeld Auenfeld - 70 Zuschauer - Schiedsrichter: Grünig/Nauer.

Für den TVA spielten: Raffi Graf/Jan Bischof; Robin Mauchle, Lukas Manser, Yannick Inauen (2), Fabian Schneider (2/2), Dano Waldburger (2), Simon Manser, Lukas Metzger, Rouven Bischof, Fabian Wüthrich (4), Lukas Bischofberger, Elias Valaulta (2), Sven Sutter (6). - Strafen: 5 x Zweiminuten gegen Frauenfeld; 3 x Zweiminuten + 1 rote Karte gegen Appenzell.

Bericht: Martin Kradolfer / Bilder: Dani Gmünder

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