Herren 1 muss sich dem Leader beugen21.10.2017

Den 1. Liga-Handballern des TV Appenzell ist - im Gegensatz zuhause - in Kreuzlingen noch selten eine gute Leistung gelungen. Und so verloren die Innerrhoder gegen einen starken Tabellenführer vor 240 Zuschauern auch am letzten Samstag mit 22:32 (10:18) Toren.

Nebst dem wegen einer Handverletzung gänzlich fehlenden Lukas Gamrat musste Dano Waldburger mit einem lädierten Handgelenk spielen und konnte die letzten zehn Minuten gar nicht mittun. Trotzdem erzielte er - zusammen mit dem bei Appenzell spielenden Fabian Schneider, welcher sich auch beim Verwerten von Siebenmetern auszeichnete - trotzdem am meisten Treffer für die Innerrhoder. Im Tor stand während 41 Minuten Raffael Graf und die restlichen Minuten Jan Bischof. Ihre Leistung war in Ordnung, wenn man berücksichtigt, dass die Abwehr bei den Innerrhodern nicht sehr kompakt wirkte. Die Gastgeber verfügten aber über gute Rückraum-Shooter. In einem fairen Spiel kam es nur zu vier Zweiminutenstrafen für Kreuzlingen, während die Appenzeller gar nie die Strafbank aufsuchen mussten.

Katastrophaler Start

Auch wenn mit Appenzell der weiterhin Tabellenvierte seine Visitenkarte am Bodensee abgab, kam eigentlich überhaupt nie Zweifel auf, wer die Halle als Sieger verlassen wird. Die Innerrhoder konnten nie an die gute Leistung von der Vorwoche gegen die Pfader aus Neuhausen anknüpfen. Nach der 24:32-Derbypleite in Arbon waren dafür die Kreuzlinger auf Wiedergutmachung aus. Und sie setzten dieses Vorhaben von der ersten Minute an in die Tat um. Angeführt von einem immer noch nicht ganz fitten Spielmacher Valon Dedaj, dem bulligen Kreisläufer Manuel Zeller und dem bei Kreuzlingen spielenden Rekordtorschützen Fabian Schneider - die aus einem starken Kollektiv herausragten - legten die Einheimischen wie die Feuerwehr los. Die Appenzeller wurden in der Startphase förmlich überrennt und sahen sich nach knapp elf Minuten bereits mit einem 1:8-Rückstand konfrontiert. Zwar fing sich das Team des ehemaligen Schweizermeisters und Olympia-Teilnehmers Enver Koso in der Folge etwas auf und kam nach gut 16 Minuten auf 5:9 heran. Zur Halbzeit war aber dann der Rückstand mit 10:18 wieder beträchtlich und schon vorentscheidend.

Zweite Hälfte leicht besser

In den zweiten 30 Minuten pendelte sich der Rückstand so zwischen sechs und zehn Toren ein. Nach 38 Minuten war mit dem erstmaligen Zehntore-Rückstand (14:24) aber die Entscheidung faktisch gefallen. Appenzell darf einmal mehr zugute gehalten werden, dass es auch angesichts des hohen Rückstandes nie aufsteckte und weiterkämpfte. Zwischenzeitich lagen die Gäste – nur die zweite Halbzeit gerechnet – sogar mit zwei Toren vorne. Nach gut 54 Minuten stand es aus Innerrhoder-Sicht nämlich "nur" noch 22:28, wobei die Einheimischen dem zweiten Anzug etwas mehr Einsatzzeit gaben. Erst in den Schlussminuten legten die Thurgauer nochmals eine Schippe drauf, und schraubten ihren Vorsprung wieder auf zehn Treffer in die Höhe.

Die Innerrhoder haben nun in der Qualifikationsrunde gegen jede Mannschaft einmal gespielt und dabei in sieben Partien sieben Zähler erobert. Sie liegen dabei (noch) auf dem angestrebten vierten Rang, wobei noch nicht alle Mannschaft sieben Spiele ausgetragen haben. Bevor es am übernächsten Wochenende nach Frauenfeld geht, haben die Appenzeller in einer Woche spielfrei.

HSC Kreuzlingen – TV Appenzell 32:22 (18:10)

Kreuzlingen Egelsee - 240 Zuschauer - Schiedsrichter: Fallegger/Raymond.

Für den TVA spielten: Raffael Graf (1.-41./10 Paraden), Jan Bischof (41.-60./4 Paraden); Robin Mauchle (3), Lukas Manser (2), Yannick Inauen (1), Fabian Schneider (5/3), Dano Waldburger (5), Rouven Bischof, Rene Rigas (1), Lukas Metzger, Arie Thür (2), Lukas Bischofberger, Laurin Manser, Elias Valaulta, Sven Sutter (3). - Strafen: 4 x Zweiminuten gegen Kreuzlingen, keine Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht: Martin Kradolfer

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