Herren 1 in zwei Etappen zum Punktgewinn07.10.2017

Im Auswärtsderby gegen SV Fides, in dem eindeutig die beiden Torhüter im Mittelpunkt standen, erreichten die 1.Liga-Handballer des TVA zum Ende ein 17:17 (6:12) Remis.

Handballfoto

Nach einer klaren Halbzeitführung musste sich das TVA-Team letztendlich mit einem Punktgewinn zufrieden geben. Appenzell spielte in Durchgang zwei ähnlich konsterniert wie ihr Gegner im ersten Abschnitt. So gesehen ging die Punkteteilung in Ordnung. Nachdem bis zur Pause vieles für die Gäste sprach, häuften sich Fehler und Konzentrationsmängel beim TVA. So bekam ein mässig spielendes Fides ausreichend Aufwind, um wieder den Anschluss zu schaffen. Mit Gamrat fehlte ein weiteres Mal - diesmal verletzungsbedingt und kurzfristig - eine stützende, erfahrene Spieloption.

Vorsprung erarbeitet

Bereits in der Anfangsphase war die Torausbeute auf beiden Seiten Mangelware. Appenzell wirkte etwas abgeklärter und schaffte es, bis zur 14. Minute ein 6:4 vorzulegen. In den folgenden sechs Minuten lieferten sich die beiden Torhüter Graf und Buff ein erstes kleines "Privatduell". Auf jede Parade des St. Galler Torhüters liess "Raffi" Graf umgehend eine folgen und unterband so ein mögliches Aufschliessen der Gastgeber. Das Heimpublikum musste sich gar bis zur 26. Spielminute gedulden, bis es das nächste Tor ihrer Mannschaft bejubeln konnte. Den Appenzellern gelangen in dieser Zeitspanne zwar auch nur fünf erfolgreiche Torabschlüsse, was ihnen aber eine beruhigende und etwas überraschend klare 11:4 Führung eintrug. Beim fünften Treffer der Gastgeber wurde gar noch die Hilfe des Gegners in Anspruch genommen. Arie Thür versuchte dabei mit letztem Einsatz einen Ball vor dem Seitenaus zu retten, woraus aber eine unglückliche Vorlage für die Fidesler resultierte. Trotz drei weiterer Fehlversuche vor dem Halbzeitpfiff hatten sich die Innerrhoder zur Pause einen 12:6 Vorteil geschaffen.

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Umgekehrte Verhältnisse

In der zweiten Spielhälfte waren die ersten 10 Spielminuten geprägt von unzähligen technischen Fehlern und erfolglosen Zuspielen. Diese Umstände liessen in dieser Zeitspanne insgesamt spärliche zwei Tore zu, welche sich die Fidesler gutschreiben liessen. Bei Appenzell nahm man daraufhin das Team-Timeout, was aber auch keine Wirkung auch die Qualität des Spiels in ihren Reihen hatte. Die Gäste agierten weiterhin mit unplatzierten Abschlüssen und mangelnder Kreativität und verloren an Sicherheit. Auffallend war auch, dass sie ihre Flügelspieler nur selten ins Szene setzten. Folge war eine Kehrtwende im Match zum 14:13 für die Hausherren. Laurin Manser wurde eingewechselt und verwandelte nach einem geglückten Kreisanspiel gleich seine erste Chance zum Ausgleich. Er reihte sich auch gut in die Abwehr ein und verlieh ihr verbesserte Stabilität. Auch die überragenden Leistungen der beiden Torhüter trugen entscheidend dazu bei, dass es ein torarmes Spiel blieb. Nach der erneuten Führung durch Usik folgten wieder fünf trefferlose Minuten, in denen die Zuschauer vor allem technische Fehler hüben wie drüben zu sehen bekamen. In der 55. Spielminute gelang den Platzherren das 16:14 und man begann in den Appenzeller Reihen ernsthaft um die Punkte zu bangen.

Spannende Schlussphase

Eine konsequentere Abwehrarbeit beim TVA liess aber in der wichtigen Folgezeit keine Treffer mehr zu. Waldburger mit einem sehenswerten Trickwurf aus der Flügelposition und Sutter vom Kreis schafften den erneuten Ausgleich, was auch die Schlussphase zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit werden liess. In der Vorschlussminute schien bei den Platzherren niemand mehr die Verantwortung übernehmen zu wollen - der routinierte Usik tat es dann und traf zur erneuten Führung von Fides. Die letzten 30 Sekunden standen vor allem im Zeichen des letzten Appenzeller Angriffs. Zwei Schussversuche wurden von der St. Galler Abwehr erfolgreich geblockt. Der TVA blieb aber in diesem entscheidenden Angriff achtsam im Ballbesitz und agierte mit einem Pass auf den rechten Flügel. Schneider liess sich nicht zweimal bitten und netzte den Ball in abgeklärter Manier ein. Den Innerrhodern gelang es abschliessend, den letzten Angriff der Gastgeber zu unterbinden und das Remis zu sichern.

SV Fides St.Gallen – TV Appenzell 17:17 (6:12)

St.Gallen Kreuzbleiche - 110 Zuschauer - Schiedsrichter: Lanz/Eberhard.

Für den TVA spielten: Raffi Graf/Thomas Brülisauer; Robin Mauchle (1), Yannick Inauen (1), Fabian Schneider (3), Dano Waldburger (5), Rouven Bischof, Rene Rigas (1/1), Lukas Metzger, Arie Thür (2), Laurin Manser (1), Sven Sutter (2), Elias Valaulta (1), Fabian Wüthrich. - Strafen: 2 x Zweiminuten gegen Fides, 3 x Zweiminuten gegen Appenzell.

Bericht / Bilder: Dani Gmünder

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